Bericht über Entschädigungen

Die nachstehenden Ausführungen folgen den Richtlinien der SIX Swiss Exchange betreffend Informationen zur Corporate Governance und berücksichtigen die Transparenzvorschriften des Obligationenrechts gemäss Art. 663bbis und Art. 663c OR sowie das Rundschreiben 2010/1 der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA betreffend Mindeststandards für Vergütungssysteme bei Finanzinstituten. Zusätzliche Angaben zu den Vergütungen und zum Vorsorgeaufwand für das Management und die Mitarbeitenden der Swiss Life-Gruppe sind in der konsolidierten Jahresrechnung (Anhänge 24 und 31) festgehalten. Zudem werden die Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung sowie deren Beteiligungsverhältnisse im Anhang zur Jahresrechnung der Swiss Life Holding ausgewiesen.

Im Rahmen des vorliegenden Berichts folgt die Darstellung derjenigen des Vorjahres. Bei den Angaben zur Entschädigung während der Berichtsperiode wird auch die Anfang 2011 festgelegte und zur Auszahlung gelangende variable Entschädigung an die Mitglieder der Konzernleitung als Bonus in bar für das Berichtsjahr 2010 ausgewiesen. Ebenso wird die auf das Geschäftsjahr 2010 bezogene variable Entschädigung in Form von gesperrten Aktien in Höhe von 10% der festen Entschädigung, die den Mitgliedern des Verwaltungsrats Anfang 2011 zugeteilt worden ist, als Bestandteil der Vergütung für das Jahr 2010 ausgewiesen.

Unter Beachtung der geltenden Transparenzanforderungen werden die Entschädigungen der Mitglieder des Verwaltungsrats je einzeln und die Entschädigung des Präsidenten der Konzernleitung (Group CEO) individuell offengelegt.

GRUNDSÄTZE DER ENTSCHÄDIGUNGSPOLITIK — Der Gesamtverwaltungsrat ist für die Festlegung der Richtlinien der Entschädigungspolitik innerhalb der Gruppe (inkl. Bonus und Aktienbeteiligungspläne) sowie für die Festlegung der für die Vorsorgeeinrichtungen massgebenden Richtlinien zuständig. Die Entschädigungspolitik unterstützt die durch die Unternehmensstrategie vorgegebene Performancekultur und ist Teil der Personalpolitik. Sie zielt darauf ab, qualifizierte Mitarbeitende an das Unternehmen zu binden und neue, sehr gut ausgewiesene Mitarbeitende zu gewinnen. Das Entlöhnungssystem hat sich am Marktumfeld zu orientieren und muss konkurrenzfähig sein. Die individuelle Gesamtentlöhnung berücksichtigt die beruflichen Fähigkeiten, das Engagement und die persönlichen Leistungen der Mitarbeitenden. Sie setzt sich aus einem Grundsalär, gegebenenfalls einem variablen, vom Erreichen der Jahresziele abhängigen Bonus, der in der Regel in bar und allenfalls inAktien ausgerichtet wird, sowie einer aufgeschobenen mittel- bzw. langfristigen Entlöhnungskomponente (Aktienbeteiligungsprogramm) und Beiträgen für die Alters- und Risikovorsorge zusammen.

Das Salär, das auf die Funktion und die persönlichen Fähigkeiten abstellt, wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Zur Überprüfung der Angemessenheit sowie zur internen und externen Vergleichbarkeit werden Salärvergleichsstudien beigezogen und anerkannte Funktionsbewertungssysteme eingesetzt.

Die variablen Vergütungskomponenten sind an die strategischen Vorgaben der Gruppe sowie der einzelnen Konzernbereiche und die damit verbundenen finanziellen und personalpolitischen Ziele geknüpft. Der variable Bonus in bar und allenfalls in Aktien stellt auf die Erreichung der Jahresziele ab. Er ist abhängig von den bezogen auf die Zielvorgaben tatsächlich erbrachten Leistungen von Einzelpersonen bzw. Teams (Leistungslohn) sowie vom Jahresergebnis der Swiss Life-Gruppe (Beteiligung am Unternehmenserfolg). Für die Beurteilung der quantitativen und qualitativen Zielerreichung werden stets auch die für die Funktionserfüllung massgeblichen Kompetenzen wie fachliche Expertise, Unternehmertum, Aufgabenerfüllung, Zusammenarbeit und Führung berücksichtigt. Die prozentuale Gewichtung zwischen der individuellen Leistung bzw. Teamleistung und der Beteiligung am Unternehmenserfolg hängt von der Stellung und Aufgabe der Funktionsinhaber ab.

Die Beteiligung am Unternehmenserfolg wird anhand quantitativer Gruppenziele (Key Performance Indicators, KPI) gemessen. Die wichtigsten KPI sind neben den Kennzahlen betreffend Jahresgewinn, Kosten, Geschäftsvolumen, Eigenkapitalrendite und Solvenz insbesondere auch die Profitabilität des Bestandes und des Neugeschäftes sowie die Margenentwicklung.

Die persönliche Leistung aufgrund der vorgegebenen quantitativen und qualitativen Ziele wird halbjährlich im Rahmen des gruppenweit institutionalisierten Prozesses für die Mitarbeiterbeurteilung (Group Performance System, GPS) bewertet. Für die Festlegung der Ziele und die Beurteilung der Zielerreichung kommen zwei Beurteilungskomponenten bzw. Modelle zur Anwendung: das auf die qualitativen und quantitativen Ziele bezogene Group Objectives Model (GOM) sowie das Group Competency Model (GCM) zur Messung und Bewertung der individuell massgeblichen Kompetenzen.

Für die Personen, welche für das Risikomanagement und die Risikokontrolle verantwortlich sind, werden die quantitativen Ziele so festgelegt, dass die Zielerreichung nicht vom Resultat der zu überwachenden Geschäftseinheit, einzelner Produkte oder Transaktionen abhängt.

Um überhaupt Anspruch auf eine allfällige variable Entschädigung zu erhalten, ist in jedem Fall eine Zielerreichung gemäss GPS von minimal 80% erforderlich.

Die Arbeitsverträge der in der Schweiz fest angestellten Mitarbeitenden enthalten je nach Funktion und Seniorität Kündigungsfristen von drei bis zwölf Monaten. Alle bestehenden Arbeitsverträge mit Mitgliedern der Konzernleitung in der Schweiz sehen eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten vor. Verträge im Ausland sind auf die lokalen Verhältnisse abgestimmt.

INHALT UND VERFAHREN — Die Ausgestaltung und die Festsetzung der Entschädigungen für die Mitglieder des Verwaltungsrats fallen gemäss Organisationsreglement in den Zuständigkeitsbereich des Gesamtverwaltungsrats, wobei der Nominations- und Entschädigungsausschuss entsprechende Vorschläge unterbreitet. Ebenso legt der Verwaltungsrat die Richtlinien der Entschädigungspolitik des Unternehmens fest. Er berücksichtigt dabei Regelungen von anderen Unternehmen der Finanzdienstleistungsindustrie aufgrund allgemein zugänglicher Angaben und zieht gegebenenfalls Studien externer Fachleute bei. Für die geltende Entschädigungspolitik wurden als Vergleichsunternehmen in der Schweiz im Versicherungsbereich zwecks entsprechenden Angaben unter anderen die Allianz, die AXA, die Basler Versicherungen, die Swiss Re sowie die Zurich Financial Services herangezogen.

Der Gesamtverwaltungsrat legt gestützt auf die von ihm beschlossenen Richtlinien der Entschädigungspolitik auf Vorschlag des Nominations- und Entschädigungsausschusses die Höhe und Aufteilung des Gesamtpools für die variable Entschädigung aller Mitarbeitenden fest. Für die Höhe der Zuweisung berücksichtigt er das Jahresergebnis und die Mittelfristplanung sowie deren Zielerreichungsgrad. Zudem ist der Gesamtverwaltungsrat für die Festlegung der individuellen Entschädigung der Mitglieder der Konzernleitung zuständig. Er nimmt gestützt auf die entsprechenden Vorbereitungen des Nominations- und Entschädigungsausschusses halbjährlich eine Leistungsbeurteilung aller Mitglieder der Konzernleitung vor. Im Weiteren werden an den Verwaltungsratssitzungen regelmässig aktuelle Aspekte der Personalpolitik sowie insbesondere die Nachfolgeplanung behandelt.

Im Rahmen der Entschädigungsregelung für die Mitglieder der Konzernleitung und weitere Leistungsträger der Swiss Life-Gruppe, die von der Konzernleitung mit Zustimmung des Nominations- und Entschädigungsausschusses des Verwaltungsrats bestimmt werden, besteht ein Aktienbeteiligungsprogramm als mittel- bzw. langfristige Vergütungskomponente. Gemäss diesem Programm werden den Teilnehmenden anwartschaftliche Bezugsrechte in Form von sogenannten Performance Share Units (PSU) auf Aktien der Swiss Life Holding zugewiesen. Diese berechtigen nach Ablauf von drei Jahren zum unentgeltlichen Bezug von Aktien der Swiss Life Holding, falls dann die planmässigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Ausrichtung dieser Vergütungskomponente ist ab dem Zeitpunkt der Zuweisung in jedem Fall drei Jahre aufgeschoben («deferred») und berücksichtigt die zwischenzeitliche Entwicklung.

Gemäss Reglement zu den Aktienbeteiligungsprogrammen 2008, 2009 und 2010 wird auf zwei objektive Performancekriterien abgestellt, die je zu 50% gewichtet werden. Zum einen ist dies der Total Shareholder Return der Swiss Life Holding-Aktie (TSR Swiss Life Holding); bei diesem Kriterium ist eine Performance von mehr als 20% erforderlich, damit nach Ablauf von drei Jahren ein Bezugsrecht auf Aktienzuteilung entsteht. Zum andern wird der TSR der eigenen Aktie mit dem TSR der Aktien derjenigen Unternehmen verglichen, die im Dow Jones STOXX 600 Insurance Index aufgeführt sind (TSR Outperformance). Gestützt auf dieses zweite Kriterium entsteht ein Bezugsrecht auf Aktienzuteilung dann, wenn die Performance nach Ablauf der Dreijahresfrist im Vergleich mit den betreffenden Unternehmen oberhalb des ersten Quartils liegt. Je nach Entwicklung der zwei Performancekriterien innerhalb von drei Jahren kann sich die Anzahl der PSU maximal um den Faktor 1,5 bzw. 2,0 erhöhen oder auf null reduzieren. Bezogen auf das Aktienbeteiligungsprogramm 2010 sind die Performancevorgaben gegenüber den Programmen 2008 und 2009 insofern angehoben worden, als beim TSR Swiss Life Holding für die Anwendung des Faktors 1 eine Performance von 35% (bisher 30%) und für die Anwendung des Maximalfaktors eine Performance von mindestens 50% (bisher 40%) notwendig ist. Im Gegenzug wurde der maximale Zuteilungsfaktor von 1,5 bzw. 150% auf 2 bzw. 200% erhöht.

Am Aktienbeteiligungsprogramm 2008 nahmen inkl. der Mitglieder der Konzernleitung 47 Mitglieder des obersten Kaders der Swiss Life-Gruppe teil. Gesamthaft wurden 52618 PSU zugewiesen; für die Konzernleitung insgesamt 23695, wovon 5924 an Bruno Pfister als Group CEO. Im Jahr 2009 partizipierten 65 Mitglieder des obersten Kaders der Swiss Life-Gruppe am betreffenden Programm, wobei gesamthaft 53 216 PSU zugewiesen wurden; für die Konzernleitung insgesamt 22200, wovon 6500 an Bruno Pfister als Group CEO. In der Berichtsperiode haben am Aktienbeteiligungsprogramm 2010, das mit Wirkung per 1. April 2010 zu laufen begonnen hat, insgesamt 69 Mitglieder des obersten Kaders der Swiss Life-Gruppe teilgenommen. Gesamthaft wurden 68 510 PSU zugewiesen, für die Mitglieder der Konzernleitung insgesamt 24 700, davon an Bruno Pfister als Group CEO 6500 PSU.

Ab dem Jahr 2011 werden den Teilnehmenden des Aktienbeteiligungsprogramms anstelle von PSU sogenannte Restricted Share Units (RSU) zugewiesen. Die RSU begründen gleich wie die PSU ein anwartschaftliches Recht auf einen nach Ablauf von drei Jahren unentgeltlichen Bezug von Aktien der Swiss Life Holding, allerdings ohne zusätzliche performanceabhängige Hebelwirkung; die Zuteilung von Aktien nach Ablauf der dreijährigen Aufschubfrist erfolgt künftig im Verhältnis 1:1 (1 RSU = 1 Aktie); der Plan ist somit sehr einfach und über die gesamte Laufzeit transparent. Der Wert der RSU während der dreijährigen Laufzeit entwickelt sich linear zum Kurs der Aktie der Swiss Life Holding und verhält sich symmetrisch zu den Aktionärsinteressen. Das Programm sieht zudem Anpassungs- und Rückforderungsmechanismen vor (sogenannter «Clawback»).

ENTSCHÄDIGUNGEN AN AMTIERENDE ORGANMITGLIEDER — Die in der Berichtsperiode an amtierende Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung ausgerichteten Entschädigungen in bar beliefen sich insgesamt auf folgende Beträge:

In CHF
2010 2009
Verwaltungsrat
1 979 503 2 426 217
Konzernleitung
9 600 9951 9 573 3422
1 Inkl. Bonus in bar für das Geschäftsjahr 2010, festgelegt Anfang 2011, in Höhe von insgesamt CHF 4 475 000.
2 Inkl. Bonus in bar für das Geschäftsjahr 2009, festgelegt Anfang 2010, in Höhe von insgesamt CHF 3 550 000.


Im Jahr 2009 sind zwei Mitglieder des Verwaltungsrats ausgeschieden. Aufgrund seiner Wahl in den Verwaltungsrat der UBS AG im Oktober 2008 ist Bruno Gehrig nach der Generalversammlung der Swiss Life Holding vom 7. Mai 2009 als Präsident des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding zurückgetreten. Ebenfalls aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden ist Pierfranco Riva, der nach sechsjähriger Zugehörigkeit zum Verwaltungsrat von Swiss Life an der Generalversammlung 2009 altershalber nicht mehr zur Wiederwahl angetreten ist. Neu in den Verwaltungsrat wurden Frank Schnewlin und Carsten Maschmeyer gewählt. Rolf Dörig gab per 7. Mai 2009 die Funktion als Delegierter des Verwaltungsrats ab und wurde als Nachfolger von Bruno Gehrig zum Präsidenten des Verwaltungsrats ernannt.

In der Berichtsperiode 2010 ist ein Mitglied aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Rudolf Kellenberger hat nach siebenjähriger Zugehörigkeit per Generalversammlung vom 6. Mai 2010 seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat von Swiss Life erklärt.

In der Konzernleitung ergaben sich im Jahr 2009 folgende personelle Veränderungen: Reto Himmel, Group Chief Technology & Operations Officer (Group CTO), ist per 31. März 2009 aus der Konzernleitung ausgetreten, da die Konzernleitungsfunktion des Group CTO aufgehoben wurde. Thomas Buess hat als Group Chief Financial Officer (Group CFO) per 1. August 2009 die Nachfolge von Thomas Müller angetreten, der per 30. Juni 2009 aus der Konzernleitung ausgeschieden ist.

Im Berichtsjahr 2010 sind in der Konzernleitung keine personellen Änderungen erfolgt.

Die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrats setzt sich aus der Grundentschädigung, einer zusätzlichen Entschädigung in bar sowie allenfalls einer variablen Entschädigung in gesperrten Aktien zusammen. Die Grundentschädigung, die zu 80% in bar und zu 20% in gesperrten Aktien der Swiss Life Holding ausgerichtet wird, trägt der Mitgliedschaft im Verwaltungsrat der Swiss Life Holding und ihrer Tochtergesellschaft Swiss Life AG sowie der Mitgliedschaft in den einzelnen Verwaltungsratsausschüssen Rechnung. Die zusätzliche Entschädigung in bar wird in Würdigung von Funktion und Arbeitsbelastung ausgerichtet und vom Verwaltungsrat jährlich festgelegt. Bei gutem Geschäftsgang der Swiss Life-Gruppe kann zudem eine variable Entschädigung in gesperrten Aktien der Swiss Life Holding in der Höhe von maximal 15% der festen Entschädigung ausgerichtet werden, worüber der Verwaltungsrat in Berücksichtigung der Geschäftsergebnisse entscheidet.

Die per Bilanzstichtag amtierenden Verwaltungsratsmitglieder der Swiss Life Holding haben in der Berichtsperiode folgende Entschädigungen bezogen:

Barent-
schädigung in CHF
Anzahl Aktien mit dreijähriger Sperrfrist





Als Teil der
Grund-
entschädigung
Als variable
Entschädigung
für das
Geschäftsjahr 2010
1



Total
Rolf Dörig
960 000 1 970 761 2 731
Gerold Bührer
254 000 297 184 481
Frank Schnewlin
174 000 297 134 431
Volker Bremkamp
126 000 198 96 294
Paul Embrechts
82 000 149 64 213
Carsten Maschmeyer
72 668 131 56 187
Henry Peter
82 000 149 64 213
Peter Quadri
82 000 149 64 213
Franziska Tschudi
92 668 169 72 241
1 Zugeteilt Anfang 2011 mit Wert vom 04.03.2011


Rudolf Kellenberger hat bis zu seinem Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat per Generalversammlung vom 6. Mai 2010 eine Barentschädigung von CHF 54 167 sowie 110 Aktien mit dreijähriger Sperrfrist als Teil der Grundentschädigung bezogen.

Als Präsident des Verwaltungsrats ist Rolf Dörig für die Durchführung seiner beruflichen Vorsorge den Personalvorsorgeeinrichtungen von Swiss Life angeschlossen. Für die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats besteht kein solcher Anschluss; für sie sind keine Vorsorgebeiträge geleistet worden.

Die Entschädigung der Mitglieder der Konzernleitung setzt sich aus dem Grundsalär, gegebenenfalls einem variablen Bonus in bar, anderen Entschädigungen (Kinderzulagen, Dienstaltersgeschenk, Geschäftsfahrzeuge, Prämienbeiträge an die 3. Säule) sowie allenfalls einer variablen Entschädigung in Aktien zusammen. Für die Mitglieder der Konzernleitung besteht zudem als mittel- bzw. langfristige Vergütungskomponente ein Aktienbeteiligungsprogramm, das, wie zuvor dargestellt, nach Ablauf von drei Jahren zum Bezug von Aktien der Swiss Life Holding berechtigt, falls dann die planmässigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Das Salär wird unter Würdigung der funktionsbezogenen Verantwortung sowie der Marktgegebenheiten jährlich vom Verwaltungsrat auf Vorschlag des Nominations- und Entschädigungsausschusses festgelegt.

Der Bonus in bar wird vom Verwaltungsrat in Anwendung der zuvor dargelegten Grundsätze der Entschädigungspolitik gestützt auf den Unternehmenserfolg und die Erreichung der persönlichen Ziele im Rahmen des gruppenweit institutionalisierten Prozesses für die Mitarbeiterbeurteilung (Group Performance System, GPS) festgelegt. Die Höhe des Bonus kann maximal 35% der Gesamtentschädigung betragen («Bonus-Cap») und setzt voraus, dass alle Zielvorgaben deutlich übertroffen werden.

Auf Stufe Konzernleitung hängt die Höhe des Bonus zu 60% direkt vom Unternehmenserfolg ab. Zu den für die Bemessung des Unternehmenserfolgs massgeblichen Key Performance Indicators (KPI) gehören, wie zuvor erwähnt, folgende Kennzahlen: der Jahresgewinn, die Kosten, das Geschäftsvolumen, die Eigenkapitalrendite und die Solvenz sowie die Profitabilität des Bestandes und des Neugeschäftes und die Margenentwicklung. Die Gewichtung der einzelnen KPI wird vom Verwaltungsrat festgelegt. 40% des Bonus sind von der Erreichung der den Mitgliedern der Konzernleitung vorgegebenen persönlichen Ziele abhängig. Einerseits sind diese persönlichen Ziele wiederum mit dem Unternehmenserfolg verknüpft, indem jedes Konzernleitungsmitglied bezogen auf den von ihm geführten Konzernbereich persönliche quantitative Beitragsziele zum Unternehmenserfolg zu erfüllen hat. Andererseits decken die persönlichen Ziele qualitative Aspekte ab, namentlich Projektziele, Risk-Management- und Compliance-Ziele sowie Vorgaben zum Führungsverhalten und zur generellen Unterstützung und Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.

ENTSCHÄDIGUNGEN AN EHEMALIGE ORGANMITGLIEDER — Keine.

AKTIENZUTEILUNG IM BERICHTSJAHR — Ein Teil der Aktien, die den Mitgliedern des Verwaltungsrats in der Berichtsperiode zugeteilt worden sind, bilden Bestandteil der Grundentschädigung, die zu 80% in bar und zu 20% in gesperrten Aktien der Swiss Life Holding ausgerichtet worden ist. Die übrigen Aktien sind aufgrund des guten Geschäftsgangs für das Geschäftsjahr 2010 als variable Entschädigungskomponente in Höhe von 10% der festen Entschädigung Anfang 2011 zugeteilt worden. Alle Aktien unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren.

An die Mitglieder der Konzernleitung wurde für das Geschäftsjahr 2010 keine variable Entschädigung in Aktien ausgerichtet. Sie nehmen, wie dargestellt, am bestehenden Aktienbeteiligungsprogramm teil.

An die Mitglieder des Verwaltungsrats sind für das Geschäftsjahr 2010 die folgende Anzahl Aktien mit dreijähriger Sperrfrist zugeteilt worden:

Verwaltungsrat
5114 Aktien,
wobei diese zu Werten von CHF 95.464, CHF 110.242 und
CHF 132.4921 zugeteilt wurden. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren.
Konzernleitung
Keine
1 Es handelt sich um den ökonomischen Wert unter Berücksichtigung der Sperrfrist, der dem Steuerwert entspricht. Die Aktienkurse (Tagesschlusskurse) bei Zuteilung per 18.06.2010, 15.12.2010 und 04.03.2011 betrugen CHF 113.70, CHF 131.30 und CHF 157.80.


An nahe stehende Personen1 im Sinne des Gesetzes erfolgten keine Aktienzuteilungen.

1 Unter «nahe stehende Personen» werden natürliche und juristische Personen verstanden (im Sinne von Art. 678 OR), welche mit Organmitgliedern in enger persönlicher, wirtschaftlicher, rechtlicher oder tatsächlicher Verbindung stehen. Typischerweise zählen dazu Ehegatten, minderjährige Kinder, von Organpersonen kontrollierte Gesellschaften sowie natürliche oder juristische Personen, welche als Treuhänder für Organmitglieder fungieren.

AKTIENBESITZ — Per Bilanzstichtag vom 31. Dezember 2010 hielten die amtierenden Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung (inklusive ihnen nahe stehender Personen) die folgende Anzahl Namenaktien der Swiss Life Holding:

SLH-Aktien
31.12.2010
Rolf Dörig
35 247
Gerold Bührer
2 782
Frank Schnewlin
485
Volker Bremkamp
1 465
Paul Embrechts
1 094
Carsten Maschmeyer
1 620 861
Henry Peter
2 174
Peter Quadri
1 874
Franziska Tschudi
1 114
Total Verwaltungsrat
1 667 096


SLH-Aktien
31.12.2010
Bruno Pfister
9 068
Ivo Furrer
0
Klaus G. Leyh
53
Charles Relecom
0
Thomas Buess
2 500
Patrick Frost
4 013
Manfred Behrens
698
Total Konzernleitung
16 332


Die Anzahl der den Mitgliedern der Konzernleitung im Rahmen der zuvor beschriebenen Aktienbeteiligungsprogramme zugewiesenen anwartschaftlichen Bezugsrechte auf Aktien der Swiss Life Holding in Form von sogenannten Performance Share Units (PSU), deren Ausübung von der Erreichung qualifizierter Performancekriterien abhängig ist, wird tabellarisch im Anhang zur Jahresrechnung der Swiss Life Holding ausgewiesen.

OPTIONEN — Seit dem Jahr 2003 wurden in der Swiss Life-Gruppe keine Aktienoptionen mehr ausgegeben; es sind keine Optionen mehr ausstehend.

ZUSÄTZLICHE HONORARE UND VERGÜTUNGEN — In der Berichtsperiode wurden an Mitglieder des Verwaltungsrats oder der Konzernleitung keine zusätzlichen Honorare und Vergütungen ausbezahlt.

Die AWD Holding AG und ihre Tochtergesellschafen haben im Berichtsjahr für zugunsten der AWD Gruppe erbrachte Dienstleistungen insgesamt EUR 44 625 an Beratungshonoraren an ein Unternehmen ausbezahlt, an dem das Verwaltungsratsmitglied Carsten Maschmeyer massgeblich beteiligt ist.

DARLEHEN — Per Bilanzstichtag waren gegenüber den Mitgliedern des Verwaltungsrats und gegenüber den Mitgliedern der Konzernleitung keine Darlehen ausstehend:

31.12.2010
Verwaltungsrat
keine
Konzernleitung
keine


AUFWENDUNGEN FÜR DIE BERUFLICHE VORSORGE — Die Angaben zum Vorsorgeaufwand des Unternehmens werden in der konsolidierten Jahresrechnung (Anhänge 24 und 31) sowie im Anhang zur Jahresrechnung der Swiss Life Holding aufgeführt. Aus Gründen der Transparenz wird an dieser Stelle auf folgende Leistungen hingewiesen:

Rolf Dörig ist als Präsident des Verwaltungsrats für die Durchführung seiner beruflichen Vorsorge den Personalvorsorgeeinrichtungen von Swiss Life angeschlossen. Der für Rolf Dörig in der Berichtsperiode als ordentlicher jährlicher Beitrag geleistete Arbeitgeberbeitrag betrug CHF 195656.

Für die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats besteht kein solcher Anschluss an die Personalvorsorgestiftungen von Swiss Life; für sie sind keine Vorsorgebeiträge geleistet worden.

Für Bruno Pfister als Group CEO belief sich der in der Berichtsperiode geleistete ordentliche Arbeitgeberbeitrag auf insgesamt CHF 234220. Dieser Betrag setzt sich aus dem jährlichen Beitrag von CHF 185230 und einer reglementarischen Nachzahlung von CHF 48990 infolge Erhöhung des versicherten Lohnes zusammen.

Die Aufwendungen für die berufliche Vorsorge zugunsten der übrigen Mitglieder der Konzernleitung haben in der Berichtsperiode insgesamt CHF 976910 betragen (ordentliche jährliche Beiträge von CHF 848645 und reglementarische Nachzahlungen von CHF 128265 infolge Erhöhung des versicherten Lohnes).

HÖCHSTE GESAMTENTSCHÄDIGUNG VERWALTUNGSRAT — Rolf Dörig bezog als Präsident des Verwaltungsrats im Jahr 2010 die höchste Gesamtentschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding.

Die Grundentschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrats wird zu 80% in bar und zu 20% in gesperrten Aktien der Swiss Life Holding ausgerichtet. Aufgrund des guten Geschäftsgangs ist den Mitgliedern des Verwaltungsrats für das Geschäftsjahr 2010 Anfang 2011 eine variable Vergütung in gesperrten Aktien in Höhe von 10% der festen Entschädigung zugeteilt worden. Für das Geschäftsjahr 2009 wurde an die Mitglieder des Verwaltungsrats keine variable Entschädigung in Aktien ausgerichtet.

Die im Berichtsjahr an Rolf Dörig ausgerichtete Entschädigung in bar und in Aktien sowie die Aufwendungen für die berufliche Vorsorge beliefen sich auf folgenden Betrag:

In CHF
Entschädigung in bar
960 000
Aktien 1
302 399 2731 Aktien SLH mit dreijähriger Sperrfrist1
Aktienoptionen
keine
Gesamtentschädigung 2010
in bar und Aktien
1 262 399
inklusive jährlicher Vorsorgebeitrag von CHF 195 656
1 458 054
Gesamtentschädigung 2009
in bar und Aktien
1 238 690
inklusive jährlicher Vorsorgebeitrag von CHF 195 656
1 434 346
1 Als Teil der Grundentschädigung sowie als variable Entschädigung in gesperrten Aktien für das Geschäftsjahr 2010, zugeteilt Anfang 2011. Die Zuteilung und Wertbestimmung erfolgte per 18.06.2010, 15.12.2010 und 04.03.2011 unter Berücksichtigung der Sperrfrist von drei Jahren zum ökonomischen Wert von CHF 95.464, CHF 110.42 und CHF 132.492, der dem Steuerwert entspricht. Die Aktienkurse bei Zuteilung betrugen CHF 113.70, CHF 131.30 und CHF 157.80.


HÖCHSTE GESAMTENTSCHÄDIGUNG KONZERNLEITUNG — Bruno Pfister bezog als Group CEO in der Berichtsperiode die höchste Gesamtentschädigung der Mitglieder der Konzernleitung.

Die im Jahr 2010 an Bruno Pfister ausgerichtete Entschädigung in bar und in Aktien sowie die Aufwendungen für die berufliche Vorsorge beliefen sich auf folgenden Betrag:

In CHF
Entschädigung in bar 1
2 485 435
Aktien
keine
Aktienoptionen
keine
Gesamtentschädigung 2010 2
in bar und Aktien
2 485 435
inklusive ordentlicher Vorsorgebeitrag von CHF 234 220 3
2 719 655
Gesamtentschädigung 2009 4
in bar und Aktien
2 178 553
inklusive jährlicher Vorsorgebeitrag von CHF 175 801
2 354 354
1 Inklusive Bonus in bar für das Geschäftsjahr 2010, festgelegt Anfang 2011, in Höhe von CHF 1 200 000 sowie andere Entschädigungen in bar (Kinderzulagen, Geschäftsfahrzeug, Prämienbeitrag).
2 Ohne rechnerischen Wert der im Jahr 2010 zugewiesenen PSU; inkl. des rechnerischen Wertes von CHF 974 870 betrug die Gesamtentschädigung CHF 3 694 525.
3 Jährlicher Beitrag von CHF 185 230 und reglementarische Nachzahlung von CHF 48 990 infolge Erhöhung des versicherten Lohnes.
4 Ohne rechnerischen Wert der im Jahr 2009 zugewiesenen PSU; inkl. des rechnerischen Wertes von CHF 332 930 betrug die Gesamtentschädigung CHF 2 687 284.


Zusätzlich zur Entschädigung in bar und in Aktien sowie als Vorsorgebeitrag sind Bruno Pfister in der Berichtsperiode im Rahmen des auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgerichteten Aktienbeteiligungsprogramms 6500 anwartschaftliche Bezugsrechte in Form von Performance Share Units (PSU) zugewiesen worden, die per 1. April 2013 zum Bezug von Aktien der Swiss Life Holding berechtigen, falls dann die Voraussetzungen erfüllt sind (deferred compensation). Je nach Entwicklung der vorgegebenen zwei Performancekriterien kann sich die Anzahl der PSU um den Faktor 2 erhöhen oder auf 0 reduzieren. Per Zuweisungsdatum vom 1. April 2010 betrug der Fair Value eines PSU CHF 149.98.

Unter Berücksichtigung dieses rechnerischen Wertes der im Jahr 2010 zugewiesenen PSU von insgesamt CHF 974 870 belief sich die Gesamtentschädigung 2010 für Bruno Pfister auf CHF 3 694 525.

Im Jahr 2009 waren an Bruno Pfister 6500 anwartschaftliche Bezugsrechte in Form von PSU zugewiesen worden. Per Zuweisungsdatum vom 1. April 2009 betrug der Fair Value eines PSU CHF 51.22. Unter Berücksichtigung des rechnerischen Wertes der im Jahre 2009 zugewiesen PSU von insgesamt CHF 332 930 belief sich die Gesamtentschädigung 2009 für Bruno Pfister auf CHF 2 687 284.