25 Ertragssteuern

Ertragssteueraufwand
Mio. CHF  
  2011 2010
Laufender Ertragssteueraufwand
  18 101
Latenter Ertragssteueraufwand
  –39 –65
Total Ertragssteueraufwand
  –21 36


Im Jahr 2011 lag der erwartete gewichtete durchschnittliche Steuersatz der Gruppe bei 26,5% (2010: 26,7%). Dieser Satz entspricht dem gewichteten Durchschnitt der erwarteten Ertragssteuersätze jener Länder, in denen die Gruppe tätig ist. Der Grund für die Veränderung des gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes ist einerseits durch die geografische Zuweisung der Gewinne gegeben und andererseits durch die unterschiedlichen Steuersätze. Die folgende Tabelle erläutert die Differenz zwischen dem effektiven und dem erwarteten Ertragssteueraufwand:

Überleitung vom erwarteten zum Effektiven Ertragssteueraufwand
Mio. CHF  
  2011 2010
 
Gewinn vor Ertragssteuern
  585 596
 
Ertragssteuern berechnet anhand des erwarteten gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes
  155 159
Steuererhöhung/-reduktion aufgrund von
 
tiefer besteuerten Erträgen
  –169 –277
nicht abzugsfähigen Aufwendungen
  112 104
übrigen Ertragssteuern (inkl. Verrechnungssteuern)
  20 15
Veränderung der nicht erfassten steuerlichen Verluste
  28 40
Anpassungen für laufenden Steueraufwand aus früheren Jahren
  –96 17
Änderungen der Steuersätze
  –41 0
konzerninternen Auswirkungen
  –26 –21
Übrigen
  –4 –1
Ertragssteueraufwand
  –21 36


Im Jahr 2011 realisierte die Swiss Life-Gruppe aufgrund der Veranlagung des Verkaufs von Betriebsaktivitäten in den Vorperioden einen Steuervorteil von CHF 90 Millionen.

Im Jahr 2011 führte eine Änderung des Steuersatzes in der Schweiz zu einem positiven Ertragssteuereffekt von CHF 41 Millionen.

Im Jahr 2010 wurde aufgrund einer Änderung der französischen Steuergesetzgebung ein positiver ertragssteuerlicher Einmaleffekt in Höhe von CHF 87 Millionen realisiert. Die konzerninternen Auswirkungen im Jahr 2010 sind auf die Gruppenbesteuerung und auf gruppeninterne Erträge und Aufwendungen zurückzuführen.

Latente Ertragssteuerguthaben und -verbindlichkeiten werden miteinander verrechnet, wenn ein juristisch durchsetzbares Recht auf Verrechnung laufender Steuerguthaben mit laufenden Steuerverbindlichkeiten besteht und sich diese latenten Ertragssteuern auf dieselbe Steuerhoheit beziehen.

Latente Steuerguthaben und -verbindlichkeiten
Mio. CHF  
  Latente Steuerguthaben Latente Steuerverbindlichkeiten
  31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Finanzielle Vermögenswerte
  155 149 552 192
Investitionsliegenschaften
  1 496 455
Immaterielle Vermögenswerte
  56 34 279 308
Sachanlagen
  25 28 3 3
Finanzielle Verbindlichkeiten
  15 13 11 19
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft
  56 55 62 60
Leistungen an Mitarbeitende
  22 23 53 55
Abgegrenzte Erträge
  2 2 3 3
Übrige
  149 137 22 31
Steuerliche Verluste
  9 14
Latente Steuerguthaben und -verbindlichkeiten
  490 455 1 481 1 126
Verrechnung
  –337 –305 –337 –305
Total latente Steuerguthaben und -verbindlichkeiten
  153 150 1 144 821


Die Veränderungen der latenten Steuerguthaben und -verbindlichkeiten (netto) während der Berichtsperiode lauten wie folgt:

Mio. CHF  
 


Stand 1. Januar
In der
Erfolgs-
rechnung
erfasst

Im Eigen-
kapital
erfasst


Erwerb und
Veräusserungen

Währungs-
umrechnungs-
differenzen


Stand am Ende
der Periode
 
Veränderungen nach Art der temporären Differenz während des Geschäftsjahrs 2011
 
Finanzielle Vermögenswerte
  –43 21 –372 –2 –1 –397
Investitionsliegenschaften
  –455 –26 –2 –13 1 –495
Immaterielle Vermögenswerte
  –274 21 28 –1 3 –223
Sachanlagen
  25 –3 0 0 22
Finanzielle Verbindlichkeiten
  –6 7 3 0 0 4
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft
  –5 0 0 –1 –6
Leistungen an Mitarbeitende
  –32 1 0 0 –31
Abgegrenzte Erträge
  –1 0 0 –1
Übrige
  106 23 0 1 –3 127
Steuerliche Verluste
  14 –5 0 9
Latente Steuerguthaben und -verbindlichkeiten (netto)
  –671 39 –343 –15 –1 –991


Veränderungen nach Art der temporären Differenz während des Geschäftsjahrs 2010
 
Finanzielle Vermögenswerte
  83 –49 –70 0 –7 –43
Investitionsliegenschaften
  –429 –33 0 7 –455
Immaterielle Vermögenswerte
  –315 13 8 0 20 –274
Sachanlagen
  28 0 –3 25
Finanzielle Verbindlichkeiten
  –15 7 0 2 –6
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft
  –19 19 –1 –4 –5
Leistungen an Mitarbeitende
  –24 –5 –3 –32
Abgegrenzte Erträge
  –5 3 0 1 –1
Übrige
  –21 133 0 –6 106
Steuerliche Verluste
  41 –23 –4 14
Latente Steuerguthaben und -verbindlichkeiten (netto)
  –676 65 –63 0 3 –671


Nicht erfasst wurden latente Steuerverbindlichkeiten für die Summe der temporären Differenzen aus konsolidierten Beteiligungen an Tochtergesellschaften, soweit diese nicht ausgeschütteten Erträge von der Gruppe als unbegrenzt reinvestiert betrachtet werden. Die ausländischen Gesellschaften unterstehen der Kontrolle der Gruppe, und es ist nicht zu erwarten, dass diese Erträge in absehbarer Zukunft zurückgeführt werden. Der Betrag solcher temporärer Differenzen belief sich per 31. Dezember 2011 auf rund CHF 4,4 Milliarden. Sollten solche Erträge je wieder zurückgeführt werden, würden daraus aufgrund der Bestimmungen zum Schachtelprivileg (Participation Exemption), der nicht erfassten steuerlichen Verlustvorträge und der anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommen keine wesentlichen Steuerverbindlichkeiten entstehen.

Latente Steuerguthaben auf Steuerverlustvorträgen werden nur in dem Umfang verbucht, in dem die Realisierung der betreffenden Steuerminderung wahrscheinlich ist. In der Schweiz werden Steuerguthaben auf Grundlage der Steuergesetze von Kantonen und Gemeinden berechnet. Die Unsicherheit bezüglich der Verwendung von Verlustvorträgen wird mit der Bildung einer Wertberichtigung berücksichtigt. Für folgende Steuerverlustvorträge mit den nachstehenden Fälligkeiten wurden keine latenten Steuerguthaben erfasst.

Nicht erfasste steuerliche Verluste
Beträge in Mio. CHF  
  Steuerliche Verluste Steuersatz
  31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
2012
  6 2 15.9% 13.0%
2013
  1 7 16.7% 8.7%
2014
  8 2 16.0% 16.0%
Danach
  1 127 1 134 13.1% 13.6%
Total
  1 142 1 145 n. a. n. a.


 

So fängt Zukunft an.