regulatorische anforderungen | Nach mehrjähriger Vorbereitung hat am 1. Januar 2009 die neue Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) ihre operative Tätigkeit aufgenommen. In der FINMA werden das Bundesamt für Privatversicherungen BPV, die Eidgenössische Bankenkommission EBK und die Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei Kst GwG zusammengeführt.

Zum Schutz der Versicherten vor den Folgen von Insolvenz oder Missbrauch operiert die FINMA auf der Basis der Integrierten Versicherungsaufsicht. Kernelement dieses Ansatzes ist der Schweizer Solvenztest (SST), welcher der Ermittlung der ökonomischen Risikoexposition und Risikofähigkeit dient. Nach einer fünfjährigen Übergangsphase wird die Solvabilität nach SST ab 1. Januar 2011 für alle Schweizer Versicherungsunternehmen verbindlich. Als Ergänzung zu diesem quantitativen Ansatz steht der FINMA das sogenannte Swiss Quality Assessment (SQA) zur Verfügung. Dazu gehören auch die entsprechenden Bestimmungen zu Corporate Governance, Risikomanagement sowie zum Internen Kontrollsystem. Daneben finden sich weiterhin verschiedene traditionelle Instrumente wie zum Beispiel die Solvabilität I oder das gebundene Vermögen.

Zur Festigung der risikobasierten Solvabilität nach SST hat Swiss Life im Lauf des Geschäftsjahrs entsprechende Massnahmen ergriffen. Dazu gehören unter anderem die Reduktion der Aktienquote und der Hedge-Fund-Investitionen, aber auch das Ergreifen verschiedener Absicherungsmassnahmen. Die Einstellung des Aktienrückkaufprogramms wirkte sich zudem stabilisierend auf die Solvabilität I auf Gruppenstufe aus. Eine tiefere Dividende als die ursprünglich in Aussicht gestellte trägt ebenfalls zur Kräftigung der Gruppen-Solvabilität bei.

Auch die Europäische Union (EU) verfolgt mit dem Projekt Solvency II das Ziel einer risikobasierten Solvenzaufsicht. Die Europäische Kommission veröffentlichte am 10. Juli 2007 einen ersten Entwurf der entsprechenden Richtlinie. Am 26. Februar 2008 folgte eine überarbeitete Version. Nach heutigem Kenntnisstand dürfte Solvency II jedoch frühestens im Laufe des Jahrs 2013 operativ umgesetzt werden. Für Swiss Life als nicht in der EU beheimateten Versicherer sind die entsprechenden Regeln zur Behandlung von Drittstaaten sehr wichtig. Die Rahmendirektive sieht zudem eine modernisierte Gruppenaufsicht vor. Kernpunkt dabei ist das Äquivalenzprinzip. Die Schweizer Versicherungswirtschaft setzt sich dafür ein, dass dieses Prinzip für alle Versicherungen gleiche Wettbewerbsbedingungen schafft, und zwar unabhängig vom Standort ihres Firmensitzes.

Qualität und Sicherheit
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