AWD — Für das Jahr 2009 resultiert für das Segment AWD ein Verlust von CHF 92 Millionen gegenüber CHF 41 Millionen im Vorjahr. Neben Einmal- und Restrukturierungsaufwendungen ist darin auch der Aufwand für die Amortisation des bei der Übernahme aktivierten Vermögenswerts für die Kundenbeziehungen enthalten. AWD ist seit März 2008 Teil der Berichterstattung der Swiss Life-Gruppe. Demzufolge beinhalten die Vorjahreszahlen die Umsatzerlöse und Kosten von lediglich neun Monaten und sind daher nur beschränkt vergleichbar.

Im Berichtsjahr 2009 erzielte AWD einen Umsatz von EUR 528,7 Millionen, was einem Rückgang um 17% entspricht. Der Umsatz mit fondsgebundenen Produkten ging um 20% zurück, und die Investmentfonds wiesen einen Rückgang um 36% gegenüber dem Vorjahr aus. Einen Umsatzanstieg um 10% im Vergleich zum Vorjahr erzielte AWD mit Lebensversicherungs- und Vorsorgeprodukten. In der privaten Krankenversicherung verbesserte AWD den Umsatz um 11%, bei den Sach- und Unfallversicherungen um 21%.

Erste Erfolge aus Restrukturierungsmassnahmen trugen dazu bei, dass AWD wieder ein positives Betriebsergebnis von EUR 12,6 Millionen erwirtschaftete. Insgesamt EUR 53,7 Millionen an Einmal- und Restrukturierungsaufwendungen fielen im Jahr 2009 im Rahmen der Neuausrichtung an. Der EBIT lag bei EUR –41,1 Millionen (2008: EUR 19,7 Millionen). Ziel der Restrukturierungsmassnahmen ist es, AWD ab dem Jahr 2010 wieder auf einen stabilen und profitablen Wachstumspfad zu bringen.

Im Kernmarkt Deutschland nahm AWD die Zusammenlegung der Backoffices von Horbach und der AWD Deutschland GmbH sowie die Redimensionierung der Holding vor. In Grossbritannien stellten verschärfte Anforderungen der «Retail Distribution Review»-Direktive grosse Herausforderungen an das Management. Die Umsetzung der regulatorischen Erfordernisse sowie die Verschlechterung des Konjunkturumfeldes waren die Hauptgründe für die im November 2008 beschlossene Neuausrichtung von AWD Grossbritannien und die damit verbundene Veräusserung von Geschäftseinheiten. Der Restrukturierungsprozess in Grossbritannien wurde im Jahr 2009 abgeschlossen; die Region ist wieder profitabel. In der Region Österreich wurde das Geschäftsmodell neu ausgerichtet. Das grosse mediale Interesse an Prozessen um die vergangene Vermittlung von Immobilienaktien erschwerte hier das Geschäft. In Rumänien und Kroatien hat AWD den Rückzug beschlossen, da die kritische Grösse nicht erreicht wurde. Die verbleibenden Märkte in der Region CEE sind für AWD weiterhin eine Wachstumsregion; Profitabilität bleibt hier auch in Zukunft Massstab für die weitere Entwicklung.

Ende 2009 hatte die AWD Gruppe 5726 voll ausgebildete und registrierte Finanzberater sowie 2902 Berater in Ausbildung unter Vertrag. Durch den Rückzug aus Rumänien und Kroatien reduzierte sich die Anzahl der Berater zum Jahreswechsel um 384 Personen auf 5342. Im Berichtsjahr wurden 267777 Kunden erneut beraten – eine Steigerung um 8% –, und 173 866 Neukunden konnten gewonnen werden (inkl. Rumänien und Kroatien).

Kennzahlen AWD
Beträge in Mio. CHF 
  20092008+/–
Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen
  7897505.2%
Finanzergebnis
  02n. a.
Übriger Ertrag
  15150.0%
Total Ertrag
  8047674.8%
Zinsaufwand
  –40n. a.
Betriebsaufwand
  –892–80810.4%
Segmentergebnis
  –92–41n. a.
Anzahl Mitarbeitende (Vollzeitstellen)
  1 5541 749–11.1%
Finanzberater 1
  5 3425 937–10.0%
Beratene Kunden 1
  436 380423 1883.1%
1 ohne Rumänien und Kroatien


 
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