Das Kerngeschäft der Gruppe ist das Lebensversicherungs- und Vorsorgegeschäft. Ein Lebensversicherungs- und Vorsorgevertrag stellt eine langfristige Zusage gegenüber dem Versicherungsnehmer dar. Um ihre künftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern zu erfüllen, müssen die Versicherungsgesellschaften der Gruppe über einen langen Zeitraum hinweg finanziell stabil sein. Ob sie in der Lage sind, finanziell gesund und stark zu bleiben, hängt von verschiedenen Risikofaktoren ab. Das Risikospektrum der Gruppe lässt sich in erster Linie in finanzielle, versicherungsbezogene, strategische und operationelle Risiken unterteilen. Jede dieser Risikokategorien kann Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität der Gruppe haben.

Risiken müssen vor Ort erkannt, beurteilt, bewältigt und überwacht werden. Auf konsolidierter Basis werden halbjährliche Berichte über das Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Währungs-, Ausfall- und Versicherungsrisiko erstellt. Darüber hinaus wird für die grössten Bereiche des Versicherungsgeschäfts monatlich über Marktrisiken und finanzielle Risikolimiten berichtet. Strategische und operationelle Risiken werden jährlich beurteilt und ausgewiesen.

Die Risikobereitschaft der grössten Bereiche des Versicherungsgeschäfts wird mit Hilfe lokaler Risikobudgets definiert, die als Grundlage für die Festlegung der einzelnen Risikolimiten benutzt werden. Diese Limiten dienen als Rahmen für das Asset and Liability Management, dessen Ziel darin besteht, eine strategische Asset Allocation und ein Verteilungssystem für alle Anspruchsgruppen festzulegen.

Risikomanagement-Funktionen werden auf mehreren Ebenen von verschiedenen Gremien der Swiss Life-Gruppe wahrgenommen, zum Beispiel durch den Anlage- und Risikoausschuss auf der Ebene des Verwaltungsrats der Swiss Life-Gruppe und das Group Risk Committee auf der Ebene der Konzernleitung der Swiss Life-Gruppe. Die Risikomanagement-Funktionen auf Ebene der einzelnen Geschäftsfelder der Swiss Life-Gruppe sind entsprechend organisiert.

Das Group Risk Management erstellt einen konsolidierten Risikobericht, in dem die Hauptelemente des Risikomanagements der Geschäftsfelder der Swiss Life-Gruppe zusammengefasst sind.

Nachstehend wird zunächst der Prozess der Risikobudgetierung und des Asset and Liability Management dargestellt. Anschliessend wird ausführlich auf die wichtigsten Risikokategorien eingegangen, mit denen die Swiss Life-Gruppe konfrontiert ist.


5.1 Verträge auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Die Vermögenswerte im Zusammenhang mit bestimmten Lebensversicherungs- und Kapitalanlageverträgen werden auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe verwaltet (Separate-Account-Verträge, fondsgebundene Verträge und Private Placement Life Insurance). Diese Vermögenswerte werden ausgesondert und gemäss den spezifischen Anlagezielen der Versicherungsnehmer verwaltet. Mit diesen Vermögenswerten werden die Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und die finanziellen Verbindlichkeiten unterlegt, die sich aus den genannten Verträgen ergeben. Der Fair Value der Verbindlichkeiten spiegelt den Fair Value der Vermögenswerte wider. Bestimmte Verträge mit Merkmalen einer Fondsbindung enthalten garantierte Mindestversicherungsleistungen. Die Verbindlichkeiten, die mit diesem Teil im Zusammenhang stehen, sind in den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft enthalten.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen bzw. fondsgebundenen Verträgen und im Zusammenhang mit Private Placement Life Insurance sind von den Erwägungen der Swiss Life-Gruppe zum Management finanzieller Risiken generell ausgeschlossen, soweit die Risiken von den Kunden getragen werden.

Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Mio. CHFAnhang  31.12.200831.12.2007
Flüssige Mittel  1 2871 818
Derivate10  660
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte 
Zinsinstrumente11  3 1202 825
Aktien11  8051 794
Anlagefondsanteile11  5 7237 028
Übrige11  1 4842 049
Total Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe  12 42515 574


VERBINDLICHKEITEN AUF RECHNUNG UND RISIKO VON KUNDEN DER SWISS LIFE-GRUPPE

Mio. CHFAnhang  31.12.200831.12.2007
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten11  9 72711 042
Derivate10  0
Kapitalanlageverträge20  1 7253 567
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft23  952931
Total Verbindlichkeiten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe  12 40415 540


Das Finanzergebnis für die auf den 31. Dezember abgeschlossenen Geschäftsjahre auf Rechnung und Risiko der Swiss Life-Gruppe sowie auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe stellte sich wie folgt dar:

Mio. CHF  200820072008200720082007
 
Auf Rech-
nung und
Risiko der
Swiss Life-
Gruppe

Auf Rech-
nung und
Risiko der
Swiss Life-
Gruppe
Auf Rech-
nung und
Risiko von
Kunden der
Swiss Life-
Gruppe
Auf Rech-
nung und
Risiko von
Kunden der
Swiss Life-
Gruppe





Total





Total
Ertrag aus Kapitalanlagen  4 5634 87804 5634 878
Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)  –6 010–5–6 010–5
Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewerteten Finanzinstrumenten (netto)   1 790 –229 63 50 1 853 –179
Gewinne/Verluste auf Investitionsliegenschaften (netto)  194229194229
Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen  –14912–14912
Finanzergebnis  3884 88563504514 935
 
Das Finanzergebnis auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe besteht aus        
Gewinnen/Verlusten auf erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewerteten finanziellen Vermögenswerten (netto)     –3 060 722  
Gewinnen/Verlusten auf erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (netto)     3 123 –672  



5.2 Budgetierung von Risiken und Festlegung von Limiten

Risikofähigkeit und Risikobereitschaft in der Versicherungstätigkeit der Swiss Life-Gruppe werden primär anhand wirtschaftlicher Prinzipien festgelegt. Daher werden die Marktwerte oder bestmöglichen Schätzungen sowohl von Vermögenswerten als auch von Verbindlichkeiten ermittelt, indem die von diesen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten generierten Mittelflüsse mit einem angemessenen Diskontsatz abgezinst werden. Das verfügbare Risikokapital entspricht der positiven Differenz zwischen dem wirtschaftlichen Wert der Vermögenswerte und demjenigen der Verbindlichkeiten. Das verfügbare Risikokapital dient zur Deckung der verschiedenen Risiken, mit denen die Swiss Life-Gruppe in ihrer Versicherungstätigkeit konfrontiert ist. Die letzte Entscheidung über die Risikobereitschaft der einzelnen Versicherungsbereiche liegt bei der Konzernleitung.

Zur Steuerung und Begrenzung der eingegangenen Risiken werden Risikolimiten und Limiten für das Exposure festgelegt. Diese Limitensysteme und -prozesse werden so gewählt, dass die Sublimiten nicht gleichzeitig voll zum Tragen kommen.

Diese Limiten betreffen vor allem das allgemeine Marktrisiko, das Ausfallrisiko und insbesondere das Zinsänderungsrisiko sowie das Währungs- und Aktienkursrisiko.


5.3 Asset and Liability Management (ALM)

Der ALM-Prozess soll in erster Linie sicherstellen, dass die Versicherungsbereiche der Swiss Life-Gruppe ihre Zusagen gegenüber Versicherungsnehmern jederzeit erfüllen können und dass gleichzeitig die Aktionäre angemessen für die Bereitstellung von Risikokapital entschädigt werden. Auf der Grundlage der ökonomischen Prinzipien des Risikomanagements sowie der im Rahmen der Risikobudgetierung festgelegten Risikobereitschaft umfasst das ALM folgende Hauptaktivitäten: strategische Asset Allocation und Ausschüttungspolitik für die Erträge aus den Kapitalanlagen.

Der ALM-Prozess wird auf Gruppenebene zentral koordiniert durch lokale Asset and Liability Management Committees, die mit Vertretern des lokalen höheren Kaders besetzt sind, sowie durch Vertreter der Gruppenebene. Für die Umsetzung der Entscheidungen sind die Einheiten vor Ort verantwortlich. Der Prozess erfordert die Beteiligung der zuständigen Investment-Management-, Finanz-, Aktuariats- und Risikofunktionen.

Berücksichtigung externer Beschränkungen | Neben der rein ökonomischen Sicht sind im ALM-Prozess auch andere Aspekte zu berücksichtigen, zum Beispiel aufsichtsrechtliche Anforderungen wie die gesetzliche Mindestausschüttungsquote («Legal Quote»), der Finanzierungsgrad, die Solvabilität, lokale Rechnungslegungsvorschriften und International Financial Reporting Standards, Liquiditätsbedarf und angestrebte Ratings. Einige dieser Gesichtspunkte können zu Ergebnissen führen, die mit dem ökonomischen Ansatz nicht in Einklang stehen, aber dennoch zu berücksichtigen sind.

Je nach aufsichtsrechtlichem Rahmen für die Versicherungstätigkeit der Swiss Life-Gruppe sind die Vermögensportfolios gegebenenfalls entsprechend den verschiedenen Kategorien von Versicherungsprodukten aufzuteilen. Die Vermögensportfolios der Versicherungsbereiche in der Schweiz wurden zwischen Einzel- und Kollektiv-Lebensversicherung aufgeteilt. Daher spiegelt sich diese Aufteilung auch im ALM-Prozess wider.

Strategische Asset Allocation | Die strategische Asset Allocation ist die Hauptaufgabe des ALM-Prozesses. Sie dient der effizienten Allokation des Risikokapitals, d. h. dazu, die Erträge aus dem Vermögensportfolio für das im Rahmen der Risikobudgetierung definierte verfügbare Risikokapital zu optimieren, wobei alle bekannten Einschränkungen zu berücksichtigen sind.

Höhe und Zeitpunkt der Zahlungen stehen bei den meisten Verbindlichkeiten weitgehend fest und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmässig überprüft. Die entsprechenden Vermögensportfolios bestehen überwiegend aus festverzinslichen Instrumenten. Auf diese Weise werden die Auswirkungen von Zinsschwankungen und der Einsatz von Risikokapital strategisch unter dem Gesichtspunkt Risiko/Rendite optimiert, und es ist sichergestellt, dass die Versicherungsnehmer die zugesagten Leistungen erhalten. Versicherungsnehmer profitieren von den sich hieraus ergebenden Anlageerträgen in Form einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung, während Aktionäre von einer Wertsteigerung ihrer Investition in die Swiss Life-Gruppe profitieren.

Die strategische Asset Allocation wird daher anhand der individuell bestehenden Zusagen und der Risikofähigkeit der Versicherungsbereiche der Swiss Life-Gruppe festgelegt. Die strategische Asset Allocation wird mindestens einmal jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Der ALM-Prozess wurde in allen relevanten Versicherungsbereichen der Swiss Life-Gruppe angewandt.

Ausschüttungspolitik | Die Ausschüttungspolitik strebt nach einem Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen. Die Versicherungsnehmer bevorzugen eine garantierte Mindestverzinsung in Verbindung mit einer regelmässigen und adäquaten ermessensabhängigen Überschussbeteiligung, während die Aktionäre mehr Wert auf angemessene Erträge im Verhältnis zu dem von ihnen getragenen Risiko legen. Es wurden interne Richtlinien formuliert, welche die Grundsätze für die Zuweisung von Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer im Hinblick auf Jahres- und Schlussüberschussbeteiligungen festlegen. Für die Swiss Life-Gruppe liegt der Schwerpunkt auf der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und dem Ausgleich zwischen den Erwartungen von Versicherungsnehmern und Aktionären.

Bei der Festlegung der Ausschüttungspolitik sind externe Beschränkungen zu beachten. Wichtige Elemente, die diese Ausschüttungspolitik beeinflussen, sind die garantierte Mindestverzinsung und die gesetzliche Mindestausschüttungsquote («Legal Quote»), die stark vom aufsichtsrechtlichen Umfeld abhängen, in dem die Versicherungsbereiche der Swiss Life-Gruppe tätig sind.

Produktgestaltung | Bei der Produktgestaltung wird festgelegt, welche Garantien und Leistungen in einem bestimmten Produkt enthalten sein sollen, um den Anforderungen und Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Die hierbei verwendeten versicherungsmathematischen Grundlagen müssen gewährleisten, dass jedes einzelne Produkt einen ausreichenden Deckungsbeitrag leistet. Um sicherzustellen, dass die Vorgaben der Gruppe eingehalten werden, wurden Produktmanagement- und Zeichnungsrichtlinien eingeführt, die der Harmonisierung der lokalen Richtlinien dienen und deren Übereinstimmung mit den Richtlinien der Gruppe gewährleisten sollen. Da die Gruppe in verschiedenen Ländern tätig ist, unterliegt sie den in den einzelnen Ländern geltenden aufsichtsrechtlichen Beschränkungen, die wiederum Auswirkungen auf die Organisation und die Produktpalette der jeweiligen Geschäftseinheit haben können. Diese Beschränkungen müssen stets eingehalten werden.


5.4 Ziele und Grundsätze des Managements finanzieller Risiken

Durch ihre finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten (vor allem Kapitalanlageverträge sowie Anleihen und Darlehensverpflichtungen), Guthaben aus Rückversicherung und Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ist die Gruppe finanziellen Risiken ausgesetzt. Das wichtigste finanzielle Risiko besteht darin, dass die Erlöse aus den finanziellen Vermögenswerten nicht ausreichen, um die Verpflichtungen zu finanzieren, die sich aus den Versicherungs- und den Kapitalanlageverträgen sowie aus Anleihen und Darlehensverpflichtungen und anderen Verbindlichkeiten ergeben. Die Hauptkomponenten des finanziellen Risikos sind Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Ausfall-, Währungs- und Liquiditätsrisiko.

Durch die oben beschriebene Budgetierung von Risiken und Festlegung von Limiten wird sichergestellt, dass Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Währungs- und Ausfallrisiko unter Kontrolle bleiben. Die entsprechenden Limiten für Markt-, Zinsänderungs-, Währungs- und Ausfallrisikokapital sowie die Limiten für das Exposure bei Währungen und Aktien (netto) werden für jedes relevante Versicherungsgeschäft auf Grundlage der Risikobereitschaft festgelegt. Diese Limiten werden regelmässig überprüft und in einem Bericht zusammengefasst.

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft mit eingebetteten Derivaten, die nicht separat erfasst und zum Fair Value bewertet werden

Mio. CHF  31.12.200831.12.2007
Zinsänderungsrisiko  84 74485 583
Total Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft mit eingebetteten Derivaten, die nicht separat erfasst und zum Fair Value bewertet werden   84 744 85 583
Übrige Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  5 3287 978
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe   952 931
Total Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  91 02494 492


Hedging | Die Swiss Life-Gruppe nutzt Derivate innerhalb der strengen Grenzen der geltenden Versicherungsgesetze und der internen Richtlinien. In erster Linie werden Derivate verwendet, um die Risiken aus dem Exposure bei Beteiligungspapieren, Zinssätzen, Gegenparteien und Wechselkursen zu steuern. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen hierbei Index-Futures und Optionsstrukturen in Aktienmärkten, Bond-Futures und Swaps zur Steuerung der Duration, Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos sowie Credit-Default-Swaps zur Steuerung des Gegenparteirisikos. Innerhalb bestimmter Grenzen dienen Derivate zur Erhöhung der Erträge des bestehenden Portfolios. Die Derivatetypen, deren Einsatz in der Swiss Life-Gruppe generell zulässig ist, sowie die Liste der verfügbaren ausserbörslichen Handelspartner wurden vom Group Chief Risk Officer und vom Group Chief Investment Officer genehmigt.

Hedgingstrategien beinhalten die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen («Hedge Accounting») sowie wirtschaftliche Absicherungen («Economic Hedging»). Letztere umfassen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die ein Risiko mit Derivaten teilen und zu entgegengesetzten Veränderungen des Fair Value führen, welche sich meist gegenseitig aufheben.

Zinsänderungsrisiko bei Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen | Die Gruppe ist hauptsächlich zwei Arten von Zinsänderungsrisiken ausgesetzt: einerseits Risiken aus Verträgen mit garantierten Leistungen und andererseits dem Risiko, dass die Zinsen der finanziellen Vermögenswerte, welche mit dem von den Vertragsnehmern erhaltenen Entgelt gekauft werden, nicht zur Finanzierung der an die Vertragsnehmer auszuzahlenden garantierten Leistungen und der erwarteten ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen ausreichen.

zinssensitive Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHF  31.12.200831.12.2007
 
Zinssensitive Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft 
Garantierter Mindestzinssatz 0 – < 2%  4 9922 193
Garantierter Mindestzinssatz 2 – < 3%  39 20238 254
Garantierter Mindestzinssatz 3 – < 4%  30 15233 423
Garantierter Mindestzinssatz 4 – < 5%  10 36911 672
Garantierter Mindestzinssatz 5 – < 6%  2031
Garantierter Mindestzinssatz 6 – 8%  910
Garantierter Mindestzinssatz > 8%  0
Total zinssensitive Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  84 74485 583
Nicht zinssensitive Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  5 3287 978
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe   952 931
Total Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  91 02494 492


Die Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft mit einem garantierten Mindestzinssatz zwischen 0% und 4% lauten in erster Linie auf Schweizer Franken und Euro; jene mit einem garantierten Mindestzinssatz zwischen 4% und 8% lauten in erster Linie auf Euro.

Die meisten Lebensversicherungsprodukte mit Sparkomponente und Kapitalanlageverträge unterliegen einer garantierten Mindestverzinsung. Der garantierte Zinssatz richtet sich nach dem Vertragstyp.

Neben diesen festen und garantierten Zahlungen, die mit einem Zinsänderungsrisiko behaftet sind, besteht bei bestimmten Verträgen ein vertragliches Recht zum Bezug zusätzlicher Leistungen, deren Höhe und/oder Zeitpunkt vertragsgemäss im Ermessen des Vertragsgebers liegt. Die Festlegung der ermessensabhängigen Überschussbeteiligung hängt stark von den künftigen Anlageerträgen ab.

Die Gruppe handhabt das Zinsänderungsrisiko, indem sie die Zinssensitivität der massgebenden verzinslichen Anlagen den entsprechenden Sensitivitäten auf der Verpflichtungsseite gegenüberstellt. Das Zinsänderungsrisiko der Verbindlichkeiten wird durch Projektion der erwarteten Mittelflüsse aus den Verträgen anhand bestmöglicher Schätzungen für Sterblichkeit, Invalidität, Kosten, Rückkauf und Ausübung der Optionsrechte durch die Versicherungsnehmer bestimmt. Der ALM-Prozess definiert die strategische Asset Allocation, bei der die Nettozinssensitivität der Anlageportfolios und Versicherungsportefeuilles möglichst optimal ist. Wo dies nicht anwendbar ist, setzt die Gruppe auch Swapkontrakte und andere Instrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken ein. Um sich gegen den Fall abzusichern, dass die Zinssätze unter den garantierten Zinssatz fallen, werden in bestimmten Märkten Receiver Swaptions eingesetzt. Payer Swaptions werden eingesetzt, um das Änderungsrisiko des Fair Value von zinssensitiven finanziellen Vermögenswerten abzusichern. In strategischer Hinsicht bleibt immer ein minimales Zinsänderungsrisiko bestehen, da die perfekte Absicherung von Zinsänderungsrisiken entweder nicht erreicht werden kann oder nicht angestrebt wird.

Zinsänderungsrisiken

  Früheres Datum von Zinsanpassungsterminen oder Fälligkeit

Mio. CHF
 




Bis zu 1 Jahr





1–5 Jahre





5–10 Jahre





Über 10 Jahre
Auf Rech-
nung und
Risiko von
Kunden der
Swiss Life-
Gruppe





Total
 
Buchwerte per 31. Dezember 2008 
Finanzielle Vermögenswerte 
Festverzinslich  8 06611 69124 75732 42276 936
Variabel verzinslich  9 7344 68214 416
Unverzinslich  8 0332534572 50411 247
Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe   – – – – 12 425 12 425
Total finanzielle Vermögenswerte  25 83316 62625 21434 92612 425115 024
 
Finanzielle Verbindlichkeiten 
Festverzinslich  –1 086–4 850–7 933–1 046–14 915
Variabel verzinslich  –2 902–796–3 698
Unverzinslich  –1 903–1530–35–2 091
Verbindlichkeiten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe   – – – – –11 452 –11 452
Total finanzielle Verbindlichkeiten  –5 891–5 799–7 933–1 081–11 452–32 156
 
Zinssensitivitäts-Gap bei Bilanzpositionen  19 94210 82717 28133 84597382 868


Buchwerte per 31. Dezember 2007 
Total finanzielle Vermögenswerte  21 57731 93122 87529 47615 574121 433
Total finanzielle Verbindlichkeiten  –9 464–2 364–6 361–1 342–14 609–34 140
Zinssensitivitäts-Gap bei Bilanzpositionen  12 11329 56716 51428 13496587 293


Zusätzlich zur strategischen Optimierung des Nettozinsänderungsrisikos auf wirtschaftlicher Ebene hat die Gruppe einen Teil der Vermögenswerte als bis zum Verfall zu haltende Vermögenswerte bestimmt und diese gemäss Laufzeitprofil den zugehörigen Verbindlichkeiten zugeordnet, um die entsprechenden Zinsänderungsrisiken zu minimieren. Die bis zum Verfall gehaltenen Vermögenswerte finanzieren die Versicherungs- und die Kapitalanlageverträge, bei denen kein Rückkauf bzw. keine Todesfallleistung erfolgen.

In der Schweiz unterliegt der die berufliche Vorsorge gemäss BVG betreffende Teil des Kollektiv-Lebensversicherungsgeschäfts einer garantierten Mindestverzinsung und einem vorgeschriebenen Umwandlungssatz. Der garantierte Mindestzinssatz für das obligatorische BVG-Geschäft betrug im Jahr 2008 2,75% und wurde mit Wirkung auf das Jahr 2009 auf 2% abgesenkt. Der vorgeschriebene Umwandlungssatz für das obligatorische BVG-Geschäft ist im Jahr 2009 auf 7,00% für Frauen und 7,05% für Männer festgesetzt. Aufgrund einer dem Referendum unterliegenden Gesetzesänderung wird dieser Satz innerhalb der nächsten fünf Jahre für Frauen und Männer auf 6,40% abgesenkt.

Bei Zinsänderungsrisiken aus Verträgen mit garantierten Leistungen, bei denen das Risiko darin besteht, dass die auf den Vermögenswerten erwirtschafteten Zinsen nicht für die Finanzierung der garantierten Zahlungen ausreichen, werden die Auswirkungen sinkender Zinssätze mit Hilfe von Anleihen aufgefangen, die durch den Anleger vorzeitig gekündigt werden können. Zur Erhöhung der Konvexität zinssensitiver Vermögenswerte, die generell geringer ist als die Konvexität der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft, umfassen die Vermögensportfolios in bestimmten Ländern Abruf-Bonds (Receiver Bonds).

In bestimmten Geschäftszweigen wirkt sich ein Grossteil der Zinsänderungen je nach Überschussbeteiligungssystem auf die Rechnung und das Risiko der Versicherungsnehmer aus.

Aktienkursrisiko | Ein Rückgang des Aktienmarktes führte im Jahr 2008 zu einer weiteren Reduktion der realisierten und nicht realisierten Gewinne/Verluste der Swiss Life-Gruppe, die sich auch negativ auf die operativen Ergebnisse und die finanzielle Lage der Gruppe ausgewirkt hat. Der Rückgang des Aktienmarktes kann in Zukunft zu weiteren derartigen Reduktionen führen.

Sicherungsbeziehungen in Bezug auf die Aktienanlagen der Swiss Life-Gruppe dienen dazu, die möglichen Folgen einer rückläufigen Wertentwicklung von Aktien zu vermindern, würden aber nicht verhindern, dass beim Vorliegen der Wertminderungskriterien ein Wertminderungsaufwand entsteht.

Ein Teil des Anlageportfolios von Swiss Life besteht aus Anlagen in Fonds, die von nicht öffentlichen Gesellschaften emittierte Wertschriften (Private Equity) halten. Bei diesen Anlagen besteht die Möglichkeit, dass sie illiquide sind oder nur über längere Zeit oder mit Verlust veräussert werden können und dass sie keine angemessenen Erträge oder Kapitalgewinne erwirtschaften. Wenn Swiss Life die Anlagen in ihrem Private-Equity-Portfolio ganz oder teilweise liquidieren müsste, könnte der Erlös deutlich unter den Anschaffungskosten oder dem Buchwert der betreffenden Anlagen liegen.

Die Anlageportfolios von Swiss Life umfassen auch Anlagen in Hedge Funds. Die Liquidität dieser Anlagen kann je nach Marktbedingungen schwanken, und der Anlagestil dieser Hedge Funds könnte Faktoren verstärken, die Einfluss auf die Wertentwicklung einer bestimmten Klasse von Fonds oder Kapitalanlagen haben.

Die Gruppe überwacht das Anlageportfolio mittels obligatorischer Risikolimiten. Das Anlageportfolio ist angemessen diversifiziert; keine Anlage überstieg per 31. Dezember 2008 10% des Eigenkapitals vor Minderheitsanteilen (2007: keine).

Kredit-/Ausfallrisiko | Die Gruppe trägt Kredit- bzw. Ausfallrisiken, die darin bestehen, dass eine Gegenpartei Beträge bei Fälligkeit nicht voll bezahlen kann. Vor allem in folgenden Bereichen ist die Gruppe gegenüber Kredit- bzw. Ausfallrisiken exponiert:
  • Gegenparteirisiko bei gekauften Anleihen

  • Gegenparteirisiko bei gewährten Darlehen und Hypotheken

  • Gegenparteirisiko bei Geldmarkt- und Barpositionen

  • Gegenparteirisiko bei Derivatgeschäften

  • Rückversicherungsanteil von Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft

  • Forderungen an Rückversicherer für bereits ausbezahlte Versicherungsleistungen

  • Forderungen an Inhaber von Versicherungsverträgen

  • Forderungen an Versicherungsvermittler

Um eingegangene Ausfallrisiken im Zusammenhang mit Derivaten zu reduzieren, wurde ein Prozess für das Management von Sicherheiten eingerichtet. Vertragsgemäss müssen sämtliche ausstehenden Positionen voll besichert werden, wenn sie den vorab festgelegten Mindestbetrag erreichen. Dieser Betrag wird in der Regel sehr tief gehalten. Die Sicherheit wird mindestens einmal wöchentlich eingefordert, bei Verwerfungen jedoch auch häufiger. Da die Anwendung des Leverage-Effekts unzulässig ist, gelten für Bar- oder Long-Positionen bestimmte Deckungsregeln. Die Liste der Gegenparteien für börsliche und ausserbörsliche Derivatgeschäfte muss sowohl vom Group Chief Risk Officer als auch vom Group Chief Investment Officer genehmigt werden. Für das Versicherungsgeschäft der Swiss Life-Gruppe muss eine Gegenpartei mindestens das Rating A– haben (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating). Bei den gegenwärtigen Marktturbulenzen ist auf die Ratings nur beschränkt Verlass. Aus diesem Grund wurde ein zusätzliches Verfahren zur quantitativen und qualitativen Überwachung der Gegenparteien eingeführt, um Sofortmassnahmen ergreifen zu können.

Zur Steuerung des Gegenparteirisikos werden Credit-Default-Swaps oder Credit-Default-Swap-Indizes gehalten. Mit einem Credit-Default-Swap kann sich ein Gläubiger gegen den Ausfall eines Schuldners absichern. Die Credit-Default-Swaps werden ausserbörslich gehandelt und unterliegen dem oben beschriebenen Prozess für das Management von Sicherheiten. Mit einem Credit-Default-Swap-Index wird das Kredit- bzw. Ausfallrisiko einer Gruppe von Gegenparteien abgesichert. Credit-Default-Swap-Indizes werden an der Börse gehandelt.

Die Gruppe ist zudem mit Kredit- bzw. Ausfallrisiken im Zusammenhang mit Forderungen gegenüber Rückversicherern konfrontiert. Die Finanzkraft der Rückversicherer wird daher laufend beobachtet. Die Bonität der Rückversicherer wird jährlich begutachtet, indem vor der Unterzeichnung von Verträgen ihre Finanzkraft überprüft wird. Grundsätzlich schliesst die Swiss Life-Gruppe Rückversicherungen für ihre Versicherungsrisiken nur mit Gegenparteien mit einem Rating von A– oder höher (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating) ab. In Ausnahmefällen können auch Rückversicherer mit niedrigerem Rating in Betracht kommen. Zusätzlich hält die Gruppe umfangreiche Sicherheiten im Rahmen von Rückversicherungsverträgen zur Sicherstellung von Forderungen (Depoteinlagen und Wertschriften).

Keine Verbindung zu einem einzelnen Rückversicherer ist für die Gruppe von wesentlicher Bedeutung, und das Geschäft der Gruppe ist nicht weitgehend von einem einzelnen Rückversicherer abhängig.

Bei festverzinslichen Vermögenswerten wird das jeweilige gesamte Exposure pro Gegenpartei aggregiert und an das Group Risk Committee gemeldet. Die einzelnen Geschäftsbereiche führen Aufzeichnungen über die Zahlungshistorie der bedeutenden Vertragsnehmer, mit denen sie regelmässig Geschäfte tätigen. Ratings und Einzelpositionen oberhalb eines bestimmten Volumens werden bei festverzinslichen Vermögenswerten regelmässig an das Management gemeldet. Das Exposure gegenüber einzelnen Gegenparteien wird darüber hinaus auch mit anderen Mechanismen gesteuert, zum Beispiel durch ein Recht auf Verrechnung, falls eine Gegenpartei sowohl Schuldner als auch Gläubiger der Gruppe ist. Des Weiteren bestehen pro Gegenpartei Limiten für das Exposure. Dabei werden das Rating sowie der Umfang des Exposure im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen berücksichtigt. Zu den Informationen, die an das Management gemeldet werden, gehören auch Beurteilungen notleidender Kredite. In Fällen, in denen ein gewisses Exposure gegenüber einzelnen Versicherungsnehmern oder homogenen Gruppen von Versicherungsnehmern vorliegt, erfolgt – ähnlich wie bei Rückversicherern – eine Finanzanalyse.

Darlehen ohne Rating umfassen in erster Linie Hypotheken und Policendarlehen. In bestimmten Ländern wurden für die Überwachung des Kredit- bzw. Ausfallrisikos zusätzliche Richtlinien und Regeln festgelegt. Diese Richtlinien betreffen Anlagen in festverzinslichen Wertschriften, wobei das durchschnittliche Rating des festverzinslichen Portfolios (berechnet durch Gewichtung nach der Methode von Standard & Poor’s) mindestens bei AA– zu liegen hat (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating). Für die zulässigen Kapitalanlagen in nicht staatlichen Anleihen gelten Mindest- und Höchstgrenzen. Für Engagements in diesen Kapitalanlagen bestehen zusätzliche Limiten. Für bestimmte Geschäfte wird das Kredit- bzw. Ausfallrisiko anhand von Risikolimiten überwacht und gesteuert, wobei die Höchstgrenzen jährlich überprüft und genehmigt werden. Der überwiegende Teil des Anleihenportfolios ist in staatlichen Anleihen (einschliesslich Staatsanleihen in Fremdwährung / überstaatlicher Schuldner) und in Anleihen aus dem Finanzsektor (die im Allgemeinen durch Sicherheiten oder staatliche Bürgschaften gedeckt sind) angelegt.

maximale Kredit- und Ausfallrisiken

Mio. CHF  31.12.0831.12.0731.12.0831.12.0731.12.0831.12.07
 
Auf Rech-
nung und
Risiko der
Swiss Life-
Gruppe

Auf Rech-
nung und
Risiko der
Swiss Life-
Gruppe
Auf Rech-
nung und
Risiko von
Kunden der
Swiss Life-
Gruppe
Auf Rech-
nung und
Risiko von
Kunden der
Swiss Life-
Gruppe





Total





Total
 
Zinsinstrumente 
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Zinsinstrumente  3 2271 8143 1202 8256 3474 639
Jederzeit verkäufliche Zinsinstrumente  38 27354 77138 27354 771
Darlehen und Forderungen  37 02924 80437 02924 804
Bis zum Verfall gehaltene finanzielle Vermögenswerte  7 1593 6247 1593 624
Total Zinsinstrumente  85 68885 0133 1202 82588 80887 838
 
Übrige Aktiven 
Flüssige Mittel  8 1212 7371 2871 8189 4084 555
Derivate  1 3434036601 349463
Guthaben aus Rückversicherung  447975447975
Total übrige Aktiven  9 9114 1151 2931 87811 2045 993
 
Nicht erfasste Posten 
Finanzgarantien  446152446152
Kreditzusagen  118164118164
Total nicht erfasste Posten  564316564316
 
Total Kredit- und Ausfallrisiken  96 16389 4444 4134 703100 57694 147


Kredit- und Ausfallrisiken von Zinsinstrumenten


Mio. CHF
  Erfolgs-
wirksam
zum
Fair Value


Jederzeit
verkäuflich


Darlehen und
Forderungen

Bis zum
Verfall
gehalten

Als
Sicherheit
verpfändet



Total
 
Kategorien nach Gegenpartei per 31. Dezember 2008 
Staatsanleihen in Lokalwährung  36420 0543 8945 56629 878
Staatsanleihen in Fremdwährung / überstaatliche Schuldner  1 4521 452
Unternehmen  2 69911 71417 9541 59333 960
Besicherte Forderungen  9477911 31112 184
Übrige Schuldner  705 7262 4188 214
Total  3 22738 27337 0297 15985 688


Kategorien nach Gegenpartei per 31. Dezember 2007 
Staatsanleihen in Lokalwährung  15622 8015 8062 08130 844
Staatsanleihen in Fremdwährung / überstaatliche Schuldner  103 9461334 089
Unternehmen  1 30419 6964 64174326 384
Besicherte Forderungen  3188 30712 18266621 473
Übrige Schuldner  26212 17512 223
Total  1 81454 77124 8043 62485 013


Kredit- und Ausfallrisiken von Zinsinstrumenten


Mio. CHF
 

AAA


AA


A


BBB
Tiefer als
BBB oder
ohne Rating

Überfällig oder
wertgemindert


Total
 
Bonitätsrating nach Gegenpartei per 31. Dezember 2008         
Staatsanleihen in Lokalwährung  26 0622 896853491829 878
Staatsanleihen in Fremdwährung / überstaatliche Schuldner   – 82 320 813 237 – 1 452
Unternehmen  4 2575 29813 1756 0334 99520233 960
Besicherte Forderungen  5 62273442436 05714512 184
Übrige Schuldner  4 0818379251232 227218 214
Total  40 0229 18615 3177 26113 53436885 688
 
Bonitätsrating nach Gegenpartei per 31. Dezember 2007         
Staatsanleihen in Lokalwährung  23 9955 3101 2963620730 844
Staatsanleihen in Fremdwährung / überstaatliche Schuldner   2 508 461 694 286 140 – 4 089
Unternehmen  3 4277 6257 6724 0603 5524826 384
Besicherte Forderungen  12 3971 8552331736 60521021 473
Übrige Schuldner  13121282 0432 223
Total  42 45815 2729 9234 55512 54725885 013


ÜBERFÄLLIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (NICHT WERTGEMINDERT)


Mio. CHF
  Bis zu
3 Monaten

3–6 Monate

6–12 Monate

Über 1 Jahr

Total
 
Analyse der Altersstruktur nach Gegenpartei per 31. Dezember 2008 
Unternehmen 
Besicherte Forderungen  231033
Total  231033
Fair Value von Sicherheiten und Bonitätsverbesserungen  14


Analyse der Altersstruktur nach Gegenpartei per 31. Dezember 2007 
Unternehmen 
Besicherte Forderungen  63041353
Total  63041353
Fair Value von Sicherheiten und Bonitätsverbesserungen  67


einzeln als wertgemindert identifizierte finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHF  31.12.0831.12.0731.12.0831.12.0731.12.0831.12.07
  Brutto-
betrag
Brutto-
betrag
Wert-
berichtigungen
Wert-
berichtigungen

Buchwert

Buchwert
 
Analyse nach Gegenpartei 
Staatsanleihen in Lokalwährung  00
Unternehmen  989700–787–65220248
Besicherte Forderungen  146205–34–48112157
Übrige Schuldner  24–321
Total  1 159905–824–700335205
Fair Value von Sicherheiten und Bonitätsverbesserungen  109217


EINZELN ALS WERTGEMINDERT IDENTIFIZIERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE


Mio. CHF
 



Stand
1. Januar



Erfasste
Wertminde-
rungen




Ausbuchungen
und Abgänge
Auswirkung
der Klassifizie-
rung als zur
Veräusserung
gehaltene Ver-
mögenswerte

Verände-
rungen aus
aufgegebenen
Geschäfts-
bereichen


Währungs-
umrech-
nungs-
differenzen




Stand
31. Dezember
 
Wertberichtigungen nach Gegenpartei 2008 
Staatsanleihen in Lokalwährung  000
Unternehmen  652149–7–7787
Besicherte Forderungen  48–12–1–134
Übrige Schuldner  3003
Total  700140–8–8824
 
Wertberichtigungen nach Gegenpartei 2007 
Unternehmen  165629–20–82–411652
Besicherte Forderungen  682–3–234048
Übrige Schuldner  000–25250
Total  233631–23–130–121700


Kredit- und Ausfallrisiken übriger Vermögenswerte


Mio. CHF
 

AAA


AA


A


BBB
Tiefer als
BBB oder
ohne Rating


Total
 
Bonitätsrating per 31. Dezember 2008 
Flüssige Mittel  2 5709264 42961908 121
Derivate  31 20313611 343
Guthaben aus Rückversicherung  39453447
Total  2 5732 5234 56562449 911
davon besichert  4


Bonitätsrating per 31. Dezember 2007 
Flüssige Mittel  1 6127253013962 737
Derivate  742418422403
Guthaben aus Rückversicherung  2991630975
Total  1 7151 88238551284 115


Kredit- und Ausfallrisiken nicht erfasster Posten


Mio. CHF
 

AAA


AA


A


BBB
Tiefer als
BBB oder
ohne Rating


Total
 
Bonitätsrating per 31. Dezember 2008 
Finanzgarantien  10263710363446
Kreditzusagen  118118
Total  102637103181564
davon besichert  75


Bonitätsrating per 31. Dezember 2007 
Finanzgarantien  7181152
Kreditzusagen  164164
Total  71245316
davon besichert  114


Währungsrisiko | Die Swiss Life-Gruppe ist international tätig, Währungsrisiken bestehen für sie vor allem in Bezug auf den Euro, den US-Dollar und das britische Pfund. Die meisten Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten lauten auf Schweizer Franken, Euro und US-Dollar, deren Wert von Wechselkursschwankungen beeinflusst wird. Die Gruppe operiert mit mehreren funktionalen Währungen (vor allem Schweizer Franken und Euro). Ihre Finanz- und Ertragslage könnte durch eine Schwächung der erwähnten Fremdwährungen gegenüber dem Franken stark beeinträchtigt werden.

Die europäischen Versicherungs- und Anlagebereiche der Swiss Life-Gruppe (ausserhalb der Schweiz) legen Kapital generell in Vermögenswerten an, die auf dieselbe Währung lauten wie ihre Versicherungs- und Anlageverbindlichkeiten. Dadurch vermindert sich das Währungsrisiko für diese Gesellschaften. Das Währungsrisiko ergibt sich somit aus ausgewiesenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf andere Währungen lauten, und aus Nettokapitalanlagen in ausländischen Geschäftsbereichen. Obwohl Swiss Life ein aktives Währungsmanagement betreibt, um die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf ihre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu reduzieren, insbesondere durch Absicherung gegen das Risiko solcher Änderungen von Teilen ihrer Kapitalanlagen in Euro oder US-Dollar, könnten sich starke Wechselkursänderungen negativ auf die Ertrags- und Finanzlage sowie den Wert des Anlageportfolios von Swiss Life auswirken. Das Währungsrisiko wird weitgehend in Übereinstimmung mit der strategischen Asset Allocation abgesichert. Die Absicherungsvereinbarungen der Gruppe dienen der Abdeckung ihrer Engagements aus ökonomischer Sicht. Die Instrumente, mit denen sich die Swiss Life-Gruppe absichert, korrelieren unter Umständen nicht vollkommen mit den entsprechenden Vermögenswerten, so dass die Gruppe trotzdem mit Verlusten rechnen muss, wenn der Wert der Absicherung und der Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts bzw. der zugrunde liegenden Verbindlichkeit nicht angemessen korrespondieren.

Die Swiss Life-Gruppe hat ferner Aufwendungen und Kosten für die Einrichtung solcher Absicherungsvereinbarungen zu tragen.

Währungsrisiken


Mio. CHF
 




CHF





EUR





USD





GBP





Übrige
Auf Rech-
nung und
Risiko von
Kunden der
Swiss Life-
Gruppe





Total
 
Buchwerte per 31. Dezember 2008 
Monetäre Vermögenswerte 
Flüssige Mittel  6 4431 35822152471 2879 408
Versicherungs- und übrige Forderungen  8412 75133114133 950
Derivate  2747546272161 349
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Zinsinstrumente   164 3 063 – – – 3 120 6 347
Jederzeit verkäufliche Zinsinstrumente  15 42321 3111 4508938 273
Darlehen  8 00718 3866 576268433 079
Bis zum Verfall gehaltene finanzielle Vermögenswerte   – 7 159 – – – – 7 159
Guthaben aus Rückversicherung  29418447
Total monetäre Vermögenswerte  30 90955 1939 1242081654 413100 012
 
Monetäre Verbindlichkeiten 
Versicherungsverbindlichkeiten und Kreditoren  –1 802–1 621–1–29–12–3 465
Derivate  –108–217–180–3–346
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Zinsinstrumente   – – – – – –9 727 –9 727
Kapitalanlageverträge  –1 032–8 331–45–2–1 725–11 135
Einlagen  –2 165–1 115–200–3 282
Anleihen und Darlehensverpflichtungen  –414–2 709–3 123
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  –61 099–28 835–73–650–952–91 024
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer   –713 –709 – 0 – – –1 422
Total monetäre Verbindlichkeiten  –67 333–43 537–139–96–15–12 404–123 524
 
Währungs-Gap bei Bilanzpositionen  –36 42411 6568 985112150–7 991–23 512
 
Buchwerte per 31. Dezember 2007 
Total monetäre Vermögenswerte  28 07154 8515 1561798714 70393 831
Total monetäre Verbindlichkeiten  –68 381–47 394–201–105–14–15 540–131 635
Währungs-Gap bei Bilanzpositionen  –40 3107 4574 95574857–10 837–37 804


Aufgrund der Begrenztheit des schweizerischen Kapitalmarkts in Bezug auf die Liquidität erfolgen Kapitalanlagen in der Schweiz auch in anderen Währungen als dem Schweizer Franken. Mit Hilfe von Devisenderivaten wird der Währungs-Gap bei Bilanzpositionen aus ökonomischer Sicht weitgehend abgesichert. In den übrigen Ländern lauten die Vermögenswerte im Normalfall ebenso wie die Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft auf Euro.

Liquiditätsrisiko | Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass nicht genug Barmittel zur Verfügung stehen, um Verpflichtungen (in erster Linie Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft und Schuldverpflichtungen) bei Fälligkeit zu angemessenen Kosten zu bezahlen. Die Liquiditätsrisiken der Swiss Life-Gruppe ergeben sich primär aus der Inanspruchnahme ihrer Barmittel durch Leistungsansprüche, Auszahlungen bei Fälligkeit und Rückkäufe von Versicherungs- sowie Kapitalanlageverträgen. Die Swiss Life-Gruppe trägt das Risiko, bei unerwarteten langfristigen Marktturbulenzen ihre Schuldverpflichtungen nicht refinanzieren zu können.

Auf operativer Ebene werden mittels rollierender Prognosen situative Liquiditätsrisiken erfasst, die sich primär aus der unerwarteten Inanspruchnahme der Barmittel durch Leistungsansprüche, Auszahlungen bei Fälligkeit und Rückkäufe von Versicherungs- sowie Kapitalanlageverträgen ergeben. Das Anlageportfolio der Swiss Life-Gruppe besteht zu einem grossen Teil aus liquiden Vermögenswerten, die jederzeit verkauft werden können. Um unerwartete Liquiditätsengpässe in Zeiten zu überwinden, in denen Veräusserungen von Vermögenswerten nicht erwünscht sind, werden Repurchase-Vereinbarungen verwendet, damit die kurzfristige Refinanzierung zu möglichst tiefen Kosten sichergestellt ist.

Liquiditätsrisiken werden bei der strategischen Asset Allocation berücksichtigt. Auf strategischer Ebene verfügt die Swiss Life-Gruppe über genügend Liquidität und plant die Fälligkeit der Schulden proaktiv. Damit stellt sie eine volle finanzielle Flexibilität und ein effizientes Liquiditätsmanagement sicher.

Die Liquiditätsanalyse von finanziellen Verbindlichkeiten und Zusagen wird auf Basis nicht diskontierter Mittelflüsse nach Restlaufzeit des Vertrags durchgeführt, während die Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer anhand des voraussichtlichen zeitlichen Ablaufs der Nettomittelabflüsse untersucht werden. Die Analyse wird für Beträge auf Rechnung und Risiko der Swiss Life-Gruppe durchgeführt.

Liquiditätsrisiken per 31. Dezember 2008

  Mittelflüsse
Mio. CHF  BuchwertBis zu 1 Monat1–3 Monate3–12 Monate1–5 JahreÜber 5 Jahre
 
Finanzielle Verbindlichkeiten 
Versicherungsverbindlichkeiten und Kreditoren  3 4656691142 5601638
Derivate  34633481629119
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   1 078 – – 1 254 – –
Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung   9 055 30 52 283 2 118 6 572
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung   355 3 4 139 172 37
Einlagen  3 2826841 980654576
Anleihen und Darlehensverpflichtungen  3 1237232252 0372 011
Total finanzielle Verbindlichkeiten  20 7048102456 6035 2359 223
 
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer        
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  90 0723142873 3417 99378 137
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer   1 422 321 3 239 543 316
Total Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer   91 494 635 290 3 580 8 536 78 453
 
Zusagen 
Kreditzusagen  33769
Kapitalverpflichtungen  3821534590
Total Zusagen  4152294599


Liquiditätsrisiken per 31. Dezember 2007

  Mittelflüsse
Mio. CHF  BuchwertBis zu 1 Monat1–3 Monate3–12 Monate1–5 JahreÜber 5 Jahre
 
Finanzielle Verbindlichkeiten 
Versicherungsverbindlichkeiten und Kreditoren  3 3502762092 46238123
Derivate  2130451362222
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   385 – – 385 – –
Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung   8 901 133 56 319 2 946 5 446
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung   439 0 0 92 297 51
Einlagen  2 6228266894141 431
Anleihen und Darlehensverpflichtungen  3 6213276961 8482 164
Total finanzielle Verbindlichkeiten  19 5314943434 7795 9089 137
 
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer        
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  93 5612932863 7018 16781 114
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer   3 388 47 64 648 1 295 1 334
Total Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer   96 949 340 350 4 349 9 462 82 448
 
Zusagen 
Kreditzusagen  4011410
Kapitalverpflichtungen  3999820118
Total Zusagen  43921220128


KURZFRISTIGE UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN | Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die erwartete Wiedererlangung von Vermögenswerten oder Erfüllung von Verbindlichkeiten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Realisation innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als langfristig klassifiziert.

Mio. CHF  31.12.0831.12.0731.12.0831.12.0731.12.0831.12.07
  KurzfristigKurzfristigLangfristigLangfristigTotalTotal
 
Aktiven 
Flüssige Mittel  9 4084 5559 4084 555
Versicherungs- und übrige Forderungen  3 8113 8961392563 9504 152
Derivate  1 275289741741 349463
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte  440 468440 468
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte   11 397 14 261 5 519 5 138 16 916 19 399
Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte  4 3754 15438 78864 43443 16368 588
Darlehen  3 1823 92629 89716 72633 07920 652
Bis zum Verfall gehaltene finanzielle Vermögenswerte  6745596 4853 0657 1593 624
Investitionsliegenschaften  12 66312 25212 66312 252
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen  4377243772
Guthaben aus Rückversicherung  40185246123447975
Sachanlagen  802864802864
Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft   – – 4 651 3 151 4 651 3 151
Laufende Ertragssteuerguthaben  111111
Latente Ertragssteuerguthaben  9711897118
Übrige Aktiven  490265165158655423
Total Aktiven  35 02873 22699 763106 531134 791179 757
 
Verbindlichkeiten 
Versicherungsverbindlichkeiten und Kreditoren  3 2973 299168513 4653 350
Derivate  3011634550346213
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräusserung gehaltenen Vermögenswerten   – 37 502 – – – 37 502
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten   7 790 7 703 3 015 3 724 10 805 11 427
Kapitalanlageverträge  59062610 54512 28111 13512 907
Einlagen  2 0467741 2361 8483 2822 622
Anleihen und Darlehensverpflichtungen  9745372 1493 0843 1233 621
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft  9 51712 06681 50782 42691 02494 492
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer   571 407 851 2 981 1 422 3 388
Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende  2 0101 9802 0101 980
Laufende Ertragssteuerverbindlichkeiten  229245229245
Latente Ertragssteuerverbindlichkeiten  648485648485
Rückstellungen  4660475693116
Übrige Verbindlichkeiten  5097448155775
Total Verbindlichkeiten  25 87063 456102 269108 967128 139172 423



5.5 Ziele und Grundsätze des Managements von Versicherungsrisiken 

Versicherungsverträge sind Verträge, bei denen eine Partei (die Versicherungsgesellschaft) einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) eine Entschädigung für den Fall zusagt, dass sie von einem bestimmten zukünftigen Ereignis betroffen ist, dessen Eintreten nicht sicher ist. Die Versicherungsgesellschaften der Gruppe stimmen einem Versicherungsschutz für Antragsteller weder generell zu, noch lehnen sie ihn generell ab. Vielmehr stellen sie sicher, dass alle Versicherungsrisiken identifiziert und gründlich beurteilt werden und dass die Versicherungsprämien das übernommene Risiko korrekt widerspiegeln. Die Höhe des übernommenen Risikos muss der Strategie und Risikopolitik der Gruppe entsprechen und die Profitabilitätsvorgaben erfüllen.

DAS WESEN DES VERSICHERUNGSRISIKOS | Bei der Entwicklung eines neuen oder der Überprüfung eines bestehenden Produkts muss darauf geachtet werden, dass das Produkt weder ein systemisches Risiko noch Anreize für eine Negativselektion enthält. Das Produkt muss den Marktbedürfnissen entsprechen. Die Swiss Life-Gruppe bevorzugt generell eine transparente und einfache Produktgestaltung mit minimiertem Modellrisiko und eine zuverlässige Tarifierungsbasis, für die ausreichende statistische Daten verfügbar sind. Ein Versicherungsrisiko entsteht dann, wenn biometrische und demografische Trends sowie die Verwaltungskosten negativ von den Erwartungen und den mit dem Versicherungsnehmer vereinbarten Prämiensätzen abweichen. Die Unsicherheit bei der Schätzung künftiger Leistungszahlungen und Prämieneingänge für langfristige Versicherungsverträge beruht beispielsweise auf der Unvorhersehbarkeit der Langzeitveränderungen von Sterblichkeits- und Invaliditätsrate. Zudem können zufällige Schwankungen – beispielsweise Verhaltensänderungen der Versicherungsnehmer – zu Abweichungen vom erwarteten Ergebnis eines Portefeuilles führen. Die Auswirkungen zufälliger Schwankungen hängen vom Diversifikationsgrad eines Vertragsbestands bzw. vom Portefeuille-Umfang ab.

Die Quantifizierung des Lebensversicherungsrisikos basiert auf einer Sensitivitätsanalyse: Das Versicherungsrisiko wird als Abweichung der (Eintreffen von) Versicherungsrisikofaktoren von den entsprechenden bestmöglichen Schätzungen gemessen. Risikofaktoren in der Lebensversicherung sind u. a. Sterblichkeitsraten, Invaliditätsraten und Langlebigkeit.

Das Wesen des Versicherungsrisikos lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Sterblichkeit und Langlebigkeit | Steigende Sterblichkeitsraten führen zu einer Zunahme der Leistungen aus Verträgen, in denen das Risiko Tod versichert ist. Andererseits führen sinkende Sterblichkeitsraten zu höheren Rentenzahlungen (Langlebigkeitsrisiko). Die wichtigsten Faktoren, die zu einem Anstieg der Langlebigkeit führen, sind weitere Verbesserungen der Medizin und der sozialen Bedingungen.

Das BVG-Geschäft (berufliche Vorsorge) ist ein bedeutender Bestandteil des Lebensversicherungsgeschäfts der Swiss Life-Gruppe in der Schweiz. Die berufliche Vorsorge ist für Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von mindestens CHF 20 520 obligatorisch. Sie umfasst Leistungen im Alter, bei Tod und Invalidität. Die Leistungen ergeben sich aus dem Altersguthaben der jeweiligen Person. Das Guthaben wird jeweils bis zum Erreichen des Rentenalters geäufnet. Der vorgeschriebene Umwandlungssatz im obligatorischen BVG-Geschäft ist für das Jahr 2009 auf 7,00% für Frauen und 7,05% für Männer festgesetzt. Aufgrund einer dem Referendum unterliegenden Gesetzesänderung soll dieser Satz innerhalb der nächsten fünf Jahre für Frauen und Männer auf 6,40% gesenkt werden.

Die Risikokonzentration der einzelnen Produktkategorien im Hinblick auf Sterblichkeit und Langlebigkeit ist wie folgt:

jährlich zahlbare Renten nach Rentenart – Einzellebengeschäft

Mio. CHF  31.12.200831.12.2007
Leibrenten – laufend  562563
Leibrenten – aufgeschoben  876870
Zeitrenten – laufend  2023
Zeitrenten – aufgeschoben  5159
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – laufend  306272
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – aufgeschoben  7 6798 109
Total Einzellebengeschäft  9 4949 896


jährlich zahlbare Renten nach Rentenart – Kollektivlebengeschäft

Mio. CHF  31.12.200831.12.2007
Altersrenten – laufend  540545
Altersrenten – aufgeschoben  486427
Hinterbliebenenrenten – laufend  104114
Hinterbliebenenrenten – aufgeschoben  2 0512 085
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – laufend  368450
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – aufgeschoben  14 04014 511
Total Kollektivlebengeschäft  17 58918 132


versicherte Leistungen nach Versicherungsart – Einzellebengeschäft

Mio. CHF  31.12.200831.12.2007
Erlebensfallversicherungen  2 0172 172
Gemischte Versicherungen  49 27553 939
Lebenslange Todesfallversicherung  443563
Temporäre Todesfallversicherung  13 85014 241
Universal-Life-Verträge  1012
Fondsgebundene Lebensversicherungsverträge  6 6356 401
Kapitalleistung bei Erwerbsunfähigkeit  2832
Übrige  5 6519 497
Total Einzellebengeschäft  77 90986 857


versicherte Leistungen nach Versicherungsart – Kollektivlebengeschäft

Mio. CHF  31.12.200831.12.2007
Erlebensfall- und ähnliche Versicherungen  14 05615 621
Temporäre Todesfallversicherung  85 37587 197
BVG-Geschäft Schweiz  135 275132 240
Kapitalleistung bei Erwerbsunfähigkeit  739740
Übrige  2 0293 294
Total Kollektivlebengeschäft  237 474239 092


Morbidität und Invalidität | Eine Zunahme der Morbidität führt zu einem Anstieg der Leistungen aus Verträgen, in denen das Risiko Invalidität versichert ist. Die wichtigsten Faktoren, die zu einer unerwarteten Zunahme solcher Leistungsansprüche führen können, sind Epidemien – beispielsweise die Vogelgrippe – und eine signifikante Änderung bestimmter Gewohnheiten, zum Beispiel der Ess-, Rauch- und Bewegungsgewohnheiten, in breiten Bevölkerungsteilen. Des Weiteren hat auch die Ausscheidungsrate bei Invalidität (Tod oder Reaktivierung) erhebliche Auswirkungen auf die gezahlten Leistungen.

Leistungsansprüche aus dem Unfall- und Krankengeschäft decken primär die Erstattung von Behandlungskosten, Krankentaggeld, Renten und langfristige medizinische Betreuung. Die wichtigsten Faktoren, die zu einer Zunahme der Gesamtverpflichtungen in der Krankenversicherung führen könnten, sind die Erhöhung der Schadenhäufigkeit infolge eines Anstiegs des Durchschnittsalters der Versicherten sowie negativer wirtschaftlicher und sozialer Faktoren. Die Verbindlichkeiten aus Unfall- und Krankenversicherungsverträgen müssen noch offene Schadenfälle und eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden (Spätschäden) berücksichtigen. Ein grosser Teil der Verbindlichkeiten aus diesen Verträgen betrifft Spätschäden, und die Erfahrung zeigt, dass späte Schadenmeldungen (sowohl was die Anzahl der Schäden als auch die Schadenhöhe anbelangt) erhebliche Auswirkungen bei Krankenversicherungsverträgen haben.

EINGEBETTETE OPTIONEN | Hat ein Versicherungsnehmer die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Vertrags künftig vollständig oder teilweise von der Prämienzahlung befreien zu lassen, den Vertrag insgesamt zu kündigen oder eine garantierte Rentenoption auszuüben, hängt die Höhe des Versicherungsrisikos in gewissem Umfang auch vom Verhalten des Versicherungsnehmers ab. Unter der Annahme, dass ein bestimmter Teil der Versicherungsnehmer rational entscheiden wird, ist davon auszugehen, dass das Versicherungsrisiko insgesamt durch dieses Verhalten erhöht wird. So werden Versicherungsnehmer, deren Gesundheitszustand sich stark verschlechtert hat, wahrscheinlich weniger zur Kündigung von Verträgen mit Invaliditäts- oder Todesfallleistungen neigen als Versicherungsnehmer, die noch bei guter Gesundheit sind. Dies führt tendenziell zu einem Anstieg der erwarteten Sterblichkeit der Versicherungsnehmer, je stärker das Vertragsportefeuille durch Rückkauf schrumpft (Negativselektion).

ZEICHNUNGSSTRATEGIE | Bei der Zeichnung des Geschäfts geht es um die Auswahl und Klassifizierung versicherbarer Risiken. Die Zeichnungsstrategie versucht sicherzustellen, dass die gezeichneten Risiken hinsichtlich des Risikotyps und der Höhe der versicherten Leistungen gut diversifiziert sind. Bei der Zeichnung von Lebengeschäft geht es darum, dass die Prämien und allgemeinen Bedingungen der Versicherungspolicen mit den zu versichernden Risiken übereinstimmen. Der erste Schritt im Zeichnungsprozess besteht darin festzulegen, welche Einzelrisiken akzeptiert werden können. Der zweite Schritt ist die Zusammenfassung der akzeptierten Risiken in Gruppen mit ungefähr gleich hohem Risiko. Beide Prozesse müssen objektiv und einheitlich durchgeführt werden. Die Gruppe legt Limiten für die Annahme von Versicherungsdeckungen fest, die sich aus neuem und erneuertem Geschäft ergeben. Im Rahmen des Zeichnungsverfahrens findet auch eine Gesundheitsprüfung statt, so dass die erhobenen Prämien den Gesundheitszustand und die familiäre Vorbelastung der Antragsteller widerspiegeln. Die Limiten betreffen die risikobehafteten Beträge, die maximal versicherten Schäden oder den Barwert der Prämien auf Vertrags- oder Versichertenebene. Je nach Typ des Geschäfts und der überschrittenen Limite muss der neue oder erneuerte Vertrag von einem spezifischen Anlage- und Risikoausschuss oder von der Geschäftsleitung genehmigt werden. Verträge, welche die festgesetzten Limiten übersteigen, müssen vor der Genehmigung nach vorab definierten Verfahren auf ihre Profitabilität überprüft werden. Bestimmte Verträge, die spezifische Risiken im Zusammenhang mit Derivaten oder demografischen Risikofaktoren enthalten, für die keine verlässlichen Daten verfügbar sind, müssen unabhängig von der Höhe der angebotenen Deckung zur Genehmigung vorgelegt werden. Über Versicherungsdeckungen, welche die festgesetzten Limiten übersteigen, müssen regelmässige interne Berichte vorgelegt werden. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass die Zeichnungspraktiken den Gesetzen des jeweiligen Landes entsprechen.

Für bestimmte Teile des Kollektiv-Lebengeschäfts gilt im Hinblick auf Gesundheitsprüfungen, die vor der Zeichnung von Geschäft verlangt werden, das Recht des jeweiligen Landes. Für bestimmte Teile des Einzel-Lebengeschäfts bestehen Vereinbarungen im Hinblick auf Gesundheitsprüfungen von Antragstellern vor der Zeichnung von Geschäft. Wird das Risiko hoch eingeschätzt, werden der Ausschluss spezifischer Risiken, die Anpassung der Prämien sowie Rückversicherung in Betracht gezogen.

Im Unfall- und Krankengeschäft umfasst die Zeichnungsstrategie biometrische und finanzielle Daten der zu versichernden Personen, den Vertragstyp und Erfahrungswerte.

Nichtleben | Die Swiss Life-Gruppe verfügt in Frankreich über Geschäftsbereiche zur Deckung von Unfall- und Krankheits- (Invaliditäts-) sowie Sach- und Haftpflichtrisiken.

Die Gruppe steuert die Risiken, die sich aus diesen Verträgen ergeben, mit Hilfe ihrer Zeichnungsstrategie und durch Rückversicherungsvereinbarungen.

Entwicklung bei Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen

  Schätzung endgültige Schadenskosten nach Unfalljahr
Mio. CHF  20012002200320042005200620072008Total
Am Ende des Unfalljahrs  535447454467427546501416n.a.
1 Jahr später  586496472443481457438n.a.
2 Jahre später  565481446468440424n.a.
3 Jahre später  550468476447409n.a.
4 Jahre später  548480563380n.a.
5 Jahre später  581470465n.a.
6 Jahre später  530450n.a.
7 Jahre später  492n.a.
Derzeitige Schätzung der kumulierten Schadenfälle   492 450 465 380 409 424 438 416 3 474
Kumulierte Zahlungen  –428–371–354–286–293–296–268–174–2 470
Verbindlichkeiten vor Diskontierung  6479111941161281702421 004
Auswirkung der Diskontierung 
Verbindlichkeiten für das aktuelle und die 7 früheren Geschäftsjahre   64 79 111 94 116 128 170 242 1 004
Verbindlichkeiten aus früheren Jahren  177
Total Verbindlichkeiten aus Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen (brutto)                    1 181


Die Entwicklung bei Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen umfasst das Nichtlebengeschäft in Frankreich.

Die Annahmevorschriften für Risiken stimmen mit dem «Code des Assurances» und dem französischen Aufsichtsrecht überein. Zeichnungsrichtlinien und Tarife werden jährlich überprüft.

Die Überwachung der eingegangenen Risiken hinsichtlich der entsprechenden Prämien und Schäden erfolgt monatlich. Bei Risiken, deren Schadensatz ein bestimmtes Mass übersteigt, wird für die Anpassung der Tarife ein automatisches Schadenüberwachungssystem eingesetzt.

RÜCKVERSICHERUNG | Durch Rückversicherung wird das Versicherungsrisiko der Gruppe begrenzt. Dies entlastet die Gruppe jedoch nicht von ihren Verpflichtungen als Erstversicherer, und wenn ein Rückversicherer einen Schaden nicht bezahlt, haftet die Gruppe gegenüber dem Versicherungsnehmer weiterhin für die Zahlungen. Für nicht einbringliche Forderungen gegenüber Rückversicherern würde eine auf Schätzungen basierende Wertberichtigung ausgewiesen.

Zusätzlich hält die Gruppe umfangreiche Sicherheiten im Rahmen von Rückversicherungsverträgen zur Sicherstellung von Forderungen (Depoteinlagen und Wertschriften). Von Rückversicherern rückforderbare Beträge werden auf Basis der geschätzten Leistungen aus den Erstversicherungsverträgen berechnet und in der Bilanz unter Guthaben aus Rückversicherung ausgewiesen.

Das Management überprüft die Rückversicherungsprogramme regelmässig unter Berücksichtigung von Vertrag, Typ, gedeckten Risiken und Selbstbehalt. Für die Genehmigung von Rückversicherungsprogrammen und deren Änderung werden ein Prozess, die Kompetenzen und die Limiten festgelegt. Damit die Einhaltung der Prinzipien der Gruppe gewährleistet ist, wurden Richtlinien zur Rückversicherung eingeführt.

Im Lebengeschäft wird das je Versicherten getragene Risiko limitiert, wobei die Höhe des Selbstbehalts je nach Land variiert. Zur Deckung von Schadenhäufungen im Lebengeschäft bestehen Rückversicherungsverträge, die das Katastrophenrisiko decken. Dieser Typ der Rückversicherungsdeckung wird auf Gruppenebene organisiert. Im Nichtlebengeschäft wird die Rückversicherungsdeckung von Schadenhäufungen auf der Ebene der einzelnen Versicherungsbereiche organisiert.

Bei Nichtlebensversicherungen umfasst die Rückversicherungsvereinbarung überwiegend nichtproportionale Deckungen für einzelne Risiken und/oder Ereignisse, die an die Besonderheiten jedes einzelnen Vertrags angepasst sind. Dies umfasst Schadenexzedenten-, Stop-Loss- und Katastrophendeckungen. Zum Schutz vor spezifischen Risiken wird auch fakultative Rückversicherung gezeichnet.

Keine Verbindung zu einem einzelnen Rückversicherer ist für die Gruppe von wesentlicher Bedeutung, und das Geschäft der Gruppe ist nicht weitgehend von einem einzelnen Rückversicherer abhängig.

Gemessen an den verdienten Versicherungsprämien waren am 31. Dezember 2008 etwa 2,2% des bestehenden Versicherungsportefeuilles aus fortgeführten Geschäftsbereichen zediert (2007: 1,8%).

Übriger Risikotransfer | Der Risikotransfer findet primär in Form von Rückversicherung statt. Alternative Formen des Risikotransfers (zum Beispiel Verbriefung) erfordern eine formelle Genehmigung des Group Risk Committee. Gegenwärtig nutzt die Gruppe keine nennenswerten alternativen Formen des Risikotransfers.

Versicherungsrisiken werden regelmässig an das Group Risk Committee berichtet.

Sensitivitätsanalyse | Die Swiss Life-Gruppe verwendet hinsichtlich Versicherungs- und Marktrisiken den traditionellen Embedded Value – eines der wichtigsten Führungsinstrumente – für die Sensitivitätsanalyse. Der Embedded Value dient aus Sicht des Aktionärs als Indikator für den Wert des bestehenden Versicherungsportefeuilles. Er setzt sich aus drei Komponenten zusammen: den den Aktionären zuzuordnenden Mitteln (Adjusted Net Asset Value; ANAV), dem Barwert der künftigen Gewinne (Present Value of Future Profits; PVFP) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Kosten zur Stellung von Risikokapital (Cost of Holding Capital; CoHC). Zukünftiges Neugeschäft wird nicht einbezogen.

Per 31. Dezember 2008 belief sich der Embedded Value der Swiss Life-Gruppe auf CHF 8,5 Milliarden (2007: CHF 12,8 Milliarden). Aufgrund unterschiedlicher Bewertungsmethoden werden Veränderungen des Embedded Value in der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Erfolgsrechnung der Swiss Life-Gruppe normalerweise nicht in demselben Mass widergespiegelt, und umgekehrt.

Dem Embedded Value sind bestimmte Grenzen gesetzt, vor allem weil er als einzelne bestmögliche Schätzung berechnet wird, die nicht alle möglichen Ergebnisse berücksichtigt (z. B. Einbezug der eingebetteten Optionen und Garantien).

Für die Modellrechnungen zum PVFP werden zu einigen Faktoren realitätsnahe Annahmen getroffen, vor allem zu Kapitalerträgen, zur Kosten- und Schadenentwicklung, zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer sowie zum Risikodiskontsatz. Dabei wird von der Fortführung des Geschäfts auf gleichem Niveau ausgegangen (Going Concern), und die gegenwärtigen Kostensätze werden – inflationsbereinigt – auch für die Zukunft angenommen. Dem PVFP werden die zukünftigen Kosten für das Stellen des dem Versicherungsgeschäft vom Aktionär zu unterlegenden klassischen Solvenzkapitals belastet. Die Swiss Life-Gruppe berechnet den Embedded Value für sämtliche ihrer Lebensversicherungsgesellschaften. Alle anderen Unternehmen werden zum statutarischen Buchwert berücksichtigt. Folglich haben die Risikofaktoren im Hinblick auf diese Geschäfte keine Auswirkungen auf den Embedded Value.

Eine Analyse der Sensitivität gibt darüber Aufschluss, in welchem Mass Schwankungen der Risikofaktoren den Embedded Value beeinflussen. Die Analyse beruht auf Änderungen der Annahmen, die zur Berechnung des Embedded Value verwendet werden, wobei ein spezifischer Risikofaktor verändert wird, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. In der Praxis ist dieser Fall unwahrscheinlich, und Änderungen einiger Annahmen sind möglicherweise korreliert. Bei einer Veränderung eines spezifischen Risikofaktors geht der Effekt der sich dadurch verändernden Zuweisungen an die Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer in die Analyse ein. Die Veränderungen des Risikofaktors werden auf den gesamten Projektionszeitraum angewandt.

Für die fortgeführten Geschäftsbereiche ergibt die Sensitivitätsanalyse in Bezug auf das Versicherungsrisiko Folgendes:

Eine höhere Sterblichkeit hätte einen positiven Effekt auf den Embedded Value aus Leibrenten (Erlebensfallrisiko), während der negative Effekt auf den Embedded Value aus Verträgen mit Todesfallrisiko aufgrund der entsprechend tieferen Überschussanteile der Versicherungsnehmer vergleichsweise gering ausfällt. Deshalb wird diese Sensitivität für den Embedded Value nicht als bedeutendes Risiko betrachtet.

Wäre der Langlebigkeitsparameter (erfasst die zukünftige Verbesserung der Langlebigkeit) um 10% gestiegen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 48 Millionen tiefer (2007: CHF 31 Millionen tiefer) und in den übrigen Ländern um CHF 8 Millionen tiefer (2007: CHF 27 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre der Langlebigkeitsparameter um 10% gesunken, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 44 Millionen höher (2007: CHF 33 Millionen höher) und in den übrigen Ländern um CHF 7 Millionen höher (2007: CHF 26 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre die Morbidität um 10% gestiegen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 32 Millionen tiefer (2007: CHF 29 Millionen tiefer) und in den übrigen Ländern um CHF 16 Millionen tiefer (2007: CHF 30 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die Morbidität um 10% gesunken, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 32 Millionen höher (2007: CHF 29 Millionen höher) und in den übrigen Ländern um CHF 16 Millionen höher (2007: CHF 30 Millionen höher) ausgefallen.

In Bezug auf das Marktrisiko ergibt die Sensitivitätsanalyse Folgendes:

Bei der Berechnung des Embedded Value geht die Swiss Life-Gruppe davon aus, dass sämtliche Obligationen bis zum Verfall gehalten werden. Bei Fälligkeit werden die Rückzahlungsbeträge zu an jenem Zeitpunkt anwendbaren Zinssätzen (Neuanlagerendite) wieder in neue Obligationen investiert. Wäre die Neuanlagerendite von Anleihen um 100 Basispunkte höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 41 Millionen höher (2007: CHF 151 Millionen höher) und in den übrigen Ländern um CHF 207 Millionen höher (2007: CHF 255 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre die Neuanlagerendite von Anleihen um 100 Basispunkte tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 216 Millionen tiefer (2007: CHF 162 Millionen tiefer) und in den übrigen Ländern um CHF 197 Millionen tiefer (2007: CHF 247 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre der Fair Value von Aktien und Liegenschaften um 10% höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 304 Millionen höher (2007: CHF 307 Millionen höher) und in den übrigen Ländern um CHF 45 Millionen höher (2007: CHF 84 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre der Fair Value von Aktien und Liegenschaften um 10% tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 447 Millionen tiefer (2007: CHF 377 Millionen tiefer) und in den übrigen Ländern um CHF 46 Millionen tiefer (2007: CHF 83 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die Anlagerendite von Aktien und Liegenschaften um 100 Basispunkte höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 171 Millionen höher (2007: CHF 181 Millionen höher) und in den übrigen Ländern um CHF 65 Millionen höher (2007: CHF 119 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre die Anlagerendite von Aktien und Liegenschaften um 100 Basispunkte tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 267 Millionen tiefer (2007: CHF 206 Millionen tiefer) und in den übrigen Ländern um CHF 67 Millionen tiefer (2007: CHF 118 Millionen tiefer) ausgefallen.

Hätten sich die Fremdwährungen gegenüber dem Schweizer Franken um 10% aufgewertet, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 11 Millionen tiefer (2007: CHF 4 Millionen tiefer) ausgefallen. Hätten sich die Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10% aufgewertet, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in den übrigen Ländern unverändert (2007: CHF 2 Millionen höher) geblieben.

Hätten sich die Fremdwährungen gegenüber dem Schweizer Franken um 10% abgewertet, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in der Schweiz um CHF 11 Millionen höher (2007: CHF 4 Millionen höher) ausgefallen. Hätten sich die Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10% abgewertet, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2008 in den übrigen Ländern unverändert (2007: CHF 2 Millionen tiefer) geblieben.

Die Sensitivität der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft wird zu Zwecken des internen Risikomanagements und zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen (Schweizer Solvenztest) auch auf wirtschaftlicher Basis analysiert.




 
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