Umwelt

Swiss Life nimmt ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahr, indem sie natürliche Ressourcen schont und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt leistet. Seit 1998 ist Swiss Life in der Schweiz Mitglied im Energie-Modell Zürich mit der Verpflichtung, die Energieeffizienz in den Betriebsliegenschaften am Standort Zürich bis 2012 jährlich um mindestens 1,5% zu steigern. Das Unternehmen erreichte dieses Ziel auch 2010 und senkte damit nicht nur den Energieverbrauch und die Emissionen, sondern auch die Kosten.

Swiss Life gehört zu jenen elf Unternehmen, die 2008 die Klimastiftung Schweiz gründeten. Sie spendet den Nettogewinn aus der Rückvergütung der CO2-Lenkungsabgabe der gemeinnützigen Stiftung. Mit den Beiträgen aller Partnerfirmen unterstützt die Klimastiftung Schweiz Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Klimaschutz bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

ÖkobilanzEnergieverbrauch und Emissionen sinken — Die Fachstelle für Umweltmanagement von Swiss Life erstellt seit 2006 für Swiss Life in der Schweiz und seit 2008 für die ganze Swiss Life-Gruppe einen jährlichen Umweltdatenbericht. Darin werden nach dem Standard des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Banken, Sparkassen und Versicherungen (VfU) Daten zu Strom, Wärme, Verkehr, Papier, Wasser und Entsorgung erhoben, analysiert und Verbesserungsmassnahmen abgeleitet. Dank den standardisierten VfU-Kennzahlen lassen sich die Daten mit Mitbewerbern vergleichen.

Die Ergebnisse der Swiss Life-Gruppe fallen ermutigend aus. Der Energieverbrauch (Strom und Wärme) ist im Jahr 2009 – die Zahlen für 2010 liegen noch nicht vor – gegenüber dem Vorjahr um rund 1,7 Millionen kWh zurückgegangen. Beim Geschäftsverkehr fand bei gleichbleibendem Kilometeraufwand eine Verlagerung vom Flug- auf den Bahn- und Strassenverkehr statt. Hauptsächlich dank den Verbesserungen in den Kategorien Energie und Verkehr, den grössten Verursachern von Treibhausgas-(THG-)Emissionen, wurde der THG-Ausstoss 2009 um rund 1000 t reduziert. 2009 betrugen die THG-Emissionen insgesamt noch 12 700 t. Für den Bericht des Jahres 2010, der Mitte 2011 erscheint, werden erstmals die Daten sämtlicher Konzernbereiche, auch jene der Tochtergesellschaft AWD, einfliessen.

Ökologischer Fussabdruck — Stetige Verbesserung dank Einsatz von alternativen Energien — Es gibt mehrere Gründe für die verbesserten Umweltkennzahlen: die energetische Optimierung der Betriebsgebäude, der Bezug von ökologisch hochwertigem Strom aus erneuerbaren Energien und ein aktives Umweltmanagement.

Seit 2006 bezieht Swiss Life den Strom in der Schweiz zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen. Damit reduzierte das Unternehmen die THG-Emissionen seither um rund 5650t; es verursacht durch den Stromverbrauch der Betriebsgebäude nahezu keine THG-Emissionen mehr. In Deutschland stammt der Strom seit Januar 2010 ebenfalls vollständig aus erneuerbaren Energiequellen. Damit sind dort die THG-Emissionen um zusätzlich rund 1000t reduziert worden.

2010 wurde die Kühlung des Rechenzentrums von SwissLife in der Schweiz reduziert, wodurch sich 300 000 kWh Strom sparen liessen. Der Stromverbrauch in der Gruppe sinkt seit Jahren kontinuierlich, genauso wie der Frischwasserverbrauch. Swiss Life verwendet teilweise Regenwasser für die sanitären Anlagen, in Zürich wurden wassersparende Armaturen installiert, was 2010 Einsparungen von drei Millionen Litern Wasser gegenüber dem Vorjahr brachte.

Swiss Life in Frankreich lancierte 2010 eine Umweltinformationskampagne über den sparsamen Umgang mit Papier und Büromaterialien. Liegenschaften wurden mit Massnahmen saniert, die über die umweltrelevanten Standards hinausgehen. Die Ländergesellschaft beteiligte sich überdies am Projekt 10:10 der Umweltorganisation Good Planet. Das Projekt beabsichtigt, den CO2-Ausstoss in Unternehmen um 3% pro Jahr zu reduzieren.

Swiss Life in Deutschland nimmt seit 2008 am Klimaschutzprogramm «Ökoprofit» teil. Dank dessen Massnahmen spart sie am Standort München jährlich 91 000 kWh Strom und reduziert die CO2-Emissionen um 58 t. Für ihr aussergewöhnliches Engagement beim betrieblichen Umweltschutz wurde das Unternehmen im Dezember 2010 erneut mit dem Zertifikat «Münchner Ökoprofit- Betrieb 2009/2010» geehrt. AWD realisiert kontinuierlich Verbesserungen und Erneuerungen der technischen Anlagen. Durch zahlreiche Massnahmen konnten seit 2001Einsparungen bei der Energie von über 4,5 Millionen kWh realisiert werden.

Die Swiss Life-Gruppe ist eine der führenden privaten Immobilieneigentümerinnen in der Schweiz. Im Rahmen der Swiss Life-Umweltinitiativen hat sie in den letzten sechs Jahren 10 000 ihrer Mietobjekte mit Erfassungsgeräten zur verbrauchsabhängigen Wasserkostenabrechnung ausgerüstet. 2010 wurden für mehrere Liegenschaften in Zürich Verträge abgeschlossen, um sie mit Seewasser zu heizen und zu kühlen. Bei verschiedenen Sanierungen wird der Einsatz alternativer Energien geprüft.

Erneut beteiligte sich Swiss Life 2010 am Carbon Disclosure Project (CDP), einer unabhängigen Non-Profit-Organisation mit der weltweit grössten Erhebung von Unternehmensinformationen bezüglich Klimawandel. Die gelieferten Daten waren allerdings noch nicht umfassend genug, um im Carbon Disclosure Leaders Index (CDLI) Aufnahme zu finden. Um den Dialog mit den verschiedenen Anspruchsgruppen bezüglich nachhaltiger Unternehmensführung zu verbessern, strebt Swiss Life die Berichterstattung nach dem Standard der Global Reporting Initiative (GRI) auf 2012 an.