Die wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze sind unten aufgeführt. Sofern nicht anders vermerkt, wurden sie auf alle hier dargestellten Berichtsperioden angewendet.


2.1 Grundlage der Berichterstattung

Die konsolidierte Jahresrechnung von Swiss Life wurde in Übereinstimmung mit den «International Financial Reporting Standards» (IFRS) erstellt. Sie basiert auf dem Anschaffungswertprinzip mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bilanziert wurden: Derivate, erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, als jederzeit verkäuflich klassifizierte finanzielle Vermögenswerte sowie Investitionsliegenschaften.

Die Erstellung des Abschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert einige wichtige Schätzungen. Ferner werden vom Management bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze Beurteilungen verlangt. Bereiche mit einem höheren Beurteilungsbedarf bzw. höherer Komplexität bzw. Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen für die konsolidierte Jahresrechnung massgebend sind, sind in Anhang 3 angegeben.


2.2 Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze

In der Berichtsperiode geltende Standards und Interpretationen | Im November 2006 wurde IFRIC 11 «Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2» veröffentlicht. Die Interpretation fordert, dass ein Vertragsverhältnis mit anteilsbasierter Vergütung, bei dem ein Unternehmen Güter oder Dienstleistungen als Gegenleistung für die eigenen Eigenkapitalinstrumente erhält, als aktienbasierte Vergütungen verbucht wird, ungeachtet dessen, wie die benötigten Eigenkapitalinstrumente erworben worden sind. Zudem bietet die Interpretation Angaben dazu, ob Vertragsverhältnisse mit anteilsbasierter Vergütung, bei denen Dienstleistungserbringer oder Güterlieferanten eines Unternehmens Eigenkapitalinstrumente des Mutterunternehmens erhalten, im Abschluss als Vergütungen mit Barausgleich oder als aktienbasierte Vergütungen verbucht werden sollen. Die Interpretation tritt für die am oder nach dem 1. März 2007 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Es bestehen keine Auswirkungen dieser Interpretation auf die Swiss Life-Gruppe.

Im Juli 2007 wurde IFRIC 14 «IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung» veröffentlicht. Die Interpretation beinhaltet allgemeine Richtlinien zur Bestimmung der Obergrenze des Überschussbetrags eines Pensionsfonds, der nach IAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer» als Vermögenswert erfasst werden kann. In der Interpretation wird auch erklärt, wie sich gesetzliche oder vertragliche Mindestfinanzierungsvorschriften auf Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten eines Plans auswirken können. Die Interpretation wurde von der Swiss Life-Gruppe für die am 1. Januar 2008 beginnenden Geschäftsjahre übernommen. Es bestehen keine Auswirkungen dieser Interpretation auf die Swiss Life-Gruppe, denn es wurden keine Vorsorgeguthaben aus leistungsorientierten Plänen erfasst, bei denen Rückerstattungen aus den Plänen oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen an die Pläne durch die Interpretation eingeschränkt werden. Es bestehen keine Vorsorgeguthaben oder -verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen, die durch gesetzliche oder vertragliche Mindestfinanzierungsvorschriften betroffen wären.

Als Antwort auf die zunehmenden Verwerfungen an den Finanzmärkten im dritten Quartal 2008 wurden im Oktober 2008 Änderungen an IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung» sowie zu IFRS 7 «Finanzinstrumente: Angaben» veröffentlicht. Finanzielle Vermögenswerte im Anwendungsbereich dieser Änderungen können aus den Kategorien «erfolgswirksam zum Fair Value» und «jederzeit verkäuflich» umgegliedert werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zinsinstrumente, die der Definition von Darlehen und Forderungen entsprochen hätten, können in Darlehen und Forderungen umgegliedert werden, wenn das Unternehmen beabsichtigt und in der Lage ist, die Vermögenswerte auf absehbare Zeit oder bis zum Verfall zu halten. Alle übrigen Zins- und Beteiligungsinstrumente können aus der Kategorie «erfolgswirksam zum Fair Value» umgegliedert werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind – jedoch nur, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen. Die Änderungen zu den Umgliederungen sind ab dem 1. Juli 2008 anzuwenden. Ein Unternehmen darf finanzielle Vermögenswerte nicht vor dem 1. Juli 2008 umgliedern. Eine Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten am oder nach dem 1. November 2008 tritt lediglich ab deren Datum in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe nutzte die Möglichkeit, bestimmte Zinsinstrumente per 1. Juli 2008 von der Kategorie «jederzeit verkäuflich» in die Kategorie «Darlehen» umzugliedern. Die finanziellen Auswirkungen dieser Umgliederungen und die Angaben nach IFRS 7 «Finanzinstrumente: Angaben» sind in Anhang 37 ersichtlich.

Folgende neue Interpretation hat für die Swiss Life-Gruppe keine Bedeutung:

IFRIC 12 «Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen».


2.3 Konsolidierungsgrundsätze

Die konsolidierte Jahresrechnung der Swiss Life-Gruppe beinhaltet Aktiven, Passiven, Ertrag und Aufwand der Swiss Life Holding und ihrer Tochtergesellschaften. Eine Tochtergesellschaft ist ein Unternehmen, an dem die Swiss Life Holding direkt oder indirekt mehr als 50% der Stimmrechte hält oder bei dem sie auf andere Weise die Kontrolle über die Geschäftstätigkeit ausübt. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt des Übergangs der entsprechenden Kontrolle. Alle konzerninternen Bilanzposten und Transaktionen sowie nicht realisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen wurden eliminiert. Eine Auflistung der wichtigsten Tochterunternehmen der Gruppe ist in Anhang 39 zu finden. Die Auswirkungen des Erwerbs und der Veräusserung von Tochterunternehmen auf die Rechnungslegung sind in Anhang 29 dargestellt. Assoziierte Unternehmen, an denen die Swiss Life-Gruppe zwischen 20% und 50% der Stimmrechte hält oder bei denen sie einen bedeutenden Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet. Der Anteil der Gruppe am Gewinn des Berichtsjahrs ist als Anteil am Ergebnis der assoziierten Unternehmen ausgewiesen. In der Bilanz werden assoziierte Unternehmen zum Wert ausgewiesen, der dem Anteil der Gruppe am Nettovermögen entspricht. Der Anteil der Gruppe am Jahresgewinn wird vom Beginn des bedeutenden Einflusses bis zu dessen Ende einbezogen. Nicht realisierte Gewinne aus Geschäften mit assoziierten Unternehmen werden in Höhe der Beteiligung der Gruppe eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden eliminiert, soweit keine Hinweise auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts vorliegen. Der Buchwert schliesst den Goodwill aus Akquisitionen ein.

Die Minderheitsanteile umfassen jenen Teil des Ergebnisses und des Nettovermögens eines Tochterunternehmens, der auf Anteile entfällt, die nicht direkt oder indirekt über andere Tochterunternehmen vom Mutterunternehmen gehalten werden. Die Minderheitsanteile umfassen den Anteil der Minderheit am Net Fair Value der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen zum Zeitpunkt des ursprünglichen Erwerbs sowie den Anteil der Minderheit an der Veränderung des Eigenkapitals seit dem Erwerb.

Eine Auflistung der wichtigsten Tochterunternehmen der Gruppe ist in Anhang 39 zu finden.


2.4 Fremdwährungsumrechnung und -transaktionen

Funktionale und Darstellungswährung | Die Positionen der Jahresrechnung werden in der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds gemessen, in dem die Konzerngesellschaften tätig sind («Funktionale Währung»). Die Darstellungswährung der Gruppe ist der Schweizer Franken (CHF). Der Konzernabschluss ist in Millionen Franken dargestellt.

Umrechnungskurse Fremdwährungen

  DurchschnittDurchschnitt
  31.12.200831.12.200720082007
1 britisches Pfund (GBP)  1.54132.25612.00062.4016
1 kroatische Kuna (HRK)  0.2036n.a.0.2201n.a.
1 tschechische Krone (CZK)  0.0562n.a.0.0638n.a.
1 Euro (EUR)  1.49151.65521.58741.6432
100 ungarische Forint (HUF)  0.5625n.a.0.6340n.a.
100 polnische Zloty (PLN)  35.9400n.a.45.4610n.a.
1 neuer rumänischer Leu (RON)  0.3732n.a.0.4336n.a.
1 Singapur-Dollar (SGD)  0.73450.78250.76510.7967
1 slowakische Krone (SKK)  0.0495n.a.0.0510n.a.
1 US-Dollar (USD)  1.06081.12491.08311.2004


Fremdwährungsumrechnung | Aktiven und Passiven aus Jahresrechnungen von Gruppengesellschaften, die nicht in Schweizer Franken erstellt wurden, werden bei der Konsolidierung zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die Umrechnung der entsprechenden Posten der Erfolgsrechnung erfolgt zu Durchschnittskursen für das betreffende Jahr. Goodwill, der vor dem 1. Januar 2005 ausgewiesen wurde, wird zu den entsprechenden historischen Kursen umgerechnet. Goodwill, für den das Vertragsdatum auf den 1. Januar 2005 oder später fällt, wird in der funktionalen Währung des ausländischen Geschäftsbereichs ausgewiesen und zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden direkt im Eigenkapital verbucht. Bei Veräusserung von ausländischen Unternehmen fliessen die entsprechenden Umrechnungsdifferenzen als Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Verkauf direkt in die Erfolgsrechnung.

Fremdwährungstransaktionen | Die Fremdwährungstransaktionen der einzelnen Gruppengesellschaften werden zu Kursen des Transaktionsdatums umgerechnet. Ausstehende Beträge in Fremdwährungen werden bei monetären Posten zu Jahresendkursen bewertet, während nicht-monetäre Posten zu historischen Kursen bewertet werden. Zum Fair Value bilanzierte nicht-monetäre Fremdwährungsposten werden zum Wechselkurs des Neubewertungszeitpunkts umgerechnet.


2.5 Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bargeld, Sichteinlagen sowie kurzfristigen, sehr liquiden Anlagen zusammen, deren Laufzeit beim Kauf höchstens 90 Tage betrug.


2.6 Derivate

Die Gruppe schliesst Terminkontrakte, Futures, Forward Rate Agreements, Währungs- und Zinsswaps, Optionen sowie andere Derivate zur Sicherung von Risikopositionen oder zu Handelszwecken ab. Die Nennbeträge oder Kontraktvolumina von Derivaten, welche zur Darstellung des Volumens von ausstehenden Finanzinstrumenten und als Basis für den Vergleich mit anderen Finanzinstrumenten dienen, entsprechen, mit Ausnahme bestimmter Devisenkontrakte, nicht den Beträgen, die effektiv zwischen den Parteien ausgetauscht werden. Sie liefern demzufolge keine Angaben über das Ausfallrisiko, dem die Gruppe ausgesetzt ist. Die ausgetauschten Beträge werden auf Basis der Nennbeträge bzw. der Kontraktvolumina und anderer Konditionen der Derivate berechnet, die ihrerseits auf Zinssätzen, Wechselkursen, Wertpapierkursen und der Volatilität dieser Kurse bzw. Preise beruhen.

Sämtliche Derivate werden am Tag des Vertragsabschlusses zuerst zum Fair Value erfasst und in der Folge neu zum Fair Value bewertet. Dabei werden für die Gruppe vorteilhafte Positionen als Vermögenswerte aufgeführt, nachteilige Positionen als Verbindlichkeiten. Gewinne und Verluste, die sich bei der Neubewertung zum Fair Value ergeben, werden sogleich in der Erfolgsrechnung verbucht. Ausgenommen hiervon sind Derivate, welche als Cashflow-Hedges eingesetzt werden.

In anderen Finanzinstrumenten oder in Versicherungsverträgen eingebettete Derivate, die nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, werden gesondert erfasst und zum Fair Value bewertet, ausser es handelt sich um Rückkaufsoptionen zu einem festen Ausübungspreis, die in Basisversicherungsverträgen und -kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung eingebettet sind. Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. In Versicherungsverträge eingebettete Derivate, die eng mit Versicherungsverträgen verbunden sind oder selbst Versicherungsverträge sind, zum Beispiel garantierte Rentenoptionen oder garantierte Zinssätze, werden bei der Bewertung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft berücksichtigt. Optionen, Garantien und andere Derivate, die in einen Versicherungsvertrag eingebettet sind und kein Versicherungsrisiko beinhalten, werden als Derivate ausgewiesen.

Derivative und andere Finanzinstrumente werden ebenfalls eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und andere Risiken abzusichern bzw. anders zu gestalten, falls bestimmte Kriterien zutreffen. Solche Finanzinstrumente dienen der Kompensation von Änderungen im Fair Value eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit und nicht erfasster fester Verpflichtungen (Fair-Value-Hedge) bzw. von Änderungen bei künftigen Mittelflüssen eines Vermögenswerts, einer Verbindlichkeit oder einer sehr wahrscheinlichen vorgesehenen Transaktion (Cashflow-Hedge). Bei einem qualifizierten Fair-Value-Hedge wird die Änderung des Fair Value eines derivativen Sicherungsinstruments in der Erfolgsrechnung erfasst. Die einem gesicherten Risiko zurechenbare Änderung des Fair Value eines gesicherten Grundgeschäfts bewirkt eine Anpassung von dessen Buchwert und wird ebenfalls in der Erfolgsrechnung erfasst.

Bei einem qualifizierten Cashflow-Hedge wird der sicherungswirksame Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus einem derivativen Sicherungsinstrument direkt im Eigenkapital erfasst. Sämtliche nicht wirksamen Teile des Gewinns bzw. Verlusts werden sogleich in der Erfolgsrechnung erfasst. Falls eine gesicherte vorgesehene Transaktion zur Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit führt, wird der entsprechende im Eigenkapital erfasste Gewinn oder Verlust während des Zeitraums, in dem das gesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam ist, in die Erfolgsrechnung übertragen. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft oder verkauft wird oder wenn ein Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllt, verbleibt der zu jenem Zeitpunkt kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam, wenn die vorgesehene Transaktion definitiv in der Erfolgsrechnung erfasst wird. Wenn der Eintritt der Transaktion nicht mehr erwartet wird, ist der direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust ergebniswirksam zu erfassen.

Ist eine Sicherungsbeziehung nicht mehr wirksam, bzw. sie läuft aus oder wird beendet, wird das betreffende Geschäft von diesem Zeitpunkt an nicht mehr als Sicherungsbeziehung bilanziert.


2.7 Finanzielle Vermögenswerte

«Übliche» Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Die Amortisation bzw. die Zuschreibung der Differenz zwischen Anschaffungspreis und Nominalwert erfolgt unter Verwendung der Effektivzinsmethode und wird über die Laufzeit des Vermögenswerts im Zinsertrag erfasst. Dividenden auf Aktien werden per Ausschüttungsdatum als Ertrag verbucht. Zinserträge werden zeitlich abgegrenzt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Ansprüche auf die Mittelflüsse aus ihm erloschen sind oder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen wurden oder die Risiken weder übertragen noch behalten wurden, die Kontrolle des Vermögenswerts jedoch übertragen wurde.

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zu den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten zählen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestufte finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte, welche die Gruppe mit der Absicht kauft, sie kurzfristig wieder zu verkaufen, werden als «zu Handelszwecken gehalten» eingestuft. Als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestufte finanzielle Vermögenswerte werden bei der Ersterfassung unwiderruflich als solche eingestuft. Vor allem in folgenden Fällen werden finanzielle Vermögenswerte als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft:
  • Finanzielle Vermögenswerte, mit denen Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und Verbindlichkeiten aus Kapitalanlageverträgen auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe (fondsgebundene Verträge, Separate Accounts und Private Placement Life Insurance) unterlegt sind, um inkonsistente Bewertungen der entsprechenden Verbindlichkeiten zu vermeiden.

  • Bestimmte Eigenkapitalinstrumente, deren Kurs in einem aktiven Markt gestellt wird und die auf Fair-Value-Basis verwaltet werden.

  • Bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit eingebetteten Derivaten, die anderenfalls gesondert erfasst werden müssten.

  • Bestimmte finanzielle Vermögenswerte, die ein Risiko mit anderen Finanzinstrumenten teilen und zu entgegengesetzten Veränderungen des Fair Value führen, welche sich meist gegenseitig aufheben («Economic Hedges», wirtschaftliche Absicherungen).

Zinsen, Dividendenerträge sowie realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste sind unter «Gewinne/ Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto)» erfasst.

Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Vermögenswerte, die als jederzeit verkäuflich eingestuft sind, werden zum Fair Value ausgewiesen. Finanzielle Vermögenswerte werden als jederzeit verkäuflich eingestuft, wenn sie nicht die Voraussetzungen für eine Einstufung als bis zum Verfall gehalten, zu Handelszwecken gehalten, Kredite und Forderungen erfüllen und nicht als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft sind. Gewinne und Verluste aus Änderungen des Fair Value von jederzeit verkäuflichen Kapitalanlagen, also die Differenz zwischen Fair Value und (fortgeführten) Anschaffungskosten, werden im Eigenkapital ausgewiesen. Bei der Veräusserung einer jederzeit verkäuflichen Kapitalanlage wird der kumulative Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital in die Erfolgsrechnung der betreffenden Rechnungsperiode umgebucht. Gewinne und Verluste aus Veräusserung werden anhand der Durchschnittskostenmethode ermittelt.

Kredite und Forderungen | Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixierten oder abschätzbaren Zahlungen. Zu den Krediten gehören von der Gruppe gewährte Darlehen und Kapitalanlagen in Schuldinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt kotiert sind und deren Verkauf kurzfristig nicht beabsichtigt ist. Kredite werden zum Fair Value abzüglich Transaktions- oder direkter Gestehungskosten erfasst. Danach erfolgt die Bewertung mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Bis zum Verfall gehaltene finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Vermögenswerte, bei welchen die Gruppe in der Lage ist, sie bis zum Verfall zu halten, und dies auch beabsichtigt, werden mittels Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten geführt.

Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte | An- und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten im Rahmen von Repurchase- bzw. Rückveräusserungsvereinbarungen und Leihvereinbarungen werden als besicherte Kredite bzw. Darlehen ausgewiesen. Bezahlte oder erhaltene Zinsen werden über die Laufzeit der betreffenden Vereinbarungen in der Erfolgsrechnung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer Rückkaufvereinbarung verkauft oder im Rahmen einer Rückgabevereinbarung ausgeliehen wurden und bei denen der Empfänger das Recht hat, die als Sicherheit gegebenen Wertschriften zu verkaufen oder weiterzuverpfänden, werden zu als Sicherheiten verpfändeten finanziellen Vermögenswerten umgegliedert.

Die Bewertung erfolgt nach denselben Regeln wie bei entsprechenden uneingeschränkten finanziellen Vermögenswerten.


2.8 Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Die Gruppe überprüft den Buchwert von finanziellen Vermögenswerten regelmässig auf Anzeichen einer Wertminderung.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | Die Gruppe prüft an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten ist nur dann im Wert gemindert und Wertminderungen sind nur dann entstanden, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach der Ersterfassung des Vermögenswerts eintraten (ein «Verlustereignis»), ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und dieses Verlustereignis (oder -ereignisse) eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Mittelflüsse des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Bis zum Verfall gehaltene Vermögenswerte sowie Darlehen und Forderungen werden auf Wertminderungen überprüft, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating) oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Darlehen und Forderungen oder bei bis zum Verfall gehaltenen Kapitalanlagen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Mittelflüsse (mit Ausnahme künftiger, noch nicht erlittener Kreditausfälle), diskontiert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag ist erfolgswirksam zu erfassen. Bei Krediten oder bis zum Verfall gehaltenen Kapitalanlagen mit variabler Verzinsung ist der zur Bestimmung der Wertberichtigung verwendete Diskontsatz der im Vertrag vereinbarte aktuelle effektive Zinssatz.

Zur kollektiven Beurteilung von Wertminderungen werden die finanziellen Vermögenswerte anhand ähnlicher Ausfallrisikoprofile in Gruppen zusammengefasst. Diese Profile sind wichtig für die Schätzung künftiger Mittelflüsse aus Gruppen solcher Vermögenswerte, weil sie Aufschluss über die Fähigkeit der Schuldner geben, alle fälligen Beträge gemäss den Vertragsbedingungen der zu beurteilenden Vermögenswerte zu bezahlen.

Verringert sich die Höhe der Wertminderung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden (beispielsweise die Verbesserung des Bonitätsratings eines Schuldners), wird die früher erfasste Wertminderung durch Anpassung des Wertberichtigungskontos um die Differenz zwischen dem Buchwert und den neuen fortgeführten Anschaffungskosten rückgängig gemacht. Der Betrag der Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Zum Fair Value erfasste finanzielle Vermögenswerte (jederzeit verkäuflich) | Zu jedem Bilanz- und Zwischenberichtsstichtag wird geprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Fall eines als jederzeit verkäuflich eingestuften Beteiligungsinstruments wird die Tatsache, dass der Fair Value der Wertschrift in bedeutendem Mass oder während längerer Zeit unter den Anschaffungskosten liegt, als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung eingestuft. Als bedeutend gilt in dieser Hinsicht ein Rückgang des Fair Value um mehr als 30%, und als längere Zeit wird ein Zeitraum von zwölf Monaten oder mehr erachtet. In solch einem Fall wird die Wertminderung – also die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen Fair Value – aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Erfolgsrechnung erfasst. Nach der Erfassung einer Wertminderung wird jede weitere Minderung des Fair Value in der Erfolgsrechnung erfasst, und darauf folgende Wertsteigerungen des Fair Value werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Jederzeit verkäufliche Zinspapiere werden auf Wertminderungen überprüft, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating) oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist. Steigt der Fair Value eines als jederzeit verkäuflich eingestuften Schuldinstruments in einer späteren Rechnungsperiode und ist der Anstieg objektiv auf ein Ereignis zurückzuführen, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird diese über die Erfolgsrechnung zurückgebucht.

Wertminderungen werden in der Erfolgsrechnung als Teil der Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto) verbucht.


2.9 Investitionsliegenschaften

Investitionsliegenschaften bestehen aus Kapitalanlagen in Wohngebäuden, Geschäftsliegenschaften und gemischt genutzten Liegenschaften, die grösstenteils in der Schweiz liegen. Die zu Anlagezwecken gehaltenen Liegenschaften umfassen sowohl Grundeigentum als auch Gebäude.

Investitionsliegenschaften sind Liegenschaften, die gehalten werden, um Mieteinnahmen, einen Kapitalzuwachs oder beides zu erzielen.

Einige Liegenschaften werden teilweise zur Erzielung von Mieteinnahmen oder einem Kapitalzuwachs gehalten und teilweise zur Selbstnutzung. Wenn diese Teile separat verkauft werden könnten, werden sie auch separat bilanziert. Andernfalls gilt die Liegenschaft nur dann als Investitionsliegenschaft, wenn lediglich ein unbedeutender Teil zur Selbstnutzung gehalten wird.

Investitionsliegenschaften werden zum Fair Value ausgewiesen, und Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. Der Fair Value wird entweder anhand regelmässiger unabhängiger Bewertungen oder anhand diskontierter zukünftiger Mittelflüsse ermittelt. Die Bewertung aller Investitionsliegenschaften wird mindestens alle drei Jahre von einem unabhängigen anerkannten Bewerter überprüft. Mieteinnahmen werden linear über die Dauer des Mietverhältnisses erfasst.

Investitionsliegenschaften, die für die weitere Nutzung als Investitionsliegenschaften saniert werden oder für die der Markt weniger aktiv geworden ist, werden weiterhin zum Fair Value bewertet.

Wird eine Betriebsliegenschaft aufgrund einer Nutzungsänderung zur Investitionsliegenschaft, so wird die positive Differenz zwischen ihrem Buchwert und ihrem Fair Value zum Zeitpunkt der Übertragung im Eigenkapital erfasst. Macht ein Anstieg des Fair Value jedoch eine vorherige Wertminderung rückgängig, so wird dieser Anstieg in der Erfolgsrechnung erfasst. Ein resultierender Rückgang des Buchwerts der Liegenschaft wird im Nettoergebnis der betreffenden Rechnungsperiode erfasst. Bei der Veräusserung einer solchen Investitionsliegenschaft wird eine zuvor im Eigenkapital erfasste Aufwertung zu den Gewinnreserven umgebucht; die Umbuchung erfolgt nicht über die Erfolgsrechnung.

Wird eine Investitionsliegenschaft selbst genutzt, wird sie zu den Sachanlagen umgegliedert, und zu Bilanzierungszwecken wird ihr Fair Value zum Zeitpunkt der Umgliederung künftig als Anschaffungskosten angesetzt.


2.10 Versicherungsgeschäft

Definition von Versicherungsverträgen | Versicherungsverträge sind Verträge, nach denen eine Partei ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbart, dem Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifiziertes ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Ein signifikantes Versicherungsrisiko besteht, wenn ein versichertes Ereignis bewirken könnte, dass ein Versicherer unter irgendwelchen Umständen signifikante zusätzliche Leistungen zu erbringen hat, ausgenommen die Umstände, denen es an kommerzieller Bedeutung fehlt (das heisst, die keine wahrnehmbare Wirkung auf die wirtschaftliche Sicht des Geschäfts haben). Bei der Klassifizierung von Verträgen werden sowohl von der Gruppe ausgestellte Versicherungsverträge als auch von der Gruppe gehaltene Rückversicherungsverträge identifiziert. Als Versicherungsverträge betrachtet die Swiss Life-Gruppe grundsätzlich alle Verträge, welche die Erbringung zusätzlicher Leistungen in Höhe von mehr als 10% der Leistungen erfordern, die zu erbringen wären, wenn das versicherte Ereignis nicht eingetreten wäre, ausgenommen der Umstände, denen es an kommerzieller Bedeutung fehlt.

Die Gruppe hat bei allen Verträgen den Umfang des Versicherungsrisikos eingeschätzt. Verträge, bei denen zunächst kein Versicherungsrisiko übertragen wird, wohl aber später, werden von Anfang an als Versicherungsverträge eingestuft, es sei denn, der Gruppe steht es frei, die Versicherungsprämie später festzulegen. In diesem Fall wird der Vertrag erst dann als Versicherungsvertrag eingestuft, wenn die Versicherungsprämie festgelegt wird. Ein Vertrag, der die Kriterien für einen Versicherungsvertrag erfüllt, gilt so lange als Versicherungsvertrag, bis alle Rechte und Pflichten abgelöst oder erloschen sind.

Verträge, bei denen keine signifikante Übertragung eines Versicherungsrisikos vom Versicherungsnehmer auf die Gruppe stattfindet, werden als Kapitalanlageverträge eingestuft.

Kapitalanlageverträge mit und ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung | Für Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (siehe unten) gelten dieselben Ansatz- und Bewertungsgrundsätze wie für Versicherungsverträge. Bei Kapitalanlageverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung kommen die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente zur Anwendung.

Ansatz- und Bewertungsgrundsätze | Vorbehaltlich bestimmter Einschränkungen verwendet die Gruppe für den Ansatz und die Bewertung der von ihr ausgegebenen Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (einschliesslich der jeweiligen aktivierten Abschlusskosten und immateriellen Vermögenswerte) sowie der von ihr gehaltenen Rückversicherungsverträge ihre bestehenden Rechnungslegungsgrundsätze. Die bestehenden Rechnungslegungsgrundsätze für Ansatz und Bewertung orientieren sich in erster Linie an den Anforderungen der allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätze in den USA (US GAAP).

Die Rechnungslegungsgrundsätze für Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung wurden angepasst, so dass sie die IFRS-Anforderungen erfüllen. Hinweise zu ähnlichen und verwandten Themen, Definitionen, Ansatz- und Bewertungskriterien für Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen gemäss IASB-Rahmenkonzept für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen wurden berücksichtigt.

Ermessensabhängige Überschussbeteiligung | Die ermessensabhängige Überschussbeteiligung ist in IFRS 4 «Versicherungsverträge» als ein vertragliches Recht definiert, als Ergänzung zu garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen zu erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten Anteil an den gesamten vertraglichen Leistungen ausmachen und deren Betrag oder Fälligkeit vertraglich im Ermessen des Verpflichteten liegt. Die ermessensabhängige Überschussbeteiligung beruht vertraglich auf dem Ergebnis eines bestimmten Bestands an Verträgen oder eines bestimmten Typs von Verträgen, auf den realisierten und nicht realisierten Kapitalerträgen eines bestimmten Portfolios von Vermögenswerten, die vom Verpflichteten gehalten werden, oder auf dem Gewinn oder Verlust der Gesellschaft. Die nicht realisierten Kapitalerträge umfassen Gewinne bzw. Verluste, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden.

Die Überschussanteile, die den Versicherungsnehmern im überschussberechtigten Versicherungsgeschäft (Versicherungs- und Kapitalanlageverträge) in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und Liechtenstein zugewiesen werden, entsprechen im Allgemeinen der Definition der ermessensabhängigen Überschussbeteiligung in IFRS 4 «Versicherungsverträge».

IFRS 4 «Versicherungsverträge» enthält keine Angaben zur Bewertung der als ermessensabhängige Überschussbeteiligung identifizierten Beträge. Dieses Thema wird in Phase II des Projekts Versicherungsverträge des International Accounting Standards Board geklärt.

Die als ermessensabhängige Überschussbeteiligung identifizierten Beträge wurden wie folgt bilanziert:

In Rechtsordnungen, in denen es keine gesetzliche Mindestausschüttungsquote («Legal Quote») gibt, kann das Management durch Ratifizierung der Überschusszuteilung vertraglich festlegen, dass die Versicherungsnehmer ergänzend zu den garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten Anteil an den gesamten vertraglichen Leistungen ausmachen. Bei dieser Ratifizierung wird eine entsprechende Verbindlichkeit gebildet. Soweit Höhe oder Zeitpunkt ermessensabhängig sind, werden die Beträge unter den Verbindlichkeiten für ermessensabhängige Überschussbeteiligungen ausgewiesen. Die im gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss für Überschussanteile der Versicherungsnehmer gebildete Rückstellung gilt somit als ermessensabhängig. Bei diesen Verträgen wird die gesamte ermessensabhängige Überschussbeteiligung als Verbindlichkeit eingestuft.

In anderen Rechtsordnungen gilt für bestimmte Geschäftsarten eine gesetzliche Mindestausschüttungsquote. In folgenden Ländern, in denen die Swiss Life-Gruppe präsent ist, existiert eine solche gesetzliche Mindestausschüttungsquote: Schweiz (nur für Kollektivgeschäft), Frankreich und Deutschland. Bei diesen Verträgen setzt sich die ermessensabhängige Überschussbeteiligung folgendermassen zusammen: einerseits aus den Rückstellungen für die Überschussanteile der Versicherungsnehmer gemäss dem gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss. Andererseits aus den gemäss der gesetzlichen Mindestausschüttungsquote («Legal Quote») bemessenen temporären Bewertungsdifferenzen, die sich zwischen den auf IFRS-Basis und den auf statutarischer Basis ermittelten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des jeweiligen Versicherungsportefeuilles ergeben. Die Swiss Life-Gruppe stuft eine so definierte ermessensabhängige Überschussbeteiligung grundsätzlich vollständig als Verbindlichkeit ein.

Wenn solche temporären Bewertungsdifferenzen verschwinden (wenn z. B. das Management entscheidet, bestimmte nicht realisierte Gewinne und Verluste zu realisieren), werden die zusätzlichen Leistungen, die aus der Anwendung der gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten resultieren, den Versicherungsnehmern als Teil ihrer garantierten Leistungen zugeteilt. Diese Beträge werden immer als Verbindlichkeiten erfasst.

Da die Realisierung von Gewinnen oder Verlusten auf Vermögenswerten eine direkte Auswirkung auf die Bewertung von Verbindlichkeiten aus ermessensabhängiger Überschussbeteiligung hat, werden Änderungen dieser Verbindlichkeiten nur dann direkt im Eigenkapital erfasst, wenn die Bewertungsdifferenzen auf den Vermögenswerten aus direkt im Eigenkapital erfassten Gewinnen oder Verlusten resultieren («Schattenrechnung»).

Da die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern aus dem Versicherungsgeschäft vollumfänglich verbucht werden, wurden keine weiteren Verbindlichkeiten für Rechte aufgrund von ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen gebildet.

Für die Geschäftsbereiche der Swiss Life-Gruppe gelten folgende gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten:

Schweiz | Kollektivgeschäft mit gesetzlicher Mindestausschüttungsquote: Mindestens 90% der Bruttoerträge aus den Spar-, Risiko- und Kostenkomponenten abzüglich der entsprechenden Aufwendungen müssen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden.

Übriges Geschäft: Keine gesetzliche Mindestausschüttungsquote.

Frankreich | Mindestens 85% des Anlageergebnisses und 90% der übrigen Ergebnisse werden den Versicherungsnehmern zugewiesen.

Deutschland | Das Versicherungsaufsichtsgesetz wurde per 1. Januar 2008 geändert. Die neuen Anforderungen zur gesetzlichen Mindestausschüttung lauten wie folgt: Mindestens 90% des Gesamtanlageergebnisses abzüglich 100% des garantierten Mindestzinses auf Einlagen der Versicherungsnehmer, mindestens 75% des Risikoergebnisses und mindestens 50% des positiven Kostenergebnisses werden den Versicherungsnehmern zugewiesen.

Luxemburg/Liechtenstein | Keine gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten.

Nicht ermessensabhängige Überschussbeteiligungen | Bestimmte Überschussbeteiligungssysteme erfüllen die Kriterien für ermessensabhängige Überschussbeteiligungen nicht. Bei diesen Überschussbeteiligungen kann es sich um garantierte Elemente handeln. Einige Überschussanteile beruhen auf Benchmark-Zinssätzen, die den Versicherungsnehmern gutgeschrieben werden. Bei bestimmten Produkten richten sich die Überschussanteile nach der Entwicklung biometrischer Parameter wie Sterblichkeit und Morbidität. Diese Überschussanteile werden in Abhängigkeit vom Risikoergebnis der beteiligten Verträge zugewiesen. Die Höhe und der Zeitpunkt dieser Überschussanteile liegen nicht im Ermessen des Managements und werden auf Basis der relevanten vertraglichen Bestimmungen als Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern abgegrenzt.

Bei Produkten mit Anlagecharakter werden die Überschussanteile auf den Einlagen der Versicherungsnehmer nur dann abgegrenzt, wenn die Versicherungsnehmer bei einem Rückkauf zum Bilanzstichtag einen Anspruch darauf haben.

Erträge und diesbezügliche Aufwendungen aus Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung | Prämien aus traditionellen Lebensversicherungsverträgen werden bei Fälligkeit verbucht. Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft werden zur Erfassung von künftigen Versicherungsleistungen und Aufwendungen gebildet. Leistungen werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Prämieneingänge aus Verträgen mit Anlagecharakter, z. B. Universal-Life-Verträgen und fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen, werden als Einlagen erfasst. Lediglich die Teile der Prämienbeträge, welche zur Deckung der Versicherungsrisiken und der damit verbundenen Kosten verwendet werden, werden als Prämieneinnahmen verbucht. Diese umfassen Entgelte für die Risikodeckung sowie Verwaltungs- und Rückkaufskosten. Unter Aufwendungen verbuchte Versicherungsleistungen umfassen in der jeweiligen Berichtsperiode angefallene Versicherungsleistungen, welche die entsprechenden Einlagen der Versicherungsnehmer übersteigen, sowie Zinsen, die den Konten der entsprechend berechtigten Versicherungspolicen gutgeschrieben werden.

Prämien für Verträge mit kurzer Laufzeit (z. B. die meisten Verträge im Nichtlebengeschäft) werden zu Beginn der Laufzeit des betreffenden Versicherungsvertrags verbucht. Die verdienten Prämien werden im Allgemeinen auf Pro-rata-Basis über die Laufzeit der entsprechenden vertragsmässigen Deckung verbucht. Die Rückstellungen für noch nicht verdiente Prämien entsprechen dem Anteil an ausgewiesenen Prämien, welcher auf die noch verbleibende Versicherungsdauer entfällt.

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung

Deckungskapital | Die Deckungskapitalien werden anhand der konstanten Nettoprämien-Methode berechnet. Je nach Gewinnbeteiligung basieren die Berechnungen auf unterschiedlichen versicherungsmathematischen Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Zinssätzen, Anlagerenditen, Aufwendungen und Stornoraten, einschliesslich einer Marge für negative Abweichungen. Diese Annahmen werden zu Beginn bei der Ausfertigung der Versicherungspolice getroffen und – ausser bei Fehlbeträgen – nicht mehr angepasst.

Falls die tatsächlichen Ergebnisse erkennen lassen, dass künftige Verpflichtungen und nicht amortisierte aktivierte Abschlusskosten (DAC) durch den Buchwert der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft zusammen mit dem erwarteten künftigen Ertrag (abzüglich diesbezüglicher aktivierter Abschlusskosten [DAC] und immaterieller Vermögenswerte) nicht gedeckt werden können, wird das gesamte Defizit erfolgswirksam erfasst, zunächst durch eine Reduktion der nicht amortisierten aktivierten Abschlusskosten (DAC) und dann durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Der Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten erfolgt zu jedem Berichtstermin in Übereinstimmung mit dem Test für das Vorliegen einer Verlustsituation und berücksichtigt aktuelle Schätzungen künftiger Mittelflüsse einschliesslich solcher, die sich aus eingebetteten Optionen und Garantien ergeben.

Einlagen von Versicherungsnehmern | Bei Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung werden die vereinnahmten Sparprämien als Einlagen ausgewiesen (Deposit Accounting). Die Verbindlichkeiten für diese Verträge werden nicht auf versicherungsmathematischer Basis berechnet; sie richten sich nach den von den Versicherungsnehmern bezahlten Prämien plus Zinsen abzüglich Aufwendungen und belasteter Prämien für Todesfallrisiko sowie Rückkäufe.

Schadenrückstellungen | Schadenrückstellungen werden für künftige Zahlungsverpflichtungen bezüglich Versicherungsschäden gebildet, für die im Allgemeinen entweder die Höhe der auszurichtenden Leistungen oder der Auszahlungstermin noch nicht feststeht. Sie umfassen Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Schäden, eingetretene, jedoch noch nicht gemeldete Schäden und Aufwendungen für Schadenregulierungen. Die Rückstellungen werden mittels versicherungsmathematischer Methoden berechnet und basieren auf Schätzungen der künftig effektiv für die vollständige Begleichung dieser Schäden zu leistenden Zahlungen. Die verwendeten Methoden werden regelmässig überprüft und aktualisiert. Die Schadenrückstellungen werden nicht diskontiert, mit Ausnahme der Rückstellungen für Schadenfälle, bei denen die Zahlungsmodalitäten abschätzbar bzw. fixiert sind.

Eingebettete Optionen und Garantien in Versicherungsverträgen | Versicherungsverträge enthalten oft eingebettete Derivate. Eingebettete Derivate, die nicht eng mit dem Basisversicherungsvertrag verbunden sind, werden gesondert erfasst und zum Fair Value bewertet. Eingebettete Optionen und Garantien, die eng mit Versicherungsverträgen verbunden sind oder selbst Versicherungsverträge sind, zum Beispiel garantierte Rentenoptionen oder garantierte Zinssätze, werden bei der Bewertung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft berücksichtigt.

Rückversicherung | Die Gruppe übernimmt und/oder zediert Rückversicherungsrisiken im normalen Geschäftsverlauf. Guthaben aus Rückversicherung umfassen namentlich Forderungen gegenüber Erst- und Rückversicherungsgesellschaften für zedierte Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsverträgen werden in Übereinstimmung mit den rückversicherten Risiken und gemäss den Bestimmungen des betreffenden Rückversicherungsvertrags angesetzt. In der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Erfolgsrechnung wird das Rückversicherungsgeschäft brutto verbucht, es sei denn, eine Nettodarstellung sei explizit erlaubt und beabsichtigt.

Verträge aus Rückversicherungen, welche keinen Transfer von Versicherungsrisiken bewirken, werden als finanzielle Rückversicherung erfasst und sind in den finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbuchung von Depotforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt aufgrund der bezahlten oder erhaltenen Gegenleistungen, abzüglich eindeutig bestimmter Prämien oder Gebühren, die von den Rückversicherten zurückbehalten werden. Diese Verträge werden im Allgemeinen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Der effektive Zinssatz wird aufgrund der geschätzten künftigen Mittelflüsse berechnet.

Liegt bei einem Guthaben aus Rückversicherung eine Wertminderung vor, wird diese in der Erfolgsrechnung erfasst und der Buchwert entsprechend reduziert.

Verträge auf Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (Separate-Account- bzw. fondsgebundene Verträge)/private placement life insurance | Bei Separate-Account-Verträgen handelt es sich in der Regel um Lebensversicherungsverträge mit einem ausgesonderten Teil, der in Vermögenswerte investiert wird, die auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe gemäss deren spezifischen Anlagezielen verwaltet werden. Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen sind in den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft enthalten. Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen umfassen das Recht des Versicherungsnehmers auf Beteiligung am Ergebnis der zugrunde liegenden Vermögenswerte.

Bei fondsgebundenen Verträgen handelt es sich um Versicherungs- oder Kapitalanlageverträge, bei denen die Versicherungsleistungen an die Anteilswerte von Investmentfonds gebunden sind. Bestimmte fondsgebundene Verträge enthalten garantierte Mindestversicherungsleistungen. Die Einlagekomponenten von Verbindlichkeiten aus fondsgebundenen Verträgen sind in den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten enthalten («Entflechtung von Einlagekomponenten»). Sofern Komponenten der Verbindlichkeiten aus fondsgebundenen Verträgen der Deckung von Versicherungsrisiken dienen, werden diese unter den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft erfasst.

Verbindlichkeiten im Bereich Private Placement Life Insurance sind in den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.

Anlagen aus Verträgen auf Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sowie aus dem Bereich Private Placement Life Insurance sind in erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten, Investitionsliegenschaften, Derivaten und flüssigen Mitteln enthalten. Die entsprechenden Erträge, Gewinne und Verluste sind in der Erfolgsrechnung unter den jeweiligen Posten erfasst. Die Gruppe hat die anfallenden Anschaffungskosten im Zusammenhang mit den Einlage- und den Versicherungskomponenten nach objektiven Kriterien deren Verhältnis entsprechend zugewiesen. Der Rechnungslegungsgrundsatz betreffend die aktivierten Abschlusskosten (DAC) gilt für jenen Teil der Anschaffungskosten, der mit der Versicherungskomponente zusammenhängt. Der Rechnungslegungsgrundsatz betreffend die aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC) gilt für den verbleibenden Teil (siehe 2.15 Immaterielle Vermögenswerte).

Verwaltungs- und Rückkaufskosten werden als Policengebührenertrag erfasst.


2.11 Sachanlagen

Selbst genutzte Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Grundeigentum wird zu Anschaffungskosten bewertet und nicht abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen in der Regel linear über die geschätzte Nutzungsdauer: bei Gebäuden über 25 bis 50 Jahre, bei Einrichtungen über fünf bis zehn Jahre und bei Computer-Hardware über drei bis fünf Jahre.

Restwert und Nutzungsdauer der Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag geprüft und bei Bedarf angepasst.

Spätere Kosten werden erst dann in den Buchwert der Vermögenswerte einbezogen bzw. als gesonderter Vermögenswert ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Vermögenswert verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen voraussichtlich der Gruppe zufliessen wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Der übrige Reparatur- und Instandhaltungsaufwand wird in der Rechnungsperiode, in der er anfällt, erfolgswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten, welche direkt dem Bau oder Erwerb eines qualifizierten Vermögenswerts zugeschrieben werden können, werden als Teil der Kosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert. Realisierte Gewinne und Verluste aus Veräusserung werden durch Vergleich des Erlöses mit dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder Veränderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht erzielbar ist. Der Buchwert eines Vermögenswerts wird sofort auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben, wenn der Buchwert höher ist als der geschätzte erzielbare Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus Fair Value des Vermögenswerts abzüglich Veräusserungskosten und Nutzungswert.


2.12 Leasingverhältnisse 

Betriebsleasingverhältnisse | Die Gruppe geht Betriebsleasingverhältnisse in erster Linie zur Miete von Sachanlagen ein. Die gesamten Zahlungen im Rahmen von Betriebsleasingverhältnissen werden in der Erfolgsrechnung linear über die Vertragsdauer erfasst.

Wenn ein Betriebsleasingverhältnis vor Ablauf der Vertragsdauer beendet wird, werden alle Zahlungen, die als Entschädigung an den Leasinggeber zu leisten sind, in der Rechnungsperiode als Aufwand verbucht, in welcher das Leasingverhältnis belastend wird.

Finanzierungsleasing | Wenn eine Leasingvereinbarung Nutzen und Risiken eines Vermögenswerts überträgt, so wird sie als Finanzierungsleasing erfasst; der betreffende Vermögenswert wird entsprechend aktiviert. Zu Beginn wird der Vermögenswert mit den abgezinsten künftigen Mindestleasingraten, höchstens aber mit dem Fair Value des Leasingguts bilanziert und über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entsprechenden Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden als Verbindlichkeit geführt.


2.13 Vermögensverwaltung

Die Erträge aus der Vermögensverwaltung setzen sich vorwiegend aus Honoraren für die Vermögensverwaltung, Provisionseinnahmen aus dem Vertrieb und Verkauf von Anteilen an Anlagefonds sowie Depotstellengebühren zusammen. Diese Erträge werden periodengerecht abgegrenzt, also zum Zeitpunkt der Erbringung der jeweiligen Leistung erfasst.

Bei bestimmten Anlagefonds werden Provisionen und bestimmte andere Verkaufsspesen aktiviert und entsprechend dem anfallenden Ertrag aus diesen Fonds der Erfolgsrechnung belastet. Bestimmte den Fondsanteilhaltern belastete Abschlussgebühren werden abgegrenzt. Diese Gebühren werden im Verhältnis zu den hiermit verbundenen und ebenfalls abgegrenzten Aufwendungen abgeschrieben. Die Gruppe überprüft periodisch die Annahmen, welche ihren Ertragserwartungen zugrunde liegen, und passt die Abschreibungsdauer nötigenfalls entsprechend an.

Zusatzkosten, die der Erlangung eines Kapitalanlagevertrags direkt zugeordnet werden können, werden als Vermögenswert erfasst, wenn sie einzeln identifiziert und zuverlässig bestimmt werden können und wenn es wahrscheinlich ist, dass sie gedeckt werden. Diese aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge werden als immaterielle Vermögenswerte erfasst. Abgegrenzte Vermögensverwaltungsgebühren werden unter den übrigen Verbindlichkeiten erfasst.


2.14 Ertrag aus Vermögensverwaltung und übriger Kommissionsertrag

Die Erträge setzen sich vorwiegend aus laufenden Provisionen, wiederkehrenden Gebühren für bestehendes Geschäft und übrigen Gebühren zusammen. Diese Erträge werden periodengerecht abgegrenzt, folglich zum Zeitpunkt der jeweiligen Leistungserbringung erfasst. Vertragsauflösungen werden von den Kommissionserträgen in Abzug gebracht.

Der Aufwand umfasst hauptsächlich Kommissionen für unabhängige Finanzberater, Leistungen an Mitarbeitende für Beratungstätigkeit sowie übrige Aufwendungen.


2.15 Immaterielle Vermögenswerte

BARWERT KÜNFTIGER GEWINNE (PVP) AUS ERWORBENEN VERSICHERUNGSVERTRÄGEN UND KAPITALANLAGEVERTRÄGEN MIT ERMESSENSABHÄNGIGER ÜBERSCHUSSBETEILIGUNG | Beim Erwerb eines Versicherungsportefeuilles oder eines Portefeuilles von Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, sei es direkt von einem anderen Versicherer oder durch die Übernahme eines Tochterunternehmens, weist die Gruppe einen immateriellen Vermögenswert aus, der den eingebetteten Barwert künftiger Gewinne (PVP) in den erworbenen Verträgen repräsentiert. Der PVP entspricht der Differenz zwischen dem Fair Value der erworbenen vertraglichen Rechte und übernommenen Versicherungsverpflichtungen und einer Verbindlichkeit, die gemäss den Rechnungslegungsgrundsätzen für Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung ermittelt wird. Der PVP wird durch Schätzung des Nettobarwerts der künftigen Mittelflüsse aus den zum Zeitpunkt des Erwerbs bestehenden Verträgen ermittelt. Bei erworbenen Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung umfassen künftige positive Mittelflüsse im Allgemeinen Nettoprämien, während künftige negative Mittelflüsse Versicherungsleistungen und bestimmte Verwaltungskosten umfassen.

Der PVP wird im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Bruttomargen über die effektive Laufzeit der erworbenen Verträge abgeschrieben. Diese liegt im Allgemeinen zwischen 20 und 30 Jahren. Realisierte Gewinne bzw. Verluste werden daher berücksichtigt, ebenso wie Gewinne bzw. Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (nicht realisierte Gewinne/Verluste). Würden diese Gewinne bzw. Verluste realisiert, hätte dies Auswirkungen auf die für die Abschreibung des PVP verwendeten Bruttogewinne oder -margen. Daher wird eine Anpassung für diese nicht realisierten Gewinne bzw. Verluste im Eigenkapital erfasst und auch bei der Höhe des PVP in der Bilanz berücksichtigt («Schattenrechnung»).

Mit Hilfe von Tests wird überprüft, ob der PVP einbringbar ist. Die Auswirkung von Änderungen der geschätzten Bruttogewinne oder -margen auf den nicht abgeschriebenen PVP wird in der Rechnungsperiode als Aufwand berücksichtigt, in der die Schätzungen der erwarteten künftigen Gewinne oder Margen geändert werden.

Aktivierte Abschlusskosten (DAC) |  Kosten, die direkt mit dem Neuabschluss bzw. der Erneuerung von Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung zusammenhängen und dementsprechend schwanken – einschliesslich Provisionen, Zeichnungskosten sowie Kosten für Vermittlung und Ausstellung der Versicherungspolicen –, werden aktiviert. Die aktivierten Abschlusskosten werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft, um sicherzustellen, dass sie durch zukünftige Erträge wiedereingebracht werden können.

Bei den überschussberechtigten Lebensversicherungsverträgen, bei denen die Zuteilung der Überschüsse an die Versicherungsnehmer gemäss Beitragsmethode erfolgt, werden die aktivierten Abschlusskosten über die erwartete Laufzeit dieser Verträge auf Grundlage des Barwerts der geschätzten und voraussichtlich zu realisierenden Bruttomargen amortisiert. Die geschätzte Bruttomarge umfasst dabei die zu erwartenden Prämien und Anlageerträge, abzüglich der erwarteten Versicherungsansprüche und Verwaltungskosten, der erwarteten Änderungen des Deckungskapitals und der zu erwartenden jährlichen Überschussanteile der Versicherungsnehmer.

Die aktivierten Abschlusskosten für sonstige traditionelle Lebensversicherungsverträge und Rentenversicherungen mit Todesfallrisiko werden proportional zu den erwarteten Prämien abgeschrieben.

Aktivierte Abschlusskosten für Versicherungsverträge mit Anlagecharakter, z. B. Universal-Life-Verträge, werden über die Vertragsdauer auf Grundlage des Barwerts der geschätzten voraussichtlich realisierten Bruttogewinne oder Bruttomargen abgeschrieben. Die Bruttogewinne bestehen aus Margen auf dem Risikoteil und Vertragsverwaltungskosten, Anlagegewinndifferenzen, Rückkaufskosten und sonstigen zu erwartenden Einnahmen und Gutschriften.

Wenn aktivierte Abschlusskosten im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Bruttomargen auf die erworbenen Verträge abgeschrieben werden, werden realisierte Gewinne bzw. Verluste berücksichtigt, ebenso wie Gewinne bzw. Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (nicht realisierte Gewinne/Verluste). Wenn diese Gewinne bzw. Verluste realisiert würden, wären davon die für die Abschreibung der aktivierten Abschlusskosten verwendeten Bruttogewinne oder Bruttomargen betroffen. Daher wird eine Anpassung für diese nicht realisierten Gewinne bzw. Verluste im Eigenkapital erfasst und auch bei der Höhe der aktivierten Abschlusskosten in der Bilanz berücksichtigt («Schattenrechnung»).

Annahmen, welche zur Schätzung des künftigen Werts von zu erwartenden Bruttomargen und -gewinnen dienen, werden regelmässig evaluiert und angepasst, falls sich die Schätzungen ändern. Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den Erfahrungswerten werden in der Erfolgsrechnung erfasst.

Bei Versicherungsverträgen mit kurzer Laufzeit werden die Abschlusskosten über den Zeitraum, in welchem die entsprechenden verbuchten Prämien verdient werden, proportional zu den Prämieneinnahmen abgeschrieben.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC) |  Zusatzkosten, die dem Abschluss eines Kapitalanlagevertrags direkt zugeordnet werden können, werden als Vermögenswerte erfasst, wenn sie einzeln identifiziert und verlässlich bestimmt werden können und wenn es wahrscheinlich ist, dass sie wiedereingebracht werden.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge werden linear über die jeweilige Vertragsdauer abgeschrieben.

Goodwill | Unternehmensübernahmen werden nach der Erwerbsmethode erfasst. Vor 1995 erworbener Goodwill wurde direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Goodwill stellt den eventuell anfallenden Überschuss der Kosten einer Übernahme über den Fair Value des Anteils der Gruppe an den identifizierbaren Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen zum Zeitpunkt der Übernahme dar. Goodwill aus Akquisitionen von Tochterunternehmen wird bei den immateriellen Vermögenswerten erfasst. Goodwill von assoziierten Unternehmen wird im Buchwert der Beteiligung erfasst.

Zur Überprüfung auf Wertminderungen wird der Goodwill an Mittelflüsse generierende Einheiten zugewiesen. Goodwill wird jährlich auf Wertminderungen überprüft und zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen ausgewiesen; Wertminderungen werden in Folgeperioden nicht zurückgebucht.

Gewinne und Verluste aus der Veräusserung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills des verkauften Unternehmens.

Negativer Goodwill wird direkt in der Erfolgsrechnung erfasst.

Kundenbeziehungen | Zu den Kundenbeziehungen zählen durch Vertrag entstandene Kundenbeziehungen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, und nicht vertragliche Kundenbeziehungen, welche die Anforderung für einen gesonderten Ausweis erfüllen. Ihre Nutzungsdauer liegt im Allgemeinen zwischen 5 und 20 Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer.

MARKEN UND ÜBRIGE | Die übrigen immateriellen Vermögenswerte umfassen eingetragene Warenzeichen, Computersoftware und übrige.

Marken und Warenzeichen mit einer festen Nutzungsdauer von im Allgemeinen 5 bis 20 Jahren werden linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Marken ohne feste Nutzungsdauer werden jährlich als Teil der entsprechenden Mittelflüsse generierenden Einheit auf Wertminderung überprüft. Sie werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst.

Erworbene Computersoftware-Lizenzen werden auf der Basis der Kosten aktiviert, die beim Erwerb und der Inbetriebnahme der spezifischen Software entstehen. Diese Kosten werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren abgeschrieben. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung oder Wartung von Computersoftware-Programmen werden direkt als Aufwand verbucht. Entwicklungskosten, die unmittelbar mit identifizierbaren Softwareprodukten zusammenhängen, welche durch die Gruppe kontrolliert werden und voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen, werden aktiviert. Zu den direkten Kosten zählen die Personalkosten des Software-Entwicklungsteams. Aktivierte Entwicklungskosten für Computersoftware werden linear über die Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren abgeschrieben.


2.16 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte

Als erzielbarer Betrag wird bei nicht finanziellen Vermögenswerten der Fair Value abzüglich Veräusserungskosten angesetzt, mindestens aber der Nutzungswert. Der Fair Value abzüglich Veräusserungskosten ergibt sich aus dem Verkauf eines Vermögenswerts oder einer Mittelflüsse generierenden Einheit zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien nach Abzug der Veräusserungskosten. Der Nutzungswert ist der Barwert der künftigen Mittelflüsse, der voraussichtlich aus einem Vermögenswert bzw. einer Mittelflüsse generierenden Einheit abgeleitet werden kann.

Wertminderungen und Wertaufholungen auf nicht finanziellen Vermögenswerten werden im Betriebsaufwand erfasst.


2.17 Ertragssteuern

Laufende und latente Ertragssteuern werden in der Erfolgsrechnung verbucht, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, welche direkt im Eigenkapital erfasst werden. Ertragssteuern werden mit Hilfe der zum Bilanzstichtag gültigen bzw. angekündigten Steuersätze berechnet.

Latente Ertragssteuern werden mittels der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der konsolidierten Bilanz einerseits und den Steuerwerten dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten andererseits verbucht. Laufende und latente Ertragssteuern werden direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sie sich auf Positionen beziehen, die in derselben oder in einer anderen Rechnungsperiode ebenfalls direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Latente Steuerguthaben werden nur in dem Umfang erfasst, in dem wahrscheinlich künftige zu versteuernde Ergebnisse verfügbar sind, mit denen diese Guthaben verrechnet werden können. Für noch nicht genutzte Steuerverluste wird ein latentes Steuerguthaben nur in dem Umfang erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass diese Verluste mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechnet werden können. Latente Steuerverbindlichkeiten stellen Ertragssteuern dar, die in der Zukunft für zu versteuernde temporäre Differenzen zu entrichten sind.

Eine latente Steuerverbindlichkeit wird für zu versteuernde temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Investitionen in Tochterunternehmen, Niederlassungen und assoziierten Unternehmen erfasst, es sei denn, die Gruppe ist in der Lage, den Zeitpunkt der Elimination der temporären Differenz zu steuern, und wenn es zudem wahrscheinlich ist, dass die betreffende temporäre Differenz in absehbarer Zukunft nicht eliminiert wird.

Wenn das Unternehmen ein durchsetzbares Recht hat, laufende Steuerguthaben mit laufenden Steuerverbindlichkeiten zu verrechnen, und sich die latenten Steuerguthaben und latenten Steuerverbindlichkeiten auf Ertragssteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden, so werden die entsprechenden Guthaben und Verbindlichkeiten netto ausgewiesen.


2.18 Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und entsprechende Verbindlichkeiten

Eine Veräusserungsgruppe besteht aus einer Gruppe von Vermögenswerten, die gemeinsam in einer einzigen Transaktion durch Verkauf oder auf andere Weise veräussert werden sollen, sowie den mit ihnen direkt in Verbindung stehenden Verbindlichkeiten. Langfristige Vermögenswerte, die zur Veräusserung gehalten werden, sowie Veräusserungsgruppen werden zum Buchwert ausgewiesen, höchstens jedoch zum Fair Value abzüglich Veräusserungskosten. Der Buchwert wird nicht durch die fortgesetzte Nutzung erzielt, sondern durch eine Verkaufstransaktion mit hoher Wahrscheinlichkeit. Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und entsprechende Verbindlichkeiten werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen.


2.19 Aufgegebene Geschäftsbereiche

Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Bestandteil der Gruppe, der entweder veräussert wurde oder als zur Veräusserung gehalten klassifiziert wird und einen wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt oder Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräusserung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist. Ein aufgegebener Geschäftsbereich wird zum Veräusserungszeitpunkt als solcher klassifiziert oder wenn er die Kriterien für die Klassifizierung als zur Veräusserung gehalten erfüllt. Die konsolidierte Erfolgsrechnung für vorangegangene Berichtsperioden wird so dargestellt, als ob der Geschäftsbereich seit Beginn der frühesten dargestellten Berichtsperiode aufgegeben worden wäre.


2.20 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Swiss Life-Gruppe Partei der vertraglichen Bestimmungen des Instruments wird. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannte Verpflichtung erfüllt oder aufgehoben wird oder erlischt.

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Ersterfassung unwiderruflich als zum Fair Value zu bewerten eingestuft. In folgenden Fällen werden finanzielle Verbindlichkeiten als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft:
  • Finanzielle Verbindlichkeiten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe, bei denen die Versicherungsleistungen an die Anteilswerte von Investmentfonds gebunden sind bzw. im Bereich Private Placement Life Insurance anfallen.

  • Finanzielle Verbindlichkeiten in Verbindung mit zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten, um eine Inkonsistenz in Bewertung oder Ansatz zu verringern oder zu beseitigen.

  • Finanzielle Verbindlichkeiten mit eingebetteten Derivaten (strukturierte Produkte).

Anleihen und Darlehensverpflichtungen | Anleihen und Darlehensverpflichtungen werden zunächst zum erhaltenen Erlös abzüglich der angefallenen Transaktionskosten erfasst. Danach werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Differenzen zwischen dem Erlös (nach Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Anleihe bzw. Darlehensverpflichtung erfasst.

Je nach Vertragsbedingungen, z. B. Rückzahlungs- oder Zinsbedingungen, werden hybride Instrumente als finanzielle Verbindlichkeiten betrachtet.

Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlung der Schuld in eine vorgegebene Anzahl Aktien der Gruppe enthalten, werden eine Schuld- und eine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenz zwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value der Anleihe zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapital verbucht. Der Fair Value der Schuld zum Zeitpunkt der Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbare Instrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Die Gruppe verbucht keine Wertveränderungen dieser Optionen in nachfolgenden Berichtsperioden.

Die Fremdkapitalkosten in der konsolidierten Erfolgsrechnung beziehen sich auf den Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die als Anleihen und Darlehensverpflichtungen eingestuft werden. Der Zinsaufwand in der konsolidierten Erfolgsrechnung hingegen ergibt sich aus dem Zinsaufwand für Bankeinlagen, Einlagen für Versicherungs- und Kapitalanlageverträge sowie Repurchase-Vereinbarungen.

Einlagen | Einlagen mit fixen und garantierten Bedingungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Ersterfassung erfolgt zum erhaltenen Erlös abzüglich der angefallenen Transaktionskosten. Danach erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Differenzen zwischen dem Erlös (nach Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Einlage erfasst. Bei Einlagen im Rahmen von Repurchase-Vereinbarungen erfolgt die Ersterfassung zum erhaltenen Betrag abzüglich der angefallenen Transaktionskosten. Danach wird die Differenz zwischen dem ursprünglich erhaltenen Betrag und dem bei Endfälligkeit getauschten Betrag mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Vereinbarung aufgelöst.


2.21 Leistungen an Mitarbeitende

Vorsorgeleistungen | Die Swiss Life-Gruppe sieht grundsätzlich zwei Arten von Vorsorgeleistungen für ihre Mitarbeitenden vor: leistungsorientierte Pläne (definierte Vorsorgeleistungen) sowie beitragsorientierte Pläne.

Die Vermögenswerte dieser Pläne werden im Allgemeinen getrennt vom Vermögen der Gruppe in treuhänderisch verwalteten Fonds gehalten. Beiträge für leistungsorientierte Pläne werden gemäss aufsichtsrechtlichen Vorschriften und/oder Bestimmungen des entsprechenden Vorsorgeplans berechnet. Die leistungsorientierten Verpflichtungen der Gruppe und der damit verbundene Dienstzeitaufwand werden zu jedem Bilanzstichtag durch einen qualifizierten Aktuar mit Hilfe der Methode der laufenden Einmalprämien festgelegt.

Der in der Bilanz verbuchte Betrag stellt den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen dar, abzüglich des Fair Value des Planvermögens und unter Berücksichtigung der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands. Die Verbuchung eines hieraus resultierenden Vermögenswerts beschränkt sich auf die Gesamtheit aller kumulierten nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste (netto) sowie des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands und auf den Barwert aller künftigen Rückerstattungen aus den Plänen oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen in den Plänen.

Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, welche mehr als 10% des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen bzw. des Fair Value des Planvermögens am Ende der vorangegangenen Berichtsperiode betragen, falls dieser höher ist, werden über den erwarteten Durchschnitt der verbleibenden Dienstjahre der an den Plänen teilnehmenden Mitarbeitenden in der Erfolgsrechnung verbucht.

Versicherungsverträge, die für einen leistungsorientierten Plan für eigene Mitarbeitende ausgestellt sind, wurden im Allgemeinen eliminiert. Da bestimmte mit diesen Plänen verbundene Vermögensteile die Voraussetzungen für Planvermögen erfüllen und nicht zu eliminieren sind, gelten diese Pläne in der Regel als teilweise finanziert.

Die Gruppe verbucht den Beitrag, der für die während der Rechnungsperiode geleisteten Dienste der Mitarbeitenden in einen beitragsorientierten Plan zu zahlen ist, als Aufwand.

Leistungen im Gesundheitsbereich | Einige Gesellschaften der Gruppe sehen Leistungen im Gesundheitsbereich für ihre Rentner vor. Der Anspruch auf diese Leistungen ist normalerweise vom Erreichen des Rentenalters im Dienst sowie einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren abhängig. Die hieraus entstehenden Kosten werden gleich behandelt wie die entsprechenden Kosten aus leistungsorientierten Plänen.

Aktienbeteiligungspläne | Die Gruppe betreibt anteilsbasierte Pläne, bei denen eine Vergütung in Form von Aktien gezahlt wird. Der Fair Value der Dienste der Mitarbeitenden, welche die Gruppe als Gegenleistung für die Gewährung der Aktien erhält, wird erfolgswirksam verbucht, wobei das Eigenkapital entsprechend erhöht wird. Da der Fair Value der erhaltenen Dienste nicht zuverlässig bewertet werden kann, wird auf den Fair Value der gewährten Eigenkapitalinstrumente und den Preis, den die Mitarbeitenden zahlen müssen, zurückgegriffen.


2.22 Rückstellungen und Eventualverpflichtungen

Rückstellungen beinhalten Verbindlichkeiten, bei denen Unsicherheiten bezüglich Höhe und Zeitpunkt der Zahlungen bestehen. Rückstellungen werden erfasst, wenn am Bilanzstichtag aufgrund eines Ereignisses der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, die wahrscheinlich den Abfluss von Ressourcen erfordert und deren Umfang zuverlässig sowie auf Basis der bestmöglichen Schätzungen festgelegt werden kann. Eventualverpflichtungen werden im Anhang ausgewiesen, wenn eine mögliche oder gegenwärtige Verpflichtung besteht, die den Abfluss von Ressourcen erfordern kann, wahrscheinlich aber nicht erfordern wird, oder wenn die Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.


2.23 Eigene Aktien

Eigene Aktien werden in der konsolidierten Bilanz zum Anschaffungswert ausgewiesen und als Negativposten mit dem Eigenkapital verrechnet. Differenzen zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufserlös eigener Aktien werden als Veränderung des Agios ausgewiesen.


2.24 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich, indem das den Aktionären zustehende Ergebnis durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Aktien geteilt wird, unter Ausschluss der durchschnittlichen Anzahl von Aktien, die von der Gruppe erworben wurden und als eigene Aktien gehalten werden.

Für das verwässerte Ergebnis je Aktie wird der gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien angepasst, wobei alle verwässernden potenziellen Konversionen in Aktien aus Wandelanleihen oder ausgegebenen Optionen berücksichtigt werden. Mögliche oder bedingte Ausgaben von Aktien gelten nur dann als verwässernd, wenn die Konversion in Aktien das Ergebnis je Aktie reduzieren würde.


2.25 Verrechnung

In der Bilanz werden Verrechnungen zwischen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit dem entsprechenden Ausweis des Nettobetrags nur dann vorgenommen, wenn ein durchsetzbares Recht zur Verrechnung der erfassten Beträge vorliegt und zudem die Absicht besteht, für die entsprechenden Positionen im gleichen Zeitpunkt einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts gleichzeitig die dazugehörende Schuld abzulösen.


2.26 Bevorstehende Änderungen von Rechnungslegungsgrundsätzen

Im März 2007 veröffentlichte das International Accounting Standards Board eine überarbeitete Fassung von IAS 23 «Fremdkapitalkosten». Diese beinhaltet die Aufhebung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten direkt als Aufwand zu erfassen, wenn diese im Zusammenhang mit Vermögenswerten stehen, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Der überarbeitete Standard wird auf Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten angewendet, die mit Anfangszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2009 aktiviert werden. Es werden keine Auswirkungen dieses Standards auf die Swiss Life-Gruppe erwartet, denn die derzeitigen Rechnungslegungsgrundsätze der Gruppe sehen vor, dass Fremdkapitalkosten, die direkt der Herstellung oder dem Erwerb eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, als Teil der Kosten dieses Vermögenswerts aktiviert werden.

Im Juni 2007 wurde IFRIC 13 «Kundentreueprogramme» veröffentlicht. Die Interpretation befasst sich mit der Rechnungslegung von Unternehmen, die Gutschriften an Kunden vergeben, die diese beim Kauf anderer Güter oder Dienstleistungen erhalten. Sie sieht vor, dass Unternehmen einen Teil der Erlöse aus dem ursprünglichen Verkauf den Gutschriften zuordnen und diese Erlöse nur als Ertrag erfassen, wenn sie alle ihre Verpflichtungen erfüllt haben. Die Interpretation tritt für die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Es werden keine Auswirkungen dieser Interpretation auf die Swiss Life-Gruppe erwartet, denn gegenwärtig bestehen keine derartigen Programme.

Im September 2007 veröffentlichte das International Accounting Standards Board eine überarbeitete Fassung von IAS 1 «Darstellung des Abschlusses». Gemäss dem überarbeiteten Standard kann die Darstellung von Aufwendungen und Erträgen sowie der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen wahlweise in einer einzigen Aufstellung erfolgen oder in zwei separaten Aufstellungen (Erfolgsrechnung sowie Aufstellung über die ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen). Der überarbeitete Standard soll dazu dienen, dem Leser in seiner Eigenschaft als Anteilseigner Veränderungen des Eigenkapitals, die aus Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern resultieren (z. B. Dividenden), getrennt von solchen mit Nicht-Anteilseignern (z. B. Transaktionen mit Dritten) zur Verfügung zu stellen. Der überarbeitete Standard sieht zudem die Änderung der Bezeichnung gewisser Abschlussbestandteile vor, so dass deren Inhalte klarer sind (z. B. Bilanz wird durch «Darstellung der Finanzlage» ersetzt). Der überarbeitete Standard tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Änderungen auf ihren Jahresabschluss.

Im Januar 2008 veröffentlichte das International Accounting Standards Board eine überarbeitete Fassung von IFRS 3 «Unternehmenszusammenschlüsse» und die damit zusammenhängenden Änderungen in IAS 27 «Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS». Eine wesentliche Änderung besteht in der gemäss IFRS 3 «Unternehmenszusammenschlüsse» zusätzlich bestehenden Möglichkeit, dem Erwerber bei Unternehmenszusammenschlüssen, bei denen die Kontrolle ohne Erwerb sämtlicher Eigenkapitalanteile erlangt wird, zu erlauben, den Goodwill in seiner Gesamtheit zu erfassen, d. h. inklusive des auf Gesellschaften mit Minderheitsanteilen entfallenden Teils (Full-Goodwill-Methode). Der überarbeitete Standard sieht vor, die Kosten im Zusammenhang mit dem Erwerb als Aufwand zu erfassen. Eine weitere Änderung betrifft die Teilveräusserung eines Tochterunternehmens ohne Kontrollverlust bzw. den Erwerb zusätzlicher Anteile an einem Tochterunternehmen nach Erlangung der Kontrolle. Solche Transaktionen werden im Eigenkapital erfasst. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Änderungen auf ihren Jahresabschluss.

Im Januar 2008 veröffentlichte das International Accounting Standards Board eine Änderung an IFRS 2 «Anteilsbasierte Vergütung». Die Änderung stellt klar, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstleistungs- und Leistungsbedingungen umfassen. Übrige Merkmale anteilsbasierter Vergütung sind keine Ausübungsbedingungen. Es wird zudem festgehalten, dass sämtliche Annullierungen, ob durch das Unternehmen oder andere Parteien erfolgt, buchhalterisch gleich behandelt werden müssen. Die Änderung tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Änderung auf ihren Jahresabschluss.

Im Februar 2008 hat das International Accounting Standards Board IAS 32 «Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung» und IAS 1 «Darstellung des Abschlusses» im Hinblick auf die Klassifizierung von kündbaren Finanzinstrumenten und von Verpflichtungen, die lediglich im Liquidationsfall entstehen, geändert. Die Änderungen wurden zur Verbesserung der Rechnungslegung bestimmter Arten von Finanzinstrumenten eingeführt, die den Stammaktien ähnliche Eigenschaften aufweisen, doch derzeit als finanzielle Verbindlichkeiten erfasst werden. Ein Unternehmen muss demnach bestimmte kündbare Finanzinstrumente sowie Instrumente, die im Fall seiner Liquidation den Inhaber zu einem proportionalen Anteil an seinem Nettovermögen berechtigen, als Eigenkapital klassifizieren. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Änderung auf ihren Jahresabschluss.

Im Rahmen des Projekts, das jährliche Verbesserungen vorsieht, veröffentlichte das International Accounting Standards Board im Mai 2008 eine Änderung an IAS 40 «Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien» und eine damit zusammenhängende Änderung an IAS 16 «Sachanlagen». Liegenschaften, die sich im Bau befinden oder geplant werden, um in Zukunft als Investitionsliegenschaften verwendet zu werden, fallen in den Anwendungsbereich von IAS 40. Da die Swiss Life-Gruppe für Investitionsliegenschaften das Fair-Value-Modell anwendet, werden solche Liegenschaften zum Fair Value bewertet. Lässt sich der Fair Value von im Bau befindlichen Investitionsliegenschaften nicht zuverlässig bestimmen, werden sie – je nachdem, was eher zutrifft – entweder bis zum Zeitpunkt, an dem der Bau abgeschlossen ist, oder bis zum Zeitpunkt, an dem sich der Fair Value zuverlässig bestimmen lässt, zu Anschaffungskosten bewertet. Die Interpretation wird für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft treten. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Interpretation auf ihren Jahresabschluss.

Im Juli 2008 wurde IFRIC 16 «Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb» veröffentlicht. IFRIC 16 ist auf Sicherungsinstrumente für Fremdwährungsrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländischen Geschäftsbetrieben anzuwenden. Die Interpretation befasst sich mit der Frage, welche Risiken als Absicherungsgeschäfte bilanziert werden dürfen. Darin wird klargestellt, dass sich aus der Darstellungswährung keine Risiken ergeben, die das Unternehmen als Sicherungsinstrumente bilanzieren darf. Folglich darf das Mutterunternehmen lediglich jene Währungsumrechnungsdifferenzen als gesichertes Risiko erfassen, die sich aus der Differenz zwischen der eigenen funktionalen Währung und der funktionalen Währung des ausländischen Geschäftsbetriebs ergeben. Die Sicherungsinstrumente können von irgendeinem Unternehmen oder von irgendwelchen Unternehmen innerhalb der Gruppe gehalten werden. Die Interpretation tritt für die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Es werden keine Auswirkungen dieser Interpretation auf die Swiss Life-Gruppe erwartet, denn gegenwärtig bestehen keine derartigen Absicherungsvereinbarungen.

Im Juli 2008 veröffentlichte das International Accounting Standards Board «Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen», eine Änderung zu IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung». Die Änderung macht deutlich, wie die Sicherungsbilanzierung in Bezug auf Absicherung von Inflationsrisiken sowie auf Absicherungsgeschäfte mit Optionen anzuwenden ist. Die Interpretation wird für die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft treten. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Interpretation auf ihren Jahresabschluss.

Im November 2008 veröffentlichte das International Financial Reporting Interpretations Committee IFRIC 17 «Sachausschüttungen an Eigentümer». In der Interpretation wird klargestellt, dass eine Dividendenverpflichtung zu erfassen ist, wenn die Dividende von den zuständigen Organen genehmigt wurde und nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. Ein Unternehmen hat die Dividendenverpflichtung zum Fair Value der zu übertragenden Nettovermögenswerte anzusetzen. Die Differenz zwischen der ausbezahlten Dividende und dem Buchwert der Nettovermögenswerte ist erfolgswirksam zu erfassen. Die Interpretation wird für die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft treten. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Interpretation auf ihren Jahresabschluss.

Im März 2009 veröffentlichte das International Accounting Standards Board «Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten, Änderungen an IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben». Durch diese Änderungen werden die Anforderungen bezüglich Bewertungen zum Fair Value verbessert und die bestehenden Grundsätze zu den Angaben über das Liquiditätsrisiko im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten bestärkt. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe untersucht gegenwärtig die Auswirkungen dieser Änderungen auf ihren Jahresabschluss.

Folgende geänderten Standards und Interpretationen sind für die Swiss Life-Gruppe bedeutungslos:

IFRS 1 «Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards» – Änderung betreffend die Anschaffungskosten einer Anlage bei der erstmaligen Anwendung.

IFRIC 15 «Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien».

IFRIC 18 «Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden».

Die im Mai 2008 veröffentlichten jährlichen Verbesserungen an IFRS, mit Ausnahme der oben beschriebenen Änderung an IAS 40 «Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien» und IAS 16 «Sachanlagen».




 
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