Die Swiss Life-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2009 im fortgeführten Geschäft einen Gewinn von CHF 172 Millionen erzielt (+13%). Der Reingewinn belief sich auf CHF 139 Millionen. Dieser wurde im Zusammenhang mit dem Verkauf der Banca del Gottardo mit CHF 33 Millionen belastet. Der in der Vorjahresperiode ausgewiesene Reingewinn von CHF 1,6 Milliarden enthielt die ausserordentlichen Gewinne in Höhe von CHF 1,5 Milliarden aus den Verkäufen des niederländischen und des belgischen Versicherungsgeschäfts sowie der Banca del Gottardo.

POSITIVES ERGEBNIS IN SCHWIERIGEM MARKTUMFELD | Der Betriebsgewinn belief sich auf CHF 251 Millionen (+11%). Das Versicherungsgeschäft trug dazu CHF 280 Millionen bei (+28%).

In der Schweiz konnte nach dem Verlust im gesamten Geschäftsjahr 2008 wieder ein Gewinn erzielt werden. Dieser fiel trotz höheren Überschusszuweisungen dank dem deutlich verbesserten Finanzergebnis und Kostensenkungen mit CHF 193 Millionen um 61% höher aus als in der Vergleichsperiode. Auch das Segmentergebnis in Deutschland konnte auf CHF 31 Millionen gesteigert werden (+63%), während in Frankreich ein um 30% tieferes Segmentergebnis von CHF 70 Millionen erzielt wurde. Das Ergebnis für das Segment übriges Versicherungsgeschäft (CHF –14 Millionen; +33%) hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dieses widerspiegelt die gezielten Investitionen in die Wachstumsmärkte des grenzüberschreitenden Geschäfts.

Das Ergebnis im Segment Investment Management ging hauptsächlich aufgrund der tieferen Kommissionen infolge des Rückgangs der verwalteten Vermögen sowie Projektkosten auf CHF 35 Millionen (–27%) zurück.

Bei der AWD Gruppe resultierte ein Segmentverlust von CHF 28 Millionen. Die AWD Gruppe erlitt infolge von Umsatzeinbussen in allen Märkten sowie Restrukturierungsaufwendungen auf Holdingstufe und in Österreich einen operativen Verlust von EUR 10 Millionen (Vorjahr: operativer Gewinn EUR 27 Millionen). Die Zusammenarbeit zwischen Swiss Life und AWD entwickelte sich weiterhin sehr positiv: In Deutschland konnte das über AWD generierte Prämienvolumen um über einen Drittel erhöht werden.

ERFREULICHES PRÄMIENWACHSTUM BEI NICHT TRADITIONELLEN PRODUKTEN | Die Swiss Life-Gruppe erzielte Bruttoprämieneinnahmen, Policengebühren und Einlagen aus Versicherungs- und Kapitalanlageverträgen in Höhe von CHF 10,4 Milliarden, was bereinigt um Währungs- und Sondereffekte einem Wachstum von 7% entspricht. Das Resultat wurde insbesondere aufgrund des positiven Wachstums bei den innovativen Vorsorgeprodukten erzielt.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Swiss Life in der Schweiz einen Prämienrückgang von 10% auf CHF 5,3 Milliarden. Korrigiert um Sondereffekte betrug der Rückgang nur 2%, was im Rahmen der Marktentwicklung liegt. Der Rückgang stammt hauptsächlich aus dem Kollektivgeschäft, während in der Einzelversicherung das Niveau der Vorjahresperiode gehalten werden konnte. In Frankreich erwirtschaftete Swiss Life in den ersten sechs Monaten Prämieneinnahmen von CHF 2,5 Milliarden, was in lokaler Währung und bereinigt um Sondereffekte einem Rückgang von 1% entspricht. Der Hauptgrund liegt darin, dass Swiss Life den Wettbewerb im Bereich der kurzfristigen Zinsversprechen aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht mitmachte. Im Krankenversicherungsgeschäft konnte Swiss Life die Prämieneinnahmen um 5% steigern. In Deutschland ist das Prämienvolumen um 7% auf rund CHF 971 Millionen gestiegen (+14% in lokaler Währung). Sowohl im Einmalprämiengeschäft als auch bei den laufenden Prämien – insbesondere in der Berufsunfähigkeitsvorsorge – wurden in Deutschland überdurchschnittliche Markterfolge erzielt. Dank der Qualifikation zum «Best-Select-Partner» von AWD in mehreren Produktgruppen konnte die Neugeschäftsproduktion markant gesteigert werden. Im Segment übriges Versicherungsgeschäft konnten die Prämieneinnahmen im ersten Halbjahr um 70% auf CHF 1,6 Milliarden gesteigert werden. Dazu beigetragen hat insbesondere das globale Geschäft für vermögende Privatkunden (Private Placement Life Insurance), bei dem ein Prämienwachstum von 80% auf CHF 1,4 Milliarden verzeichnet werden konnte.

Der Wert des Neugeschäfts nach MCEV-Methode belief sich auf CHF 76 Millionen bei einer Marge von 1,2%.

ANLAGEERGEBNIS DEUTLICH GESTEIGERT | Die im zweiten Halbjahr 2008 vorgenommenen Anpassungen der Anlagestruktur auf das geänderte Marktumfeld und die Reduktion der Bilanzrisiken haben sich auch im ersten Halbjahr 2009 bewährt. Swiss Life erzielte in der Berichtsperiode eine direkte Anlagerendite im Versicherungsgeschäft von 1,9% (Vorjahr: 2,1%). Absicherungskosten und Wertberichtigungen führten zu einem geringen Kapitalverlust von netto CHF 49 Millionen (Vorjahr: CHF 1,2 Milliarden). Damit verbesserte sich die Nettoanlagerendite auf dem Versicherungsportefeuille trotz einem sehr hohen Liquiditätsbestand von 1,0% im Vorjahr auf 1,8%.

RÜCKGANG BEI OPERATIVEN KOSTEN DURCH STRIKTES KOSTENMANAGEMENT | Die Versicherungsleistungen und Veränderungen der technischen Rückstellungen reduzierten sich um 12% auf CHF 7,4 Milliarden. Die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer konnte dank dem gegenüber der Vorjahresperiode deutlich besseren Finanzergebnis von CHF 77 Millionen auf CHF 651 Millionen erhöht werden. Die bereinigten operativen Kosten wurden um 3% auf CHF 688 Millionen gesenkt, wozu die Schweiz mit einem Kostenfortschritt von 8% beigetragen hat.

KAPITALBASIS UND EIGENKAPITAL STABIL | Die versicherungstechnischen Rückstellungen erhöhten sich im ersten Halbjahr um 4% (+3% in lokaler Währung) auf CHF 118 Milliarden. Die von der Swiss Life-Gruppe kontrollierten Vermögenswerte beliefen sich per 30. Juni 2009 auf CHF 139 Milliarden (+4%). Ebenfalls erhöhte sich das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital im Vergleich zum Jahresende um 2% auf CHF 6,8 Milliarden. Die IFRS-Gruppensolvabilität per 30. Juni 2009 blieb mit 155% im Rahmen des Vorjahres (Ende 2008: 158%). Die statutarische Solvenz erhöhte sich seit Ende 2008 von 176% auf 190%. Damit verfügt Swiss Life nach wie vor über eine solide Kapitalbasis.

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