24 Leistungen an Mitarbeitende

VERBINDLICHKEITEN AUS LEISTUNGEN AN MITARBEITENDE
Mio. CHF  
  31.12.2011 31.12.2010
Die Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende bestehen aus
 
Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen (brutto)
  1 173 1 965
übrigen langfristigen Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende
  0 0
übrigen Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende
  88 84
Total Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende
  1 261 2 049


Leistungsorientierte Pläne

Die Mitarbeitenden sind verschiedenen Vorsorgeplänen mit oder ohne ausgeschiedene Vermögen unterstellt. Wenn die Erstattung der Kosten ganz oder teilweise durch Dritte erfolgt und die Erstattungsansprüche nicht als Planvermögen gelten, werden diese als separate Vermögenswerte erfasst und nicht von den Verpflichtungen abgezogen. Ansonsten gilt dieselbe Behandlung wie für das Planvermögen. Die Zugehörigkeit zu diesen Vorsorgeplänen ist entweder abhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses oder vom Anstellungsdatum. Die Vorsorgeleistungen basieren auf den anrechenbaren Dienstjahren und der durchschnittlichen Vergütung in den Jahren unmittelbar vor der Pensionierung. Die jährlichen Finanzierungserfordernisse werden anhand aktuarieller Methoden oder lokaler Vorschriften festgelegt.

Aufgrund der Anforderungen von IFRS 4 «Versicherungsverträge» in Verbindung mit IAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer» wurden Versicherungsverträge für eigene Mitarbeitende im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen eliminiert. Versicherungsverträge für eigene Mitarbeitende im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen bestehen in der Schweiz und in Frankreich. Bestimmte Vermögenswerte dieser Pläne gelten als Planvermögen und werden somit nicht eliminiert. Soweit diese Pläne nicht durch im Planvermögen erfasste Beträge finanziert werden, sind die leistungsorientierten Vorsorgeverbindlichkeiten mit den Kapitalanlagen aus den eliminierten Versicherungsverträgen unterlegt. Diese Anlagen sind Teil der in der konsolidierten Bilanz der Swiss Life-Gruppe dargestellten Kapitalanlagen.

Die Position Nettovermögenswert/Nettoverbindlichkeit umfasst keine Erstattungsansprüche.

Der Grossteil der leistungsorientierten Vorsorgeverbindlichkeiten stammt aus Plänen für Mitarbeitende in der Schweiz. Die Hauptleistung dieser Pläne sieht bei Erreichen des Rentenalters die Auszahlung einer Altersrente vor. Der Mitarbeitende kann sich sowohl vorzeitig pensionieren lassen – in diesem Fall wird die Rente nach versicherungsmathematischen Methoden gekürzt – als auch eine Kapitalleistung anstelle einer Rente wählen. Andere Leistungen beinhalten Hinterlassenen-/Waisenrenten im Todesfall sowie Invalidenrenten (wenn die Invalidität vor dem Rentenalter eintritt). Die Pläne werden vom Arbeitgeber durch ordentliche Beiträge finanziert, die durch versicherungsmathematische Methoden bestimmt werden. Nach schweizerischem Recht wird ein Teil dieser Beiträge vom Bruttolohn des Mitarbeitenden abgezogen (in der Regel weniger als 50% des Gesamtbeitrags). Des Weiteren werden die Pläne durch Guthaben aus früheren Arbeitsverhältnissen finanziert, die von neuen Mitarbeitenden obligatorisch einzubringen sind, durch freiwillige Einkäufe der Mitarbeitenden im Rahmen der reglementarischen Bedingungen sowie durch Erträge aus dem Planvermögen.

Im September 2010 beschloss die Swiss Life-Gruppe, die Bestimmungen von zwei bedeutenden leistungsorientierten Plänen in der Schweiz zu ändern. Diese Änderungen betreffen hauptsächlich die Berechnung der Vorsorgeleistungen im Alter, die nun nach dem Beitragsprimat statt dem Leistungsprimat erfolgt, Änderungen der Risikoleistungen (Tod und Invalidität) sowie Leistungskürzungen im Falle vorzeitiger Pensionierung. Aus den Plankürzungen resultierte im Jahr 2010 ein Gewinn von CHF 39 Millionen. Im Januar 2011 wurden von der Swiss Life-Gruppe CHF 684 Millionen in bar auf diese leistungsorientierten Pläne übertragen. Dieser Betrag ist im Arbeitgeberbeitrag enthalten. Das Anlagerisiko wird nun von den versicherten Personen getragen; das Todesfall- und das Invaliditätsrisiko bleiben bei der Swiss Life-Gruppe rückversichert.

Die erwarteten Beiträge für das zum 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr belaufen sich auf CHF 56 Millionen. Diese Beiträge beinhalten die Prämien aus Versicherungsverträgen, welche die Leistungsversprechen von leistungsorientierten Plänen für eigene Mitarbeitende abdecken.

in der konsolidierten Bilanz erfasste Beträge
Mio. CHF  
  31.12.2011 31.12.2010
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
  –2 646 –2 370
Fair Value des Planvermögens
  1 059 289
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+)
  547 284
Vermögenswerte (+)/Verbindlichkeiten (–) aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen (netto)
  –1 040 –1 797
 
Die Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen (netto) bestehen aus
 
Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen (brutto)
  –1 173 –1 965
Vermögenswerten aus leistungsorientierten Plänen (brutto)
  133 168
 
Nicht im Planvermögen erfasste Versicherungsverträge
  1 393 2 137


in der konsolidierten Erfolgsrechnung erfasste Beträge
Mio. CHF  
  2011 2010
Laufender Dienstzeitaufwand
  71 69
Zinsaufwand
  63 73
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen
  –35 –11
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) (netto)
  9 4
Personalbeiträge
  –24 –24
Auswirkung von Plankürzungen und -abgeltungen
  –39
Total leistungsorientierter Aufwand
  84 72
 
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen (Gewinne (–)/Verluste (+))
  –31 –3


leistungsorientierte Pläne
Mio. CHF  
  2011 2010
 
Veränderungen Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
 
Stand 1. Januar
  –2 370 –2 385
Laufender Dienstzeitaufwand
  –71 –69
Zinsaufwand
  –63 –73
Beiträge von Planbegünstigten
  –45 –95
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–)
  –268 –57
Ausbezahlte Leistungen
  167 230
Plankürzungen und -abgeltungen
  45
Auswirkung von Umgliederungen und übrigen Abgängen
  0
Währungsumrechnungsdifferenzen
  4 34
Stand am Ende der Periode
  –2 646 –2 370
 
Veränderungen des Fair Value des Planvermögens
 
Stand 1. Januar
  289 296
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen
  35 11
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–)
  –4 –8
Beiträge des Arbeitgebers
  749 37
Beiträge von Planbegünstigten
  44 –20
Ausbezahlte Leistungen
  –51 –10
Währungsumrechnungsdifferenzen
  –3 –17
Stand am Ende der Periode
  1 059 289
 
Kategorien des Planvermögens
 
Beteiligungsinstrumente
  237 103
Schuldinstrumente
  474 97
Liegenschaften
  188
Übrige Aktiven
  160 89
Total Planvermögen
  1 059 289
 
Das Planvermögen beinhaltet
 
eigene Eigenkapitalinstrumente
  6 56


leistungsorientierte Pläne
Mio. CHF  
  2011 2010 2009 2008 2007
 
Historische Informationen
 
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen
  –2 646 –2 370 –2 385 –2 292 –2 320
Fair Value des Planvermögens
  1 059 289 296 268 371
Differenz
  –1 587 –2 081 –2 089 –2 024 –1 949
 
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planverbindlichkeiten
  –30 33 –23 5 18
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens
  –1 –8 26 –108 –47


grundlegende versicherungsmathematische Annahmen (gewichteter Durchschnitt)
 
  2011 2010
Abzinsungssatz
  2.7% 3.2%
Erwartete Rendite aus dem Planvermögen
  3.6% 3.9%
Künftige Gehaltserhöhungen
  1.6% 1.6%
Künftige Rentensteigerungen
  0.8% 0.8%


Beitragsorientierte Pläne

Bestimmte Tochtergesellschaften bieten verschiedene beitragsorientierte Pläne an. Die Zugehörigkeit zu diesen Vorsorgeplänen ist entweder abhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses oder vom Anstellungsdatum. Die Pläne sehen sowohl Beiträge der Mitarbeitenden als auch der Arbeitgeber vor. Die Aufwendungen im Rahmen dieser Vorsorgepläne betrugen im Jahr 2011 CHF 1 Million (2010: CHF 1 Million).

Übrige langfristige Leistungen an Mitarbeitende

Die Verbindlichkeit für langfristige Leistungen an Mitarbeitende betrug zum 31. Dezember 2011 CHF 0,3 Millionen (2010: CHF 0,1 Millionen). Sie ist auf Teilzeitarbeitsverträge vor der Pensionierung sowie Gewinnbeteiligungen bestimmter Mitarbeitender zurückzuführen.

Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Verbindlichkeit aus Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses belief sich im Geschäftsjahr per 31. Dezember 2011 auf insgesamt CHF 0,05 Millionen (2010: CHF 0,05 Millionen) und entstand im Zusammenhang mit vorzeitigen Pensionierungen.

Aktienbezogene Vergütungen für Mitarbeitende

Für die Jahre 2008, 2009 und 2010 wurde ein aktienbezogenes Vergütungsprogramm erstellt, das die Mitglieder der Konzernleitung und weitere leitende Mitarbeitende der Swiss Life-Gruppe berechtigt, gestützt auf die ihnen zugewiesenen anwartschaftlichen Bezugsrechte (Performance Share Units, PSU), nach drei Dienstjahren eine bestimmte Anzahl von Swiss Life Holding-Aktien zu beziehen, sofern zwei Voraussetzungen erfüllt sind. Die sich aufgrund der PSU ergebende Aktienzuteilung hängt einerseits von der Performance der Swiss Life Holding-Aktie während der dreijährigen Laufzeit und andererseits von der Performance der Aktie während der Dreijahresfrist im Vergleich zur Performance des Dow Jones STOXX 600 Insurance Index ab. In Bezug auf die im Jahr 2010 ausgegebenen PSU kommt ein höchstmöglicher Faktor von 2,0 zur Anwendung. Für die in den Jahren 2008 und 2009 ausgegebenen PSU beträgt der höchstmögliche Faktor 1,5. Für die Jahre 2008, 2009 und 2010 wird kein tiefstmöglicher Faktor angewandt, so dass sich die Anzahl PSU nach drei Jahren auf null reduzieren kann.

Seit dem Jahr 2011 werden den Teilnehmenden des Aktienbeteiligungsprogramms anstelle von PSU sogenannte Restricted Share Units (RSU) zugewiesen. Die RSU begründen gleich wie die PSU ein anwartschaftliches Recht auf einen nach Ablauf von drei Jahren unentgeltlichen Bezug von Aktien der Swiss Life Holding, sofern die reglementarischen Voraussetzungen erfüllt sind, allerdings ohne zusätzliche performanceabhängige Hebelwirkung. Die Zuteilung von Aktien nach Ablauf der dreijährigen Aufschubfrist erfolgt im Verhältnis 1:1 (1 RSU = 1 Aktie). Der Wert der RSU während der dreijährigen Laufzeit entwickelt sich linear zum Kurs der Swiss Life Holding-Aktie und verhält sich symmetrisch zu den Aktionärsinteressen. Das Programm sieht zudem Anpassungs- und Rückforderungsmechanismen vor (sogenannter «Clawback»).

Im Jahr 2008 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen PSU auf 52 618. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 179.30. Die Zuweisung erfolgte zum 1. April 2008.

Im Jahr 2009 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen PSU auf 53 216. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 51.22. Die Zuweisung erfolgte zum 1. April 2009.

Im Jahr 2010 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen PSU auf 68 510. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 149.98. Die Zuweisung erfolgte zum 1. April 2010.

Im Jahr 2011 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen RSU auf 68 730. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 140.05. Die Zuweisung erfolgte zum 1. April 2011.

Der Fair Value der im Rahmen eines jeden Programms zugewiesenen PSU und RSU wird per Zuweisungsdatum bestimmt. Die Bestimmung erfolgte durch eine unabhängige Beratungsfirma anhand der Black-Scholes-Formel sowie von Monte-Carlo-Simulationen. Die hiermit während der massgeblichen Sperrfrist verbundenen Aufwendungen wurden als Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende erfasst und zogen eine entsprechende Erhöhung des Agios nach sich.

Die für das Geschäftsjahr 2011 erfassten Aufwendungen für aktienbezogene Vergütungen beliefen sich insgesamt auf CHF 7 Millionen (2010: CHF 5 Millionen).

aktienbezogene Vergütungsprogramme (RESTRICTED SHARE UNITS)
Anzahl Restricted Share Units  
 
Stand 1. Januar

Ausgegeben
Abgänge von
Mitarbeitenden

Ausübbar
Stand am Ende
der Periode
 
2011
 
Zugewiesen im Jahr 2011
  68 730 –660 68 070


aktienbezogene Vergütungsprogramme (Performance Share Units)
Anzahl Performance Share Units  
 
Stand 1. Januar

Ausgegeben
Abgänge von
Mitarbeitenden

Ausübbar
Stand am Ende
der Periode
 
2011
 
Zugewiesen im Jahr 2008
  34 918 –2 229 –32 689
Zugewiesen im Jahr 2009
  48 339 –4 811 43 528
Zugewiesen im Jahr 2010
  68 510 –7 480 61 030


2010
 
Zugewiesen im Jahr 2008
  41 365 –6 447 34 918
Zugewiesen im Jahr 2009
  51 301 –2 962 48 339
Zugewiesen im Jahr 2010
  68 510 68 510
 
2009
 
Zugewiesen im Jahr 2008
  51 237 –9 872 41 365
Zugewiesen im Jahr 2009
  53 216 –1 915 51 301
 
2008
 
Zugewiesen im Jahr 2008
  52 618 –1 381 51 237


Übrige Leistungen an Mitarbeitende

Die Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2011 auf CHF 9 Millionen (2010: CHF 10 Millionen).

 

So fängt Zukunft an.