RISIKOBUDGETIERUNG | Der Risikobudgetierungsprozess stellt für jede Versicherungseinheit innerhalb der Swiss Life-Gruppe die Risikofähigkeit fest, die als Grundlage zur Bestimmung der Risikoneigung dient. Diese ist wiederum eng verknüpft mit der Planung der zukünftigen Erträge aus dem Versicherungs- und Anlagegeschäft. Aufgrund der Risikoneigung werden in den einzelnen Einheiten Risikokapitallimiten für die eingegangenen Markt- und Kreditrisiken bestimmt. Die Marktrisiken werden weiter unterteilt in Limiten für Aktien, Zinsen und Währungen. Die Kontrolle der Einhaltung dieser Limiten wird in den Einheiten auf monatlicher Basis vorgenommen und basiert auf einem gruppenweit einheitlichen System, so dass Swiss Life jederzeit über eine konsolidierte Risikoeinschätzung verfügt.

Neben der Steuerung und Kontrolle in den einzelnen Geschäftseinheiten werden die Risiken auf Gruppenstufe konsolidiert und gesamthaft beurteilt. Bei der Bewertung spielen auch externe Anforderungen der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen eine zentrale Rolle. Aus diesen Anforderungen können sich Einschränkungen bezüglich der Anlagestrategie in den einzelnen Einheiten ergeben.

Im dritten und vierten Quartal 2008 intensivierte Swiss Life aufgrund der sehr volatilen Finanzmärkte die Überwachung und Steuerung ihrer Risiken. Die Werte der Anlagen wurden auf täglicher Basis ermittelt oder, wo nicht anders möglich, geschätzt. Der Risikoappetit wurde reduziert, was zu einer entsprechenden Reduktion der Risikokapitallimiten führte. Als Resultat verringerte das Unternehmen die vorher schon reduzierten Risiken auf der Anlageseite, insbesondere bei Aktien, Hedge Funds und Währungen, zusätzlich.

Qualität und Sicherheit