versicherungsgeschäft Schweiz | In der Schweiz erzielte Swiss Life ein Segmentergebnis von CHF 650 Millionen. Mit einem deutlich über dem Marktdurchschnitt liegenden Prämienwachstum und weiteren Fortschritten bei der Effizienz baute Swiss Life die führende Position in ihrem Heimmarkt weiter aus. Dass das Segmentergebnis gegenüber dem sehr guten Vorjahresresultat nicht weiter gesteigert werden konnte, lag am um CHF 211 Millionen tieferen Finanzergebnis.

Nach vier Jahren mit einem wirtschaftlich und durch die Strukturveränderungen bedingten Prämienrückgang erhöhte sich das Prämienvolumen im schweizerischen Lebensversicherungsmarkt gemäss dem Schweizerischen Versicherungsverband erstmals wieder um rund 3% auf CHF 28,8 Milliarden. Swiss Life profitierte überdurchschnittlich von dieser Marktentwicklung und erhöhte ihren Marktanteil von 28% auf 29%. Sie ist mit einem Marktanteil von 34% im Kollektivgeschäft und von 20% in der Einzelversicherung die klare Nummer 1 für finanzielle Vorsorge in der Schweiz.

Swiss Life erhöhte ihre Brutto-Prämieneinnahmen um 11% auf CHF 8413 Millionen. In der Kollektivversicherung steigerte Swiss Life die Prämieneinnahmen um 14% auf CHF 6630 Millionen. Die erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf das hohe Neugeschäft und auf eine andere Verbuchungspraxis von Beteiligungsverträgen zurückzuführen. In der Einzelversicherung gingen die Prämien um 2% auf CHF 1715 Millionen zurück. Dem Rückgang bei den klassischen Produkten steht ein deutliches Wachstum bei den fondsgebundenen Produkten und Kontolösungen gegenüber.

Das Finanzergebnis fiel mit CHF 2556 Millionen um 8% tiefer aus als im Vorjahr. Bei den direkten Erträgen profitierte Swiss Life mit einem höheren Obligationenbestand vom gestiegenen Zinsniveau sowie von höheren Hedge-Fund- und Dividenden-Ausschüttungen. Die realisierten und nicht realisierten Kapitalgewinne entwickelten sich aber aufgrund der Krise an den internationalen Finanzmärkten im zweiten Halbjahr negativ.

Kennzahlen Versicherungsgeschäft Schweiz 
Mio. CHF 20072006+/–%
Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen 8 4137 61110.5%
Verdiente Nettoprämien und verdiente Policengebühren (netto) 8 2007 37311.2%
Ertrag aus Vermögensverwaltung und übriger Kommissionsertrag 3862–38.7%
Finanzergebnis (ohne Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen) 2 5562 767–7.6%
Übriger Ertrag –24–26–7.7%
Total Ertrag 10 77010 1765.8%
Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto) –8 758–7 71913.5%
Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer –458–864–47.0%
Zinsaufwand –133–136–2.2%
Betriebsaufwand –771– 800–3.6%
Total Aufwand –10 120–9 5196.3%
Segmentergebnis 650657–1.1%
Kontrollierte Vermögen 74 99675 357–0.5%
Versicherungstechnische Rückstellungen 67 25667 1340.2%
Anzahl Mitarbeitende (Vollzeitstellen) 2 7922 963–5.8%




Die Versicherungsleistungen inkl. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen erhöhten sich um 14% auf CHF 8758 Millionen. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf höhere Einnahmen aus Sparprämien in der Kollektivversicherung zurückzuführen. Der Rückstellungsbedarf für künftige Risiken lag auf dem Niveau des Vorjahrs, und auch der Schadenverlauf war ähnlich günstig wie im Jahr 2006. Die Zuweisung an die Überschussreserven ging insbesondere wegen des deutlich tieferen Finanzergebnisses zurück auf CHF 458 Millionen.

Die operativen Kosten reduzierten sich um 7%. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die Realisierung der Effizienzgewinne aus der abgeschlossenen Integration der «La Suisse» und der Vereinfachung der Systemlandschaft in der Einzelversicherung zurückzuführen. Swiss Life migrierte im letzten Jahr sämtliche Policen in der Einzelversicherung auf ein einziges Vertragsverwaltungssystem. Der gesamte Betriebsaufwand reduzierte sich um 4% auf CHF 771 Millionen.

Im Jahr 2007 setzte Swiss Life ihre auf eine nachhaltige Verbesserung der Profitabilität ausgerichtete Preispolitik fort und steigerte dadurch den Wert des Neugeschäfts. Um Kundenorientierung und Effizienz weiter zu verbessern, richtete Swiss Life zu Beginn des zweiten Halbjahrs ihre Organisationsstruktur stärker an den Geschäftsprozessen und nach Vertriebskanälen aus. Neben dem Abbau von Doppelspurigkeiten und der Reduktion von Schnittstellen sollen dadurch insbesondere die marktnahe Entwicklung von Produkten gefördert und beschleunigt sowie die Dienstleistungsqualität gesteigert werden. Die Organisation im Vertrieb und im Innendienst ist damit gut auf die sich abzeichnende Verschärfung des Wettbewerbs vorbereitet.

Zu den zukunftsweisenden Produktneuerungen zählt das Produkt Swiss Life VitalityPlus. Dabei handelt es sich um eine mit periodischen Prämien finanzierte fondsgebundene Versicherung, bei der es möglich ist, zugunsten einer höheren Sparprämie auf den Todesfallschutz zu verzichten. Der Abschluss ist sowohl in der gebundenen als auch in der freien Vorsorge möglich. Bei Säule-3a-Produkten gewährt Swiss Life ihren Kunden die Möglichkeit, nach Erreichen des Rentenalters den Vertrag bis maximal fünf Jahre weiterzuführen oder den Bezug der Altersleistung aufzuschieben.

Die Zahl der pensionierten oder kurz vor der Pensionierung stehenden Personen wird weiter steigen. Diese Kundengruppe wird deshalb weiter an Bedeutung gewinnen. Swiss Life verstärkt die Marktbearbeitung für dieses Segment mit entsprechenden Beratungs- und Produktangeboten. Im Jahr 2008 wird Swiss Life auch die Zusammenarbeit mit AWD vorbereiten und beginnen. Swiss Life erwartet von der Partnerschaft eine Steigerung der Marktdurchdringung bei jüngeren Kunden und weiteres Wachstum im Geschäft mit fondsgebundenen Produkten.

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