Versicherungstechnische Risiken | Im Bereich der versicherungstechnischen Risiken gilt es sowohl biometrische Risiken (Sterblichkeit, Langlebigkeit und Invalidität) wie auch Unsicherheiten im Kundenverhalten (Rückkaufsquoten und Kapitaloptionen) zu berücksichtigen.

Die versicherungstechnischen Parameter wie Sterblichkeits-, Invaliditäts- oder Stornoraten werden aus firmeninternen Erfahrungsdaten und teilweise auch basierend auf externen Statistiken bestimmt. Diese Parameter sind die Grundlage für die Tarifierung der Produkte und die Bewertung von Versichertenbeständen. Zurzeit liegt ein besonderes Augenmerk auf der künftigen Entwicklung der Lebenserwartung, die für Rentenprodukte und insbesondere für das Geschäft mit der beruflichen Vorsorge in der Schweiz eine grosse Herausforderung darstellt. Da die Parameter für die Bewertung von zukünftigem Geschäft auf historischen Informationen basieren, entsteht ein Parameterrisiko. Um dieses Risiko beurteilen zu können, wird in verschiedenen Sensitivitätsanalysen bewusst vom bestmöglichen Schätzwert der biometrischen Parameter abgewichen, um so deren Einfluss auf die Bewertungen abzuschätzen. Zusätzlich werden Extremszenarien und ihre Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten simuliert. Eine Pandemie, zum Beispiel, wird nicht nur dadurch modelliert, dass die versicherungstechnischen Parameter entsprechend ausgelenkt werden, sondern auch unter Berücksichtigung ihrer möglichen Einflüsse auf die Kapitalmärkte. Aus diesen Überlegungen lässt sich das benötigte Kapital für das versicherungstechnische Risiko bestimmen.