2 Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze

Der Halbjahresabschluss wird in Übereinstimmung mit dem Rechnungslegungsstandard IAS 34 «Zwischenberichterstattung» erstellt. Die für die Erstellung des Finanzberichts für das erste Halbjahr angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze stimmen mit denen des Finanzberichts zum 31. Dezember 2008 überein, mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten Änderungen.

Der vorliegende Zwischenabschluss sollte im Zusammenhang mit dem Finanzbericht für 2008 gelesen werden.

Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze | Im März 2007 veröffentlichte das International Accounting Standards Board eine überarbeitete Fassung von IAS 23 «Fremdkapitalkosten». Diese beinhaltet die Aufhebung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten direkt als Aufwand zu erfassen, wenn diese im Zusammenhang mit Vermögenswerten stehen, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Der überarbeitete Standard wird auf Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten angewendet, die mit Anfangszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2009 aktiviert werden. Er hat keine Auswirkungen auf die Swiss Life-Gruppe, denn gemäss den von ihr angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen werden Fremdkapitalkosten, die direkt der Herstellung, Bau oder dem Erwerb eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, bereits als Teil der Kosten dieses Vermögenswerts aktiviert.

Im September 2007 veröffentlichte das International Accounting Standards Board eine überarbeitete Fassung von IAS 1 «Darstellung des Abschlusses». Gemäss dem überarbeiteten Standard kann die Darstellung der Aufwand- und Ertragsposten sowie der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen wahlweise in einer einzigen Aufstellung erfolgen oder in zwei separaten Aufstellungen (Erfolgsrechnung sowie Aufstellung über die ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen). Des Weiteren soll er dazu dienen, dass der Leser in seiner Eigenschaft als Anteilseigner Veränderungen des Eigenkapitals, die aus Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern resultieren (z. B. Dividenden), getrennt von solchen mit Nicht-Anteilseignern (z. B. Transaktionen mit Dritten) analysieren kann. Der überarbeitete Standard tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe veröffentlicht zwei separate Aufstellungen: eine Erfolgsrechnung sowie eine Aufstellung über die ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen.

Im Rahmen des Projekts, das jährliche Verbesserungen vorsieht, veröffentlichte das International Accounting Standards Board im Mai 2008 eine Änderung an IAS 40 «Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien» und eine damit zusammenhängende Änderung an IAS 16 «Sachanlagen». Liegenschaften, die sich im Bau befinden oder geplant werden, um in Zukunft als Investitionsliegenschaften verwendet zu werden, fallen in den Anwendungsbereich von IAS 40. Da die Swiss Life-Gruppe für Investitionsliegenschaften das Fair-Value-Modell anwendet, werden solche Liegenschaften zum Fair Value bewertet. Lässt sich der Fair Value von im Bau befindlichen Investitionsliegenschaften nicht zuverlässig bestimmen, werden sie – je nachdem, was eher zutrifft – entweder bis zum Zeitpunkt, an dem der Bau abgeschlossen ist, oder bis zum Zeitpunkt, an dem sich der Fair Value zuverlässig bestimmen lässt, zu Anschaffungskosten bewertet. Die Änderungen treten für die am 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Sie führten zu einer Umgliederung von Sachanlagen in Höhe von CHF 92 Millionen zu Investitionsliegenschaften per 1. Januar 2009.

Im März 2009 stellte das International Accounting Standards Board die bilanzielle Behandlung von eingebetteten Derivaten bei Umgliederung von Finanzinstrumenten klar. IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate» und IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung» wurden wie folgt angepasst: Bei der Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten aus der Kategorie «erfolgswirksam zum Fair Value» müssen alle eingebetteten Derivate neu beurteilt werden. Falls erforderlich, werden eingebettete Derivate auch separat erfasst. Die Änderungen treten rückwirkend für die am oder nach dem 30. Juni 2009 endenden Geschäftsjahre in Kraft. Da die Swiss Life-Gruppe keine finanziellen Vermögenswerte aus der Kategorie «erfolgswirksam zum Fair Value» umgegliedert hat, sind die Änderungen für sie irrelevant.

Im März 2009 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen an IFRS 7 «Finanzinstrumente: Angaben». Die Änderungen sehen erweiterte Angaben über Bewertungen zum Fair Value und das Liquiditätsrisiko vor. Vor allem wird klargestellt, dass die bestehenden Angaben nach IFRS 7 zum Fair Value für jede Klasse von Finanzinstrumenten gesondert vorgenommen werden müssen. Für die Bewertung zum Fair Value wird folgende dreistufige Hierarchie eingeführt: Stufe 1 – quotierte Preise; Stufe 2 – für die Bemessung des Fair Values beobachtbare Inputfaktoren; Stufe 3 – Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. Des Weiteren soll eine Fälligkeitsaufstellung für derivative Finanzverbindlichkeiten erfolgen. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Jedoch ist das Unternehmen nicht dazu verpflichtet, im ersten Anwendungsjahr die Vergleichbarkeit der Informationen zu gewährleisten. Die Swiss Life-Gruppe wird diese Offenlegungsvorschriften erstmals für das Geschäftsjahr 2009 umsetzen.

Folgende Änderungen zu den Standards und neue Interpretationen sind für das am 1. Januar 2009 beginnende Geschäftsjahr obligatorisch anzuwenden. Für die Swiss Life-Gruppe sind sie jedoch zurzeit bedeutungslos.

IFRIC 13 «Kundenbindungsprogramme»

IFRS 2 «Anteilsbasierte Vergütung» – Änderungen hinsichtlich Ausübungsbedingungen und Annullierungen

IAS 1 «Darstellung des Abschlusses» und IAS 32 «Finanzinstrumente: Darstellung» – Änderungen hinsichtlich kündbarer Instrumente und bei Liquidation entstehender Verpflichtungen

IFRIC 15 «Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien»

IFRIC 16 «Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb»

Die im Mai 2008 veröffentlichten jährlichen Verbesserungen an IFRS, mit Ausnahme der oben beschriebenen Änderung an IAS 40 «Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien» und IAS 16 «Sachanlagen».

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | Transaktionen mit Tochterunternehmen wurden bei der Konsolidierung eliminiert. In der Berichtsperiode erfolgten keine nennenswerten Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen.

Funktionale und Darstellungswährung | Die Posten im Finanzbericht werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem die Konzerngesellschaften tätig sind (funktionale Währung). Die Darstellungswährung der Gruppe ist der Schweizer Franken (CHF). Der Konzernabschluss ist in Millionen Franken dargestellt.

Umrechnungskurse Fremdwährungen

  DurchschnittDurchschnitt
  30.06.200931.12.2008HJ 2009HJ 2008
1 britisches Pfund (GBP)  1.79271.54131.68412.0745
1 kroatische Kuna (HRK)  0.20990.20360.20430.2212
1 tschechische Krone (CZK)  0.05880.05620.05570.0639
1 Euro (EUR)  1.52551.49151.50611.6060
100 ungarische Forint (HUF)  0.55980.56250.52200.6350
100 polnische Zloty (PLN)  33.960035.940033.817046.0960
1 neuer rumänischer Leu (RON)  0.36290.37320.35740.4395
1 Singapur-Dollar (SGD)  0.74680.73450.75700.7569
1 slowakische Krone (SKK)  n.a.0.0495n.a.0.0500
1 US-Dollar (USD)  1.07991.06081.12931.0506


 
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