konsolidiertes ergebnis | Aufgrund der im November 2007 angekündigten Verkäufe des niederländischen und des belgischen Geschäfts sowie der Banca del Gottardo passte Swiss Life die Darstellung der Jahresrechnung den Vorschriften entsprechend an und richtete sie auf das weitergeführte Geschäft aus. Das Versicherungsgeschäft wird nach Ländern ausgewiesen. Die verkauften Bereiche werden bis zum Abschluss der jeweiligen Transaktion voll konsolidiert, aber in der konsolidierten Erfolgsrechnung nur noch mit ihrem Nettobeitrag zum Reingewinn berücksichtigt. In der Segmentberichterstattung sind die vollständigen Ergebnisse der verkauften Bereiche auch für 2007 enthalten. Die Vorjahreszahlen wurden zur besseren Vergleichbarkeit in gleicher Weise angepasst. In der Bilanz sind die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der verkauften Einheiten im Berichtsjahr ebenfalls separat ausgewiesen.

ziele erreicht | Die Swiss Life-Gruppe erwirtschaftete in ihrem 150. Geschäftsjahr mit CHF 1368 Millionen den höchsten Reingewinn ihrer Geschichte. Nach Abzug der Minderheitsanteile in Höhe von CHF 23 Millionen kann den Aktionären der Swiss Life Holding ein Gewinn von CHF 1345 Millionen zugerechnet werden. Dies entspricht einem (verwässerten) Gewinn je Aktie von CHF 39.60 und einer Eigenkapitalrendite von 18,1%. Bereinigt um den Gewinnbeitrag aus der Reserveauflösung aufgrund einer Gesetzesänderung in den Niederlanden von rund CHF 300 Millionen, belief sich der Gewinn auf CHF 1064 Millionen und die Eigenkapitalrendite auf 14,3%. Das gesamte Prämienvolumen betrug CHF 24,2 Milliarden. Damit hat Swiss Life die für 2008 definierten finanziellen Zielsetzungen bereits 2007 erreicht.

Betriebsgewinn um 11% gesteigert | Der Betriebsgewinn des fortgeführten Geschäfts erhöhte sich um 11% auf CHF 1013 Millionen. Das Schweizer Versicherungsgeschäft steuerte mit einem Segmentgewinn in Höhe von CHF 650 Millionen den grössten Anteil bei. Trotz einem deutlich tieferen Finanzergebnis lag der Segmentgewinn in der Schweiz auf der Höhe des Vorjahrs. Das Versicherungsgeschäft Frankreich erzielte ein Segmentergebnis von CHF 324 Millionen, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 54% entspricht. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wird durch den Verkauf der ERISA-Gesellschaften beeinflusst. Ohne diesen Effekt erhöhte sich das Segmentergebnis in Frankreich um 32% auf CHF 187 Millionen. Im Versicherungsgeschäft Deutschland erzielte Swiss Life ein Segmentergebnis von CHF 65 Millionen. Da zwei Spezialeffekte die Rechnung in der Berichtsperiode mit rund CHF 40 Millionen belasteten, ging das Segmentergebnis trotz den erzielten operativen Fortschritten um CHF 19 Millionen zurück. Das Segment Versicherungsgeschäft Übrige, das die beiden Standorte Liechtenstein und Luxemburg umfasst, erzielte ein Segmentergebnis von CHF 8 Millionen, während im Vorjahr aufgrund des Veräusserungsverlusts des italienischen Geschäfts ein Verlust von CHF 3 Millionen anfiel. Im Segment Investment Management erhöhte Swiss Life das Ergebnis durch die Steigerung der Erträge und die Übertragung der für die Vermögensverwaltung zuständigen Kapitalanlagegesellschaft in Deutschland aus dem Versicherungsgeschäft von CHF 50 Millionen auf CHF 93 Millionen. Das Ergebnis aus dem Segment Übrige, das vor allem Finanzierungs- und Holdinggesellschaften umfasst, und die Eliminationen heben sich gegenseitig auf. Insgesamt resultierte aus dem fortgeführten Geschäft ein Reingewinn von CHF 726 Millionen, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 26% entspricht.

Der Gewinnbeitrag des nicht mehr weitergeführten Geschäfts belief sich auf CHF 642 Millionen. Der Anstieg gegenüber 2006 erklärt sich aufgrund des höheren Segmentgewinns aus dem nicht mehr fortgeführten Versicherungsgeschäft. Dieser stieg durch die bereits erwähnte Reserveauflösung von rund CHF 300 Millionen von CHF 144 Millionen auf CHF 471 Millionen. Der Segmentgewinn des verkauften Bankgeschäfts belief sich auf CHF 168 Millionen.

Wachstumsdynamik aufrechterhalten | Die im fortgeführten Geschäft erzielten Bruttoprämieneinnahmen, Policengebühren und Einlagen aus Versicherungs- und Kapitalanlageverträgen beliefen sich auf CHF 21,2 Milliarden. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 9%. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferte das Schweizer Geschäft, in dem Swiss Life mit einem Prämienvolumen von CHF 8,4 Milliarden ein überdurchschnittliches Wachstum von 11% erzielte und ihre führende Position weiter ausbauen konnte. Der grösste Beitrag zum Anstieg des Prämienvolumens stammte aber aus Liechtenstein. Die Erhöhung des Prämienvolumens um über CHF 2 Milliarden setzte sich zusammen aus der Übernahme von CapitalLeben und einem weiterhin starken organischen Wachstum. In Frankreich gingen die ausgewiesenen Prämieneinnahmen aufgrund des Verkaufs der ERISA-Gesellschaften um 10% auf CHF 7,4 Milliarden zurück. Im ersten Halbjahr 2007 trugen die ERISA-Gesellschaften noch Prämieneinnahmen in Höhe von CHF 1,9 Milliarden bei. Bereinigt um die ERISA-Gesellschaften belief sich das Wachstum in Frankreich auf 6%. In Deutschland stiegen die Prämieneinnahmen um 2% auf CHF 2,2 Milliarden. In Luxemburg gingen die Prämieneinnahmen aufgrund der Neuausrichtung des Standortes vorübergehend von CHF 841 Millionen auf CHF 508 Millionen zurück.

Die Policengebühren aus Versicherungs- und Kapitalanlageverträgen lagen mit CHF 389 Millionen auf dem Niveau des Vorjahrs. Die Steigerung dieser Erträge in Liechtenstein und in Deutschland wurde durch den Rückgang in Frankreich aufgrund des Verkaufs der ERISA- Gesellschaften neutralisiert. Auch die Kommissionserträge aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft und die übrigen Kommissionserträge lagen mit CHF 196 Millionen auf der Höhe des Vorjahrs.

Kennzahlen Swiss Life-Gruppe 
Mio. CHF 20072006+/–%
Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen 24 17022 0649.5%
Verdiente Nettoprämien und verdiente Policengebühren (netto) 13 70512 6738.1%
Ertrag aus Vermögensverwaltung und übriger Kommissionsertrag 196198–1.0%
Finanzergebnis (ohne Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen) 4 9235 364–8.2%
Übriger Ertrag 147–16n.a.
Total Ertrag 18 97118 2194.1%
Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto) –13 268–12 01210.5%
Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer –1 746–2 143–18.5%
Zinsaufwand –455–722–37.0%
Betriebsaufwand –2 489–2 4322.3%
Total Aufwand –17 958–17 3093.7%
Betriebsgewinn 1 01391011.3%
Reingewinn 1 36895443.4%
Eigenkapital 7 3347 851–6.6%
Versicherungstechnische Rückstellungen 121 829153 800–20.8%
Verwaltete Vermögen 121 167205 490–41.0%
Kontrollierte Vermögen 138 946214 041–35.1%
Eigenkapitalrendite (in %) 18.112.248.4%
Anzahl Mitarbeitende (Vollzeitstellen) 8 5568 693–1.6%


Zufriedenstellendes Finanzergebnis | Das Finanzergebnis aus den auf eigenes Risiko gehaltenen Kapitalanlagen des fortgeführten Versicherungsgeschäfts ging um 3% auf CHF 4,2 Milliarden zurück. Bei den direkten Erträgen profitierte Swiss Life vom angestiegenen Zinsniveau sowie höheren Hedge-Fund- und Dividendenausschüttungen. Die direkte Anlagerendite belief sich auf 4,1% (Vorjahr: 3,3%). Inklusive der erfolgsrelevanten Veränderungen der Vermögenswerte und der Kosten für die Vermögensverwaltung betrug die Nettoanlagerendite 3,7% (Vorjahr: 3,9%). Während Swiss Life im Vorjahr noch Kapitalgewinne von CHF 783 Millionen (netto) realisiert hatte, resultierte für 2007 ein Kapitalverlust von CHF 218 Millionen (netto). Dies ist auf die negative Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten seit Mitte 2007 zurückzuführen. Von der Krise des US-Hypothekenmarktes ist Swiss Life nicht direkt betroffen. Swiss Life hat sich aber entschieden, Positionen, die von einer weiteren Verschärfung der aus den Marktturbulenzen entstandenen Liquiditätskrise betroffen sein könnten, zulasten der Jahresrechnung 2007 vollständig abzuschreiben. Die Gesamtrendite von 1,0% beinhaltet auch die sich direkt im Eigenkapital niederschlagenden Änderungen der Vermögenswerte. Hier wirkte sich der Zinsanstieg negativ aus.

Effizienz weiter gesteigert | Die Versicherungsleistungen und die Veränderung des Deckungskapitals erhöhten sich dem Wachstum entsprechend um 10% auf CHF 13,3 Milliarden. Aufgrund des tieferen Finanzergebnisses ging auch die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer um 19% auf CHF 1,7 Milliarden zurück. Der Zinsaufwand (ohne Fremdkapitalkosten) verringerte sich um 37% auf CHF 455 Millionen, was hauptsächlich ein Effekt aus dem Verkauf der ERISA-Gesellschaften ist.

Die operativen Kosten konnten trotz dem starken Wachstum um weitere 2% reduziert werden. In der Schweiz gingen die operativen Kosten gar um 7% zurück. Diese erfreuliche Entwicklung, die auch die Wettbewerbsposition im Heimmarkt stärkt, ist auf die Realisierung der Effizienzgewinne aus der abgeschlossenen Integration der «La Suisse» und die Vereinfachung der Systemlandschaft in der Einzelversicherung zurückzuführen. Insgesamt belief sich der Betriebsaufwand auf CHF 2,5 Milliarden, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 2% entspricht. Dieser Anstieg ist vor allem auf das Wachstum und den Währungseffekt durch den gestiegenen Euro zurückzuführen. Der Steueraufwand betrug CHF 122 Millionen. Der Rückgang um CHF 104 Millionen ist auf Steuersatzreduktionen in Deutschland und in der Schweiz sowie auf eine Veränderung der steuerlich privilegierten Finanzerträge zurückzuführen.

Solide Kapitalstruktur | Die Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft erhöhten sich auf vergleichbarer Basis dem Wachstum und Geschäftsverlauf entsprechend um 11% auf CHF 121,8 Milliarden. Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital ging im Geschäftsjahr 2007 um 4% auf CHF 7,3 Milliarden zurück. Der Anstieg der Zinsen führte zur Reduktion der Bewertungsreserve auf den Obligationen. Aus dem gleichen Grund reduzierte sich auch das Kernkapital um 21% auf CHF 11,6 Milliarden. Die gesamte Bilanzsumme reduzierte sich aufgrund des Verkaufs der ERISA-Gesellschaften von CHF 187,0 Milliarden auf CHF 179,8 Milliarden. Die nach den neuen Vorgaben des Bundesamts für Privat- versicherungen berechnete Solvabilitätsquote betrug 162% (Vorjahr: 194%). Die von der Swiss Life-Gruppe kontrollierten Vermögen des fortgeführten Geschäfts beliefen sich auf CHF 138,9 Milliarden.

Asset Allocation per 31. Dezember (Versicherungsportefeuille) 
Mio. CHF 20072006
Aktien 9 4178.3%7 2216.5%
Alternative Anlagen 6 0255.3%4 8324.4%
Liegenschaften 12 25210.8%11 56710.4%
Hypotheken 5 9275.2%6 3555.7%
Darlehen 15 11313.3%16 58715.0%
Obligationen 61 93054.5%57 93352.3%
Flüssige Mittel 2 9552.6%6 3625.7%
Total 113 619110 857
Aktienquote netto 7.5%7.0%
Duration bei Obligationen 8.7 Jahre8.4 Jahre