Asset and Liability Management | Beim langfristig ausgelegten Asset and Liability Management (ALM) werden die Erkenntnisse aus den Risikoabschätzungen als Basis für die Anlagestrategie herangezogen. Ziel ist es, fällige Leistungen jederzeit bezahlen zu können und stets genügend Eigenkapital zur Deckung von Wertschwankungen der Aktiven und Passiven zur Verfügung zu haben. Die Anlage der Vermögen der Versicherungsnehmer, der freien Reserven des Unternehmens sowie des Eigenkapitals erfolgt stets unter der Berücksichtigung klarer Kriterien bezüglich Sicherheit, Rendite und Liquidität.




Asset Allocation | Swiss Life verwaltet ihre Kapitalanlagen so, dass das eingesetzte ökonomische Risikokapital mit ihrer Risikoneigung im Einklang steht. Die Verbindlichkeiten einer Versicherung lassen sich in einen garantierten und einen nicht garantierten Teil (Überschussanteil) aufteilen. Der garantierte Teil entspricht der garantierten Mindestverzinsung. Der Überschussanteil schwankt im Lauf der Zeit, weil die auszuschüttenden Beträge direkt von der Entwicklung der Finanzmärkte abhängen oder gesetzlich geregelt sind.

Bezüglich Zinsrisiken ist das Management des Unterschieds zwischen den Restlaufzeiten der Anlagen einerseits und den Verpflichtungen andererseits (Duration Gap) entscheidend. Die Risikofähigkeit von Swiss Life erlaubt es, gezielt Zinsrisiken innerhalb der vom Verwaltungsrat definierten Limiten einzugehen. Im Weiteren beinhaltet der ganzheitliche ALM-Ansatz eine stärkere Differenzierung der Asset Allocation nach Produktlinien.




Neben ökonomischen Gesichtspunkten bestimmen weitere Faktoren die Asset Allocation, etwa aufsichtsrechtliche oder internationale Rechnungslegungsvorschriften. Auch die Ausstattung mit Eigenmitteln (Solvenz), der Liquiditätsbedarf oder die Anforderungen von Rating-Agenturen schränken die Anlagetätigkeiten ein.

Ausschüttungspolitik | Swiss Life strebt bei ihrer jährlich zu bestimmenden Ausschüttung im Rahmen der definierten Ausschüttungspolitik einen Interessenausgleich zwischen den Versicherungsnehmern und den Aktionären an. Bei den Versicherungsnehmern steht das Bedürfnis nach Sicherheit im Zentrum. Sie wünschen eine gesicherte Mindestverzinsung und regelmässige Überschüsse in angemessener Höhe. Die Aktionäre hingegen fokussieren auf ein angemessenes Verhältnis zwischen Rendite und Risiko: Sie wünschen für das von ihnen eingesetzte Eigenkapital eine angemessene Entschädigung in Form von Dividenden und Kapitalgewinnen.

Produktgestaltung | Swiss Life bietet kundengerechte Produkte an. Diese enthalten Garantiezusagen für die Verzinsung und lassen die Kunden gleichzeitig an positiven Marktentwicklungen teilhaben. Bei der Produktgestaltung stimmt Swiss Life das Asset and Liability Management und die Ausschüttungspolitik so aufeinander ab, dass zukünftige Kapitalmarktentwicklungen die Profitabilität so wenig wie möglich beinträchtigen. Zur Einhaltung der Produktgestaltungsprinzipien wurden konzernweit Richtlinien zur Produktentwicklung eingeführt. Sie bilden die Standards für die lokalen Richtlinien. Bei der Zeichnung von Geschäften liegt die Verantwortung daher nicht ausschliesslich bei der Geschäftseinheit vor Ort; in bestimmten Fällen liegt sie gemäss Weisung bei der Konzernleitung.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen haben jederzeit sämtliche vertraglichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem bestehenden Geschäftsportfolio zu decken. Daher sind nicht nur die aufsichtsbehördlichen Vorschriften einzuhalten, sondern auch die internen Einschätzungen bestimmter Risikoarten einzubeziehen.

Swiss Life überprüft die Grundlagen der Produktgestaltung halbjährlich, die Wirtschaftlichkeit des Neugeschäfts vierteljährlich. So ist das Unternehmen in der Lage, die Verkaufsbedingungen der einzelnen Produkte an ein sich ständig änderndes Umfeld anzupassen.

Prozessmanagement | Swiss Life steuert den Asset-and-Liability-Management Prozess zentral. Die Verantwortung für den konzernweiten ALM-Prozess trägt der Group Chief Financial & Risk Officer. Die Unternehmensbereiche Risikomanagement, Asset Management, Aktuariat, Produktmanagement und Finanzmanagement bestimmen den ALM-Prozess, welcher vom Group Chief Financial & Risk Officer umfassend gesteuert und vom Anlage- und Risikoausschuss des Verwaltungsrats überwacht wird. Auf lokaler Ebene setzen die zuständigen Stellen die für den ganzen Konzern erarbeiteten Entscheidungen um. Dabei arbeiten sie eng mit dem lokalen Asset and Liability Committee ihrer Geschäftseinheit zusammen.

 
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