MARKTRISIKEN | Das Marktrisiko entsteht durch die Schwankungen an den Finanzmärkten, die den Wert der Kapitalanlagen und der Verpflichtungen beeinflussen. Zu den Risikoarten, die für Swiss Life von Bedeutung sind, zählen besonders Zinsänderungen, volatile Aktienmärkte sowie schwankende Wechselkurse gegenüber dem Schweizer Franken. Aufgrund der sehr volatilen Finanzmärkte, vor allem im vierten Quartal 2008, verringerte Swiss Life das konsolidierte Marktrisiko markant (siehe Grafik), um damit im aktuellen Marktumfeld das Verlustpotenzial zu minimieren.

Das Zinsrisiko ergibt sich aus den Schwankungen der Zinsen vor allem in Schweizer Franken und Euro, die sich auf den Wert der Kapitalanlagen und die Verpflichtungen (künftige Versicherungsleistungen) gleichzeitig auswirken. Das Zinsrisiko wird im Rahmen des Asset and Liability Management beurteilt und gesteuert. Durch die Investition in entsprechende Zinsinstrumente, insbesondere Obligationen, lassen sich Zinsrisiken für das Unternehmen reduzieren. Dabei werden die Fälligkeitsstrukturen und Mittelflüsse der Anlagen und der Verbindlichkeiten aufeinander abgestimmt. In der Berichtsperiode hielt Swiss Life die Sensibilität des ökonomischen Eigenkapitals auf Zinsänderungen tief. Der Duration Gap, welcher die unterschiedliche Wertentwicklung von Anlagen und Verbindlichkeiten aufgrund von Zinsänderungen misst, lag per 31. Dezember 2008 bei 1,1%. Dies bedeutet, dass bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte das ökonomische Eigenkapital um 1,1% des Barwerts der Verpflichtungen ansteigen würde.

Eine weitere Komponente des Zinsrisikos ist die Veränderung der Differenz der Zinssätze, die Unternehmen für Fremdkapital bezahlen, gegenüber dem von Staaten ausgerichteten Zins auf Staatsanleihen. Diese Zinsdifferenz (Credit Spread) hat sich im dritten und vierten Quartal 2008 massiv ausgeweitet, was zu einem Wertverlust bei den Unternehmensanleihen führte. Diese Anleihen werden vom Bereich Investment Management intensiv überwacht und bei Bedarf gegen Ausfälle abgesichert oder verkauft.

Das Aktienrisiko ergibt sich aus den Schwankungen der weltweiten Aktienmärkte und der Wertentwicklung von aktienähnlichen Anlagen wie Private Equity und Hedge Funds. Die einzelnen Geschäftseinheiten steuern dieses Risiko durch Anlagelimiten unter Einhaltung der Risikokapitallimiten aus der Risikobudgetierung. Die Aktienquote nach Absicherungen (Aktienquote netto) der Swiss Life-Gruppe wurde im Verlaufe des Berichtsjahres massiv reduziert und lag per Ende 2008 bei 0,8% (Fair-Value-Basis). Im Weiteren wurde das Risiko des Hedge-Funds-Portefeuilles durch Rückzahlungen und Absicherungsmassnahmen markant reduziert.

Das Währungsrisiko umfasst die Schwankungen der Fremdwährungen gegenüber dem Schweizer Franken und wird durch Wechselkurs-Absicherungsgeschäfte begrenzt. Im Verlauf des Berichtsjahres wurden die ausstehenden Fremdwährungsbeträge auf den Anlagen massiv reduziert, per 31. Dezember 2008 lag die Fremdwährungsquote bei 0,8% (Fair-Value-Basis).