Segmentberichterstattung | Swiss Life berichtet im Versicherungsgeschäft nach Ländern. Dazu kommen die Segmente Investment Management und neu AWD. Die 2008 verkauften Bereiche im Versicherungs- und Bankgeschäft werden separat ausgewiesen. Die negative Entwicklung an den Finanzmärkten führte in den fortgeführten Segmenten insgesamt zu einem Verlust in Höhe von CHF 726 Millionen.

Aufgrund der im November 2007 angekündigten Verkäufe des Versicherungsgeschäfts in den Niederlanden und in Belgien sowie der Banca del Gottardo passte Swiss Life im vergangenen Jahr ihre Berichterstattung den neuen Gegebenheiten an. Das fortgeführte Versicherungsgeschäft wird unterteilt nach Ländern ausgewiesen: Schweiz, Frankreich, Deutschland und Übrige. Unter Übrige sind die Ergebnisse der Gesellschaften in Liechtenstein und Luxemburg zusammengefasst. Dazu kommen das Segment Investment Management sowie das Segment Übrige, das die Finanzierungs- und Holdinggesellschaften umfasst. Aufgrund der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der AWD Gruppe wird das Geschäft von AWD seit Ende März 2008 voll konsolidiert und als neues Segment ausgewiesen. Über die verkauften Bereiche wird im Rahmen der Segmentberichterstattung im Finanzbericht separat berichtet. Bis zum Abschluss der jeweiligen Transaktion wurden die Einheiten voll konsolidiert. Für das niederländische und das belgische Geschäft war dies der 29. April 2008, für die Banca del Gottardo der 7. März 2008.

Beim fortgeführten Geschäft resultierte im Jahr 2008 aufgrund der hohen Wertverluste auf Kapitalanlagen infolge der Finanzmarktkrise ein Segmentverlust in Höhe von CHF 726 Millionen. Während das Segment Investment Management mit CHF 94 Millionen ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielen konnte, gingen die Ergebnisse in allen anderen Segmenten zurück. Von den Verwerfungen an den Finanzmärkten am stärksten betroffen war das Versicherungsgeschäft in der Schweiz, wo trotz den Fortschritten bei der Umsetzung der Strategie ein Segmentverlust von CHF 748 Millionen verzeichnet werden musste. Auch im Segment AWD resultierte ein Verlust. Neben dem Rückgang des operativen Gewinns im Zusammenhang mit der Krise und aufgrund von Investitionen in die künftige Positionierung des Unternehmens waren dafür hauptsächlich die Restrukturierungskosten für die Fokussierung des Geschäfts in Grossbritannien in Höhe von rund CHF 40 Millionen verantwortlich.

Die Brutto-Prämieneinnahmen im fortgeführten Geschäft beliefen sich auf CHF 18,5 Milliarden. Ohne die Berücksichtigung der 2007 verkauften ERISA-Gesellschaften bei den Brutto-Prämieneinnahmen in Frankreich entspricht das 2008 erzielte Prämienvolumen einem Rückgang von 4% gegenüber dem Vorjahr.

Bei den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen ergab sich aufgrund der Veräusserungsgewinne ein Ergebnis in Höhe von CHF 1099 Millionen im Segment Versicherungsgeschäft und von CHF 595 Millionen im Segment Bankgeschäft.